Auf zum Syndikalistischen Block am 1. Mai!

UPDATE: Sowohl Demo als auch Kundgebung wurden nicht genehmigt. Auch eine vom Bündnis eingereichte Klage wurde abgewiesen. Somit wird es dieses Jahr leider keine Demo/Kundgebung mit Beteiligung der FAU Hamburg zum 1.Mai geben. Wir wünschen aber allen Genoss*innen auf den Straßen einen energiegeladenen und solidarischen (Global) May Day 2021!


Das Schwarz-Rote 1.Mai Bündnis ruft auch dieses Jahr zu einer Demo auf, um dem Arbeiter*innenkampftag zu gedenken. Diesmal unter dem Motto: „Sachma geht’s noch?“.

Wir, als Basisgewerkschaften, schließen uns dem Aufruf an und möchten mit Euch einen syndikalistischen Block mit eigenen inhaltlichen Schwerpunkten bilden!

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Stellungnahme zur Erklärung „Das Bündnis ′Für einen solidarischen Lockdown (A)′ stellt sich vor“

Die angeblich u.a. von der FAU Hamburg unterzeichnete Erklärung „Das Bündnis ‚Für einen solidarischen Lockdown (A)‘ stellt sich vor“ ist ein Fake!

Weder die FAU Hamburg noch eine der dort genannten Gruppen, mit der wir in Kontakt stehen, hat diese Erklärung geschrieben oder unterzeichnet, und der Inhalt bildet nicht die Meinung der FAU Hamburg ab.
Die genannten angeblichen unterzeichnenden Gruppen sind allerdings identisch mit denen, die einen realen Text zum Thema Anarchismus und Corona veröffentlicht haben: Am 22.3.2021 erschien die reale Erklärung „Denn sie wissen, was sie tun“ von folgenden Hamburger Gruppen (z.B. hier zu finden: barrikade.info):

Anarchistische Initiative
Antiautoritäre Linke
Antifa 393
FAU Hamburg
Freies Netzwerk zum Erhalt des Sternschanzenparks
Infoladen Wilhelmsburg
Kongress Orga Anarchistische Perspektiven auf die Wissenschaft
Libertäre Harburg
Schwarz-roter 1. Mai

Dort werden ein Wandgraffito, ein Plakat sowie Texte des „Zündlumpen“ und aus „In der Tat“ für unsolidarisches Verhalten in der Pandemie kritisiert.
Wer auch immer den neun unterzeichnenden Gruppen schaden möchte, scheint sich auf diesen tatsächlichen Text zu beziehen.
Wir stellen keine Spekulationen darüber an, wer die FAU und die anderen acht Gruppen diffamieren möchte, versichern aber hier in aller Deutlichkeit: Weder sind wir der Meinung, die von uns tatsächlich genannten Personen oder Gruppen betrieben Massenmord, noch würden wir jemals zu Denunziation aufrufen.
Übrigens wurde die in dem Fake-Text genannte (mit einem Schreibfehler versehene) Kontaktmailadresse ausprobiert und die Mails kamen zurück: buendis-fuer-lockdown [at] riseup.net
Auf Indymedia wurde der Fake-Text nach einem Tag gelöscht, aber wegen der vielen Spiegelungen geistert er immer noch im Netz herum. Wer Kontakte zu Spiegelseiten hat, kann dort gerne dieses Dementi nennen oder verlinken.

FAU Hamburg, 14.4.2021

Stellungnahme zu Zero-Covid

Nach der Veröffentlichung des Zero-Covid-Strategiepapiers wurde seitens einiger Teile der Freien Arbeiter*Innen Union diese Initiative beworben. Dies ließ bei einigen Menschen den Eindruck entstehen, dass die Freie Arbeiter*Innen Union als Ganzes hinter Zero-Covid stehe. Dem ist nicht so. Es gibt keinen Beschluss der gesamten Organisation Zero-Covid zu unterstützen, jedoch sind die einzelnen Syndikate frei dies zu tun bzw. dies zu unterlassen.

Wir als Freie Arbeiter*Innen Union – Hamburg lehnen Zero-Covid ab, da es sich an staatliche Akteuer*Innen richtet und unkritisch weitgehende autoritäre Maßnahmen fordert. Als Anarcho-Syndikalist*Innen halten wir dies für nicht vereinbar mit unseren grundlegenden Zielen.

Gemüsehof: Erfolgreiche Einigung bei Mediationstermin

Ein gutes halbes Jahr arbeitete unsere Genossin in einer Bio-Gemüsegärtnerei in Schleswig-Holstein mit den Zugpferden. Ende September erhielt sie eine Kündigung zum 31.10.2020. Mündlich wurden verschiedene haltlose Vorwürfe gemacht. Daraufhin haben wir mit anwaltlicher Unterstützung umgehend eine Kündigungsschutzklage erhoben. Bei einem Gütetermin wurde dann ein Mediationsverfahren vereinbart. Dort konnten die Konfliktparteien sich darauf einigen, dass die Kündigung erst zum 31.03.2021 und betriebsbedingt ausgesprochen wird. Dies bedeutet:

  • Gehaltsnachzahlung für November und Anfang Dezember
  • Rücknahme aller Vorwürfe
  • Möglichkeit den restlichen Urlaub regulär zu nehmen
  • Wechsel des Arbeitsbereichs für die kommenden Monate

Im Gegensatz zu einem ersten Vergleichsangebot über wenige Hundert Euro muss der Betrieb also ca. das Zehnfache in Form der Gehälter an unsere Genossin zahlen. Des Weiteren wurden die Kosten für eine Fortbildung, welche schon stattgefunden hatte, jetzt ganz übernommen und zugesichert, dass eine Zweite anteilig vom Betrieb bezahlt wird. Außerdem dürfte der Gemüsehof wohl dazu verpflichtet sein, die Wiedereingliederungshilfe – welche der Betrieb für unsere Genossin erhalten hatte – voll an das Jobcenter zurückzuzahlen.

Wir werden wachsam die Umsetzung der Vereinbarungen begleiten. Für unsere Genossin
bedeutet das, dass sie jetzt in Ruhe – bei vollem Gehalt – die Zukunft planen kann. Dieser Erfolg war Dank einer gelungen Kooperation der FAU Hamburg, der FAU Flensburg und der FAU Berlin möglich. Wieder einmal zeigt sich, dass entschlossene Reaktionen sich auszahlen!

#UnitedAgainstTheDragon: Arbeiter*innen werden endlich bezahlt!

Internationale Solidarität verhilft Textilarbeiter*innen in Bangladesch zum Sieg

Übersetzung des Berichts der GWTUC, HIER das Original auf Englisch.

Nach monatelangen Protesten und internationalen Solidaritätsaktionen zahlen die Besitzer von zwei großen Bekleidungsfabriken endlich ausstehende Löhne und Abfindungen.

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Solidarisch mit Arbeiterinnen bei YOOX in Bologna

Bereits seit 25. November 2020, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, streiken Lagerarbeiterinnen bei der YOOX NET-A-PORTER Group in Bologna gegen zunehmend prekäre Arbeitsbedingungen, die insbesondere Frauen überproportional belasten.

YOOX NET-A-PORTER Group is an Italian online fashion retailer created on 5 October 2015 after the merger between Yoox Group and Net-a-porter Group (NAP). […] The combined company has become a global e-commerce player that serves more than 180 countries worldwide.

wikipedia.org

We are the workers who have been working for years with subcontracts for Yoox, the clothing e-commerce giant, which sells its image around the world as a “sensitive” company, caring for children, diversity, and people. Still, we are those who work from dawn to sunset behind the glittering windows of the large headquarters of the Interporto in Bologna. […]
Yoox wants to force us to quit the job because, as mothers, we cannot always be available. It tries to get rid of us because we have been working for them for years and we never got tired of fighting for what is ours. For the innovation company, our contracts are old-fashioned stuff; contracts that need to be substituted with flexible and precarious ones, better suited to the spirit of the times and their profits.

Auszug aus dem Aufruf

Als FAU Hamburg unterstützen wir den Aufruf und solidarisieren uns mit den streikenden Arbeiterinnen.

Wir versuchen herauszufinden, ob vielleicht auch über Yoox Klamotten aus den Fabriken der Dragon Group in Dhaka vertrieben werden. Es wäre wünschenswert hier Arbeitskämpfe miteinander zu verbinden.

FAU Hamburg unterstützt Spendenkampagne #UnitedAgainstTheDragon

Nach diversen Aktionen vor Filialen von NewYorker und Lidl (zuletzt am 27.11.), um den Arbeitskampf der ehemaligen Textilarbeiter*innen der Fabrik Dragon Sweater in Dhaka (Bangladesch) zu unterstützen, entschied die FAU Hamburg 350 Euro zur Spendenkampagne beizusteuern. Wir freuen uns, dass auch viele andere FAU Syndikate bereits angekündigt haben etwas dazuzugeben.

Wir rufen gleichzeitig öffentlich dazu auf, ebenfalls die Spendenkampagne zu supporten!

Mit jedem Euro wird ein*e Arbeiter*in für zumindest einen Tag mit einer warmen Mahlzeit sowie grundlegendster medizinischer Versorgung ausgestattet. Vor Ort organisiert dies die Gewerkschaft Garment Workers‘ Trade Union Center (GWTUC), in der die allermeisten der betroffenen Arbeiter*innen organisiert sind.

Aktionstag #UnitedAgainstTheDragon

Am sogenannten Black Friday waren wir nicht untätig und haben im Rahmen des Internationalen Aktionstages in Solidarität mit den ehemaligen Textilarbeiter*innen bei Dragon Sweater in Dhaka und gegen den Konsumwahn zusammen mit der IWW Hamburg eine Kundgebung vor der New Yorker Filiale in der Spitalerstraße durchgeführt. Die Arbeiter*innen kämpfen weiter um ausstehende Löhne und Abfindungen. Bis letztes Jahr haben genau dieselben Menschen auch für New Yorker Klamotten produziert.

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Internationaler Aktionstag am „Black Friday“ – #UnitedAgainstTheDragon

Solidarisch mit den ehemaligen Textilarbeiter*innen von Dragon Sweater und gegen den Konsumwahn!

Dieser Aufruf wurde von der FAU und IWW in Hamburg, in Progress Braunschweig sowie der Arbeitsgruppe Asien der Internationalen Konföderation der Arbeiter*innen (IKA) initiiert. Er ist auch auf Englisch hier zu finden.

Am 27.11.2020 ist der sogenannte Black Friday. Massen strömen in Geschäfte, um sich u.a. mit neuen Klamotten einzudecken. Auch mit Klamotten, die aus der Fabrik von Dragon Sweater in Dhaka (Bangladesch) stammen.

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Ist ‚el rojito‘ noch zu retten?

‚el rojito‘ ist ein Kaffee-Projekt der ersten Stunde. Es entstammt der Nicaragua-Bewegung der 1980er Jahre. Unter anderem unterstützt von der damaligen DKP versuchten ‚Nicaragua-Initiativen‘ die Sandinistische Revolution durch Import und Vertrieb von Kaffee aus Nicaragua zu unterstützen (viele kennen noch die ‚Sandino-Dröhnung‘). Mit dem ‚Nicaragua-Kaffee‘ wurde der solidarische Kaffee-Handel geboren, eine Idee, die sich inzwischen in viele Regionen der Kaffee-anbauenden Welt und auch auf andere Branchen ausgebreitet hat. ‚el rojito‘ zählt heute mit ca. 2 Millionen Euro Jahresumsatz und über 20 Angestellten zu den ganz Großen des solidarischen Kaffeehandels in Deutschland.

In der Außendarstellung steht bei ‚el rojito‘ der Begriff der Solidarität ganz oben. Allerdings scheint es damit intern nicht so weit her zu sein.

‚el rojito‘ hatte seit 2015 bis Ende 2019 eine sogenannte ‚Kollektive Geschäftsführung‘. Obwohl so etwas bestenfalls als Beginn einer kollektiven Binnenorganisation angesehen werden kann, fühlte man sich als Kollektivbetrieb und wurde auch so wahrgenommen. Mitglieder der ‚Kollektiven Geschäftsführung‘ waren auf Treffen der Hamburger Kollektivbetrieb-Szene vertreten und der Betrieb wurde z.B. auf ‚kollektivliste.org‘ als Kollektivbetrieb geführt. Seit Ende 2019 ist aber, wie Mitglieder der Belegschaft gegenüber der FAU Hamburg berichten, eine Rückentwicklung zu autoritären Führungsstrukturen zu beobachten.

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