Globaler Aktionstag – auch in Hamburg – in Solidarität mit CDM in Myanmar

Gemeinsam mit Aktiven der IWW Hamburg hat sich auch die FAU Hamburg an der heutigen Kundgebung in Solidarität mit dem Civil Disobedience Movement (CDM) in Myanmar auf dem Rathausmarkt beteiligt. Mehr als 60 Menschen nahmen an der Versammlung teil. Und hunderte Passant*innen nahmen von der Aktion Notiz. So konnte der andauernde Kampf in Myanmar erfolgreich in die Öffentlichkeit getragen werden. Zwei Stunden lang gab es ein abwechslungsreiches Programm bestehend aus Musikvorführungen und Redebeiträgen.

Die rote Fahne, die wir dabei hatten, ist von dem Federation of Garment Workers Myanmar (FGWM), welches nun Federation of General Workers Myanmar heißt und mit denen wir gut vernetzt sind.

In mehreren Regionen der Welt, wie Hawaii, Sydney, Wien, Berlin, Toronto, Heidelberg, Washington DC und Bratislava gab es ähnliche Aktionen. Um sich zu Vernetzen und auf dem Laufenden zu bleiben, kann der Offenen Vernetzungsgruppe – German Solidarity with Myanmar Democracy auf Facebook beigetreten werden.

Unsere Beteiligung an dem Aktionstag verstehen wir auch im Kontext des #Call4InternationalCDMsolidarity!

Manche fragen sich vielleicht, warum wir als Gewerkschaft hier mitmachen. Das ergibt sich aus unserem Redebeitrag, der hier nachzulesen ist:

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Hunderte gegen die Fleischindustrie

Am 29.05. kamen etwa 200 Personen in Bad Bramstedt zusammen, um sich an einer Demo gegen die Vion Bramstedt GmbH Food Group zu beteiligen. Die Vion Food Group ist der zweitgrößte Fleischproduzent Deutschlands. In dem Schlachtbetrieb in Bad Bramstedt schufften etwa 400 Menschen und bestreiten ihren Unterhalt überwiegend durch das töten und zerteilen von Rindern. Die Demo wurde vom Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie organisiert und richtet sich gegen die Zerstörung von Mensch, Tier und Natur durch Schlachthäuser und die Tierindustrie im allgemeinen. Die FAU Hamburg hat ebenfalls dazu aufgerufen, sich daran zu beteiligen und einen Redebeitrag vor dem Fabrikgebäude mit dem Schwerpunkt auf Arbeitsbedingungen beigesteuert. (siehe unten)

Erst Anfang Mai gab es einen größeren Ausbruch des Coronavirus in dem Betrieb – mehr als 50 Personen wurden infiziert. (topagrar.com)

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Solidarität gegen die Fleischindustrie!

Es tut sich was bei den Arbeiter*innen in der Fleischindustrie. Im April wurde bundesweit gestreikt, um einen neuen Tarifvertrag durchzusetzen, in dem die „neuen“ Kolleg*innen gleichgestellt werden. Seit diesem Jahr sind die Arbeiter*innen mit ehemals Leih- und Werkverträgen zwar direkt bei den Firmen angestellt, erhalten aber weiterhin geringere Löhne.
Auch unangekündigte Arbeitsniederlegungen bei drei Vion-Standorten im Februar, aufgrund von fehlerhaften Lohnabrechnungen, zeugen von Willen und Mut, sich nichts gefallen zu lassen.

Wir, die FAU Hamburg und eine Unterstützer*in, begleiten und beraten eine ehemalige Arbeiterin von Vion dabei, ihre Rechte durchzusetzen. Denn die wurden durch ein komplexes Geflecht aus Unternehmen und Subunternehmen gebrochen. Das wollen wir öffentlich machen.

Es ist nichts neues, dass Arbeiter*innen in der Fleischindustrie systematisch um ihren Lohn betrogen und unter miesesten Arbeitsbedingungen ausgebeutet wurden. Durch die direkte Anstellung bei den Fleischfabriken hören solche Missstände nicht einfach auf, aber die Ausgangsbedingungen, dagegen zu kämpfen, sind besser.

Es ist wichtig, sich am Arbeitsplatz und in Gewerkschaften zu organisieren und den Arbeiter*innen solidarisch zur Seite zu stehen!

Wir kriegen nur, wofür wir kämpfen!

Deswegen: kommt am 29. Mai zur Demo des Bündnisses Gemeinsam gegen die Tierindustrie gegen Vion in Bad Bramstedt oder zeigt euch auf andere Weise solidarisch!

Details unter:

Auf zum Syndikalistischen Block am 1. Mai!

UPDATE: Sowohl Demo als auch Kundgebung wurden nicht genehmigt. Auch eine vom Bündnis eingereichte Klage wurde abgewiesen. Somit wird es dieses Jahr leider keine Demo/Kundgebung mit Beteiligung der FAU Hamburg zum 1.Mai geben. Wir wünschen aber allen Genoss*innen auf den Straßen einen energiegeladenen und solidarischen (Global) May Day 2021!


Das Schwarz-Rote 1.Mai Bündnis ruft auch dieses Jahr zu einer Demo auf, um dem Arbeiter*innenkampftag zu gedenken. Diesmal unter dem Motto: „Sachma geht’s noch?“.

Wir, als Basisgewerkschaften, schließen uns dem Aufruf an und möchten mit Euch einen syndikalistischen Block mit eigenen inhaltlichen Schwerpunkten bilden!

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Solidarisch mit Arbeiterinnen bei YOOX in Bologna

Bereits seit 25. November 2020, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, streiken Lagerarbeiterinnen bei der YOOX NET-A-PORTER Group in Bologna gegen zunehmend prekäre Arbeitsbedingungen, die insbesondere Frauen überproportional belasten.

YOOX NET-A-PORTER Group is an Italian online fashion retailer created on 5 October 2015 after the merger between Yoox Group and Net-a-porter Group (NAP). […] The combined company has become a global e-commerce player that serves more than 180 countries worldwide.

wikipedia.org

We are the workers who have been working for years with subcontracts for Yoox, the clothing e-commerce giant, which sells its image around the world as a “sensitive” company, caring for children, diversity, and people. Still, we are those who work from dawn to sunset behind the glittering windows of the large headquarters of the Interporto in Bologna. […]
Yoox wants to force us to quit the job because, as mothers, we cannot always be available. It tries to get rid of us because we have been working for them for years and we never got tired of fighting for what is ours. For the innovation company, our contracts are old-fashioned stuff; contracts that need to be substituted with flexible and precarious ones, better suited to the spirit of the times and their profits.

Auszug aus dem Aufruf

Als FAU Hamburg unterstützen wir den Aufruf und solidarisieren uns mit den streikenden Arbeiterinnen.

Wir versuchen herauszufinden, ob vielleicht auch über Yoox Klamotten aus den Fabriken der Dragon Group in Dhaka vertrieben werden. Es wäre wünschenswert hier Arbeitskämpfe miteinander zu verbinden.