Riders Unite! Vorstellung der Deliverunion

Foodora und Deliveroo sind zwei aufstrebende Unternehmen. Mit harten Bandagen kämpfen sie um die Vorherrschaft auf dem europaweiten Markt der Essenslieferanten. Innerhalb einer halben Stunde soll das gewünschte Essen nach der Aufgabe der Bestellung beim Kunden zuhause. Getragen wird dies durch Fahrradkuriere die sich durch den Großstadtdschungel von Europas Metropolen kämpfen müssen. Als ungelernte Angestellte sind ihre Arbeitsbedingungen denkbar schlecht. Nun haben sich in mehreren Ländern Fahrer*innen zusammengeschlossen um eben dies zu ändern.

In Berlin haben sich Fahrer*innen der Freien Arbeiter*innen Union angeschlossen. Ihre Forderungen sind:

  • Transparenz über die gearbeiteten Zeiten
  • Übernahme der Reparaturkosten
  • Ein Euro mehr Stundenlohn
  • Ausreichende garantierte Schichten
  • Eine Stunde wöchentlich für die Planung der Schichten

Am 18.08.2017 berichten Fahrer*innen aus Berlin über ihren Kampf um bessere Arbeitsverhältnisse. Kommt vorbei und sagt Kolleg*innen Bescheid.

Beginn der Veranstaltung: 20.00 Uhr
Einlass, Essen + Trinken: 19.00 Uhr

Schwarze Katze
Fettstraße 23
20357 Hamburg

Deliverunion: deliverunion.fau.org
Facebook Veranstaltung: facebook.com/events/1671726056191449

Statement by the Free Workers‘ Union in Hamburg (FAU) on the G20

Although some of our members will surely take part in the protests against the G20 in Hamburg, we as FAU Hamburg decided not to join the call for protests. There are two main reasons for this:

On the one hand, we are generally sceptical regarding the summit protests taking place regularly since 1999. The immediate core of syndicalist practice is direct action. As part of this concept, one doesn’t run to those seemingly ruling to then ask them for an improvement of living conditions. Nothing else are the protests during such summits, no matter how militant they are.
At best – with a high personal risk and huge financial expense for those calling for protests – the summit will be interrupted and continued elsewhere. A specific improvement for us wage earners will not be won this way. But that’s exactly what direct action is aimed at.
In one‘s daily political life, this can mean to chase fascists out of the district, prevent forced evictions, or maybe simply improve the equipment on the next playground.
At work, direct action can throttle the operational speed or ease processes for the workforce; and using specific industrial action – with the strike as the strongest form of direct action – employers can be forced to make confessions. But for this more than an adventurous weekend of rallies is needed. It takes continuous work in our direct living environment; while the FAU as an internationally active union stands in solidarity with struggles worldwide.

On the other hand, we don’t agree with the criticism related to the G20 summit presented by most organisations. Indeed, with Putin, Erdogan, Trump and others authoritarian misanthropes come together against which it’s always worth protesting. But the rhetoric of the “rulers of the world that intrigue to exploit the poor people“ is deeply repellant to us.
For one thing, the latest upheavals between the EU and Erdogan or Trump and everyone else show that those supposed rulers are not as homogeneous at all, as some summit protesters like to believe.
Furthermore the election results of Trump and Erdogan show that „the people“ are not that innocent.
Capitalism is a complex system reproduced by all of us on a daily basis, be it a manager, owner of a snack stall, civil servant or wage earner. All of us are caught up by the forces unleashed by the need to generate profit and to be competitive. To a certain degree, everyone is a victim of the system and everyone is complicit, even though it varies considerably. The idea of a small group of people ruling the world is not just outdated, but also offers most unpleasant points of reference for conspiracy theories and antisemitism – no wonder that actors of the new and old political right keep explaining capitalism in this way.
Our goal is not to put the focus on individuals, but to end any type of domination of humans over humans, replacing capitalism as a whole with a coexistence based on solidarity.

We assume that many of the protesters coming to Hamburg will be here to stand up for an improvement of living conditions for all. Also if in our opinion they use a wrong method, we obviously stand in solidarity with them.
Furthermore we look forward to meet many comrades from different parts of the world.

Therefore our social centre „Schwarze Katze“ (i.e. black cat) will be open from Tuesday (July 4th) until Sunday (July 9th) from 10am until 11pm as a meeting point and, if necessary, a place to seek refuge. Warm and cold drinks will be available as well as food while stocks last. Mobile phones can be charged and the latest updates received.

Address:
Libertäres Kultur- und Aktionszentrum ‚Schwarze Katze‘
Fettstraße 23
20357 Hamburg

G20 in Hamburg

Obwohl sich einige unserer Mitglieder sicherlich an den Protesten gegen den G20-Gipfel in Hamburg beteiligen werden, haben wir als FAU Hamburg nicht zu den Protesten aufgerufen. Dies hat vor allem zwei Gründe:

Zum einen stehen wir den seit 1999 in regelmäßigen Abständen stattfindenden Gipfelprotesten grundlegend kritisch gegenüber. Das unmittelbare Kernstück der syndikalistischen Praxis ist die Direkte Aktion. Dieses Konzept hat den Anspruch nicht zu den vermeintlich Herrschenden zu laufen und dort um eine Verbesserung unserer Lebensumstände zu betteln. Nichts anderes ist aber der Protest bei solchen Gipfeln, egal wie militant er ausfällt.
Im besten Fall wird – unter hohem persönlichem Risiko für die Aktivist_innen und hohem finanziellen Aufwand für die aufrufenden Organisationen – der Gipfel unterbrochen und an anderer Stelle fortgesetzt. Eine konkrete Verbesserung für uns Lohnabhängige wird dadurch nicht erkämpft. Die Direkte Aktion sieht aber eben dies vor.
Im allgemein politischen Leben kann dies heißen, Nazis aus den Stadtteilen zu vertreiben, Zwangsräumungen zu verhindern oder vielleicht einfach, die Spielgeräte auf dem nächsten Spielplatz auszubessern.
Im Betrieb können durch Direkte Aktionen die Arbeitsgeschwindigkeit gedrosselt oder Abläufe für die Beschäftigten erleichtert werden, und durch den konkreten Arbeitskampf – mit dem Streik als stärkster Direkter Aktion – können die Arbeitgeber_innen zu Eingeständnissen gezwungen werden. Dies erfordert allerdings mehr als ein abenteuerreiches Demo-Wochenende. Es erfordert kontinuierliche Arbeit in unserem direkten Lebensumfeld; wobei sich die FAU als international agierende Gewerkschaft mit Kämpfen weltweit solidarisch zeigt.

Zum anderen gefällt uns die von den meisten Organisationen vorgetragene Kritik am G20-Gipfel nicht. Zwar treffen sich dort mit Putin, Erdogan, Trump u.a. autoritäre Menschenfeinde, gegen die es sich eigentlich immer zu demonstrieren lohnt, aber die Rhetorik vom Treffen der Herrscher der Welt, die Ränke schmieden, um das arme Volk auszubeuten, ist uns zutiefst zuwider.
Einerseits zeigen die letzten Verwerfungen zwischen EU und Erdogan oder Trump und allen anderen, dass die vermeintlich Herrschenden gar nicht so homogen sind, wie gewisse Gipfelgegner_innen dies gerne hätten. Andererseits zeigen die Wahlergebnisse von Trump und Erdogan, dass das sogenannte Volk eben nicht so unschuldig ist.
Der Kapitalismus ist ein komplexes System, welches jeden Tag von uns allen reproduziert wird, egal ob Manager_in, Dönerbudenbesitzer_in, verbeamtet oder lohnabhängig. Wir alle sind gefangen in den Zwängen aus Profit und Konkurrenz. Jede_r ist Täter_in, jede_r ist Opfer. Die Vorstellung, eine kleine Gruppe von Akteur_innen beherrsche die Welt, ist nicht nur veraltet, sondern bietet unangenehmste Anknüpfungspunkte für Verschwörungstheorien und Antisemitismus – kein Wunder, dass neue und alte Rechte den Kapitalismus ebenso erklären.
Unser Ziel ist es nicht einzelne Köpfe in den Mittelpunkt zu rücken, sondern jegliche Herrschaft des Menschen über den Menschen zu beenden, den Kapitalismus als Ganzes durch ein solidarisches Miteinander zu ersetzen.

Wir gehen davon aus, dass viele der Demonstrant_innen, die nach Hamburg kommen werden, hier sind um für eine Verbesserung der Lebensverhältnisse für alle einzutreten. Auch wenn sie dafür unserer Meinung nach die falsche Form wählen, zeigen wir uns mit diesen selbstverständlich solidarisch. Außerdem sind wir gespannt darauf viele Genoss_innen aus aller Welt kennenzulernen.

Daher ist unser Zentrum die Schwarze Katze von Dienstag 04.07. bis Sonntag 09.07. von 10 bis 23 Uhr als Treffpunkt und notfalls Rückzugsort geöffnet. Es werden warme und kalte Getränke bereitstehen, sowie Essen solange der Vorrat reicht. Handys können aufgeladen und die neusten Infos abgefragt werden.

Libertäres Kultur- und Aktionszentrum ‚Schwarze Katze‘
Fettstraße 23
20357 Hamburg

Bericht zur Kundgebung und Infoaktion zur Jobmesse am Terminal Tango, Flughafen Hamburg

Zum 26.04. 2017 riefen verschiedene Gruppen, die Wobblies, die Erwerblosenini- alerta, die LAG Arbeit und Armut (Die LINKE) und Unterstützer_Innen, Die FAU, DFG-VK, YDG, zu Aktionen zur Begleitung der Jomesse auf…

Warum Jobmesse?

Bewegung am „Arbeitsmarkt“, Einstellungen finden vor allem im Niedriglohnsektor statt. Auf Jobmessen werden u.a. „Kunden“ des Jobcenters geschickt, die oft zwischen Hartz 4, Zeitarbeit und befristeten Jobs hin- und hergeschoben werden, Jobmessen sind eine Station in diesem Kreislauf. Hier präsentieren sich v.a. Leiharbeitsfirmen, Jobangebote sind im Niedriglohnbereich.
Flexibilisierte und unsichere Arbeitsverhältnisse wie hier angeboten, sind Mittel der Lohnsenkung und Aufspaltung der Lohnabhängigen und betreffen damit auch Stammbelegschaften. Die Bundeswehr sucht auf solchen Messen Ihr Kanonenfutter unter denen, die in der Gesellschaft ausgeschlossen sind. Auf diesen Jobmessen, die Bundesweit als Massenveranstaltungen stattfinden, ist vor allem das Prekariat zu Treffen. Keine schlechten Bedingungen um Hartz IV, Leiharbeit/Arbeitsbedingungen, den Zusammehang Bundeswehr/Internationale Konkurrenz/Krieg/G20 zu thematisieren und für, z.B. den 1.Mai und weitere Soliaktionen zu mobilisieren.

Über den Tag wurden viele Tausend Flyer verschiedener Gruppen verteilt, ein öffentliches Erwerbslosenfrühstück durchgeführt, es gab Musik, Redebeiträge wurden gehalten und zu verschiedenen Themen Transpis aufgehängt.

Hier die Links zu den Flyern:
Jobmesse
Überlebenshandbuch

Am 11. Oktober findet in Hamburg erneut die Jobmesse statt ( halbjährig ). Hierfür werden noch weitere Bündnisspartner gesucht, außerdem
gibt es Jobmessen auch in deiner Stadt…

IWW Hamburg / alerta / FAU Hamburg

Solidaritätskneipe für russischen LGBTIQ-Aktivist*innen!

Seit Monaten gibt es in Tschetschenien/Russland immer wieder Übergriffe,
Angriffe und Festnahmen von Menschen, deren einziges Verbrechen ihre
Sexualität ist. Gezielt werden homosexuelle Menschen ausfindig gemacht
und festgenommen.

Menschenrechtsverletzungen sind in der Region nicht selten, aber LGBTIQs
waren davon bisher nicht betroffen.

Die lokalen politisch Verantwortlichen im Nordkaukasus treiben nun ihre
streng traditionellen und religiös motivierten Wert- bzw.
Wahnvorstellungen voran. Russlands Präsident Putin lässt sie gewähren.

In Tschetschenien wurde der Befehl für eine „vorsorgliche
Säuberungsaktion“ erteilt, die auch vor Mord nicht zurückschrecken soll,
heißt es in einem Bericht (Die Zeit berichtete). Demnach sollen
Sicherheitskräfte vor allem über soziale Medien wie etwa den
Facebook-Klon VKontakte homosexuellen Männer ausfindig gemacht haben.
Sie sollen ihnen vorgetäuscht haben, auf der Suche nach Dates und
Bekanntschaften zu sein. In der Folge sollen Betroffene verhaftet und
misshandelt worden sein.

Wir organisieren die Soli-Kneipe am 26.05. in der GoMokry, um uns mit
den Verfolgten LGBTIQ’s und Aktivist*innen zu solidarisieren. Mit den
Einnahmen wollen wir sie direkt unterstützen. Wir hoffen auf eure
Spenden und falls ihr genügend Durst mitbringt, kauft ihr bei uns den
Soli-Schnaps, damit eine stattliche Summe zusammenkommt.

ALSO:

Freitag den 26.05. ab 19 Uhr in der GoMokry
(Mokrystraße 1, 21107 Hamburg-Wilhelmsburg)

Kommt vorbei, feiert mit uns und unterstützt die Freund*innen &
Genoss*innen in Tschetschenien!
Es wird auch Musik geben: Punk, Ska und Hip Hop, also fast alles was das
Herz begehrt!

Organisiert von der
Freien Arbeiter*innen Union (FAU) Hamburg & Sympathisant*innen

TRANSKONTINENTALER 1. MAI – HAMBURG

1world1struggle

[EN]

Ein Netzwerk von gewerkschaftlichen und studentischen Gruppen ruft zu dem Transcontinental May Day 2017 auf, sich dem Kampf für die Interessen von Arbeiter_innen und Lohnabhängigen anzuschließen und gemeinsam auf globaler Ebene zu agieren. In diesem Rahmen sind auch in Hamburg mehrere Aktionen geplant.

Während die gesellschaftliche Produktivität so groß ist wie niemals zuvor, leben überall auf der Welt Menschen in bedrohlichen Verhältnissen. Obwohl die globale Nahrungsmittelproduktion jedem deutlich mehr als das Benötigte zur Verfügung stellen könnte, verhungern Millionen Menschen. Der Zugang zu Nahrung, Trinkwasser, Bildung, Wohnung ist unsicher auch innerhalb Europas.
Das herrschende Wirtschaftssystem ist unfähig, die grundlegenden Bedürfnisse zu befriedigen. Darum geht es auch nicht – sondern um die Profite des Kapitals.

Die vermehrt autoritären und nationalistischen Einstellungen vieler Menschen in den sogenannten Industrienationen sind auch reaktionärer Ausdruck der Angst, bald selbst zu einer ökonomisch abgehängten und verachteten Gruppe zu gehören. Nationalismus fördert weltweit militärische Auseinandersetzungen, Rassismus sowie Antisemitismus und treibt den Konkurrenzkampf unter Lohnabhängigen voran.
Die Sozialpartnerschaft der DGB-Gewerkschaften, die dem „Standort“ nicht schaden will, verschärft die prekären Verhältnisse hier und weltweit. Es braucht kämpferische Gewerkschaften, Forderungen nach Arbeitszeitverkürzung und Lohnerhöhung, Solidarität mit Geflüchteten und eine stärkere transkontinentale Vernetzung mit (Arbeits-)Kämpfen. Eine solche Praxis kann Vorraussetzungen schaffen, für unsere Emanzipation und gegen die falsche Ordnung – den Kampf Aller gegen Alle. Ausdruck transkontinentaler Solidarität ist es, wenn wir für die Verbesserung der Bedingungen kämpfen – wo immer wir sind.

Die Forderung der ursprünglichen 1. Mai Demo im Jahr 1886 nach dem 8-Stunden Tag erodiert auch dank sozialpartnerschaftlicher Gewerkschaften, die zunehmend flexible Arbeitszeitmodelle, Arbeitszeitkonten, Werkverträge, Befristungen und Leiharbeit mittragen – als Kapitalismus bejahende, nationale Partner der Arbeitgeberseite.

Dagegen setzen wir den gemeinsamen transkontinentalen Kampf für ein gutes Leben für Alle.

Wir als Basisgewerkschaften und Lohnabhängige rufen daher dieses Jahr dazu auf, einen antikapitalistischen, antinationalen, DGB-kritischen Block auf der allgemeinen 1. Mai Demo zu bilden. Im Vorfeld werden wir uns bereits für einen bei Ford in Valencia entlassenen CNT-Genossen einsetzen und uns solidarisch mit den auf der Teeplantage Margaret’s Hope (Darjeeling, Indien) für bessere Arbeitsbedingungen Kämpfenden zeigen.

Für eine kämpferische und transkontinentale Gewerkschaftsbewegung! Organisieren wir uns in Stadtteilen, Lerneinrichtungen und Betrieben!

#1world1struggle

Freie Arbeiter_innen-Union (FAU) Hamburg
Industrial Workers of the World (IWW) Hamburg

— Transcontinental May Day 2017 —
Der Aufruf zum Transcontinental May Day 2017 gehört zu einem gemeinsamen globalen Konzept, das außerdem verschiedene Symbole sowie den Hashtag #1world1struggle umfasst.
„Jedes Jahr zum 1. Mai finden weltweit zahlreiche Proteste und auch Streiks statt, um den Tag der Arbeiter*innenbewegung zu würdigen.
Mit diesem Aufruf, der im Rahmen einiger Chat-Treffen auf der International Student Movement (ISM) Plattform entstand, wollen wir, eine Gruppe aus Lohnabhängigen und Studierenden, andere Basisgruppen, Gewerkschaften und Initiativen weltweit dazu animieren, ihre 1. Mai Aktionen miteinander zu verbinden und dem Kampf dadurch sichtbar eine transnationale Dimension zu verleihen.“
Der komplette Aufruf ist in unterschiedlichen Sprachen unter mayday2017.tk zu finden.

— Kampf um bessere Arbeitsbedingungen auf der Teeplantage Margaret’s Hope —
Auf den Teeplantagen in Indien herrschen weiterhin miserable Arbeitsbedingungen. So auch auf der Plantage Margaret’s Hope in West Bengal, wo der bekannte Darjeeling-Tee herkommt. Wir sind vernetzt mit der Gewerkschaft vor Ort und möchten uns im Rahmen des Transcontinental May Day 2017 mit den Arbeiter_innen auf der Plantage solidarisch zeigen. Hierfür zeigen wir unter anderem einen von Aktivist_innen vor Ort produzierten Doku-Film (1 Stunde, Untertitel auf Englisch) über die Lebens- und Arbeitsbedingungen und rufen zu einer Kundgebung bei der Gebrüder Wollenhaupt GmbH (Teegroßhändler) in Reinbek, welche u.a. Tee von Margaret’s Hope vertreibt, auf.

Termine zum Transkontinentalen 1. Mai in Hamburg:

28.04.2017 (Fr.), 20:00 Uhr (Einlass ab 19:00 Uhr)
Input und Filmvorführung zu den Arbeitsbedingungen auf der Teeplantage Margaret’s Hope (Darjeeling, West Bengal).
Anschließend (ca. 21:30 Uhr) Raum für Vernetzung und Vorbereitung für den 1. Mai.
Ort: Libertäres Kultur- und Aktionszentrum Schwarze Katze (Fettstraße 23)

01.05.2017 (Mo.), 10:30 Uhr (Start der Demo 11:00 Uhr)
Die allgemeine 1. Mai Demo mit einem antikapitalistischen, antinationalen, DGB-kritischen Block bereichern.

02.05.2017 (Di.), 15:15 Uhr
Solidarität praktisch werden lassen! Kundgebung vor der Gebrüder Wollenhaupt GmbH (Teegroßhändler), um sich mit den Plantagenarbeiter_innen in Darjeeling im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen solidarisch zu zeigen.
Ort: Gebrüder Wollenhaupt GmbH (Gutenbergstr. 33-35, 21465 Reinbek)

Sonstige Termine:

26.04.2017 (Mi.), 9:00 – 15:00 Uhr
Kundgebung gegen die Jobmesse Hamburg 2017
Ort: Hamburg Airport, Terminal Tango (Flughafenstraße 1-3)

Außerdem der bundesweite Aufruf der FAU zum 1. Mai:

Der Arbeitskampf kennt keine Grenzen!

[EN] [PL] [IT] [ES] [FR] [GR]

Wenn die Zeichen der Zeit nicht trügen, stehen wir am Beginn einer Etappe eines Populismus, wie wir ihn in den letzten Jahrzehnten nicht erlebt haben. Die Ausbeutung der ArbeterInnen und Ausgeschlossenen wird unter nationalistischen und rassistischen Vorzeihen vorangetrieben, die Menschen gegeneinander aufgehetzt. Gegen das Projekt einer Welt voll von neuen Mauern an den Grenzen und in den Köpfen brauchen wir ein Projekt, das in der Lage ist, alle Mauern einzureißen und an ihrer Stelle Verbindungen unter uns ArbeiterInnen zu knüpfen, Solidarität und gegenseitige Hilfe zu organisieren. Wir haben keine Zeit mehr, das Trennende zu kultivieren – wir wollen stattdessen das Verbindende unter uns im Kampf um bessere Lebensbedingungen suchen und im Sinne des Anarchosyndikalismus für eine Welt ohne Ausbeutung und Herrschaft kämpfen.

Die FAU ruft alle Einzelpersonen, Kollektive, Basisgewerkschaften und anderen sozialen Initiativen zur Beteiligung an dem internationalen Aktionstag zum Thema „Arbeit und Migration“ auf. Am 1. Mai möchten wir die Klassensolidarität mit MigrantInnen zum Ausdruck bringen, indem wir grenzüberschreitend mobilisieren gegen die herrschende Xenophobie, den Rassismus und Nationalismus, die die Waffen des Staates und Kapitals sind. Ein konsequenter Kampf gegen Rassismus bedeutet für uns auch einen Kampf gegen das kapitalistische System, das auf extremen Ungleichheiten basiert und zu deren Aufrechterhaltung auf soziale Spaltungen angewiesen ist.

In besonderem Maße von Ausbeutung und Entrechtung betroffene ArbeiterInnen sind in unserer Gesellschaft MigrantInnen, die in Folge der rassistischen Migrationspolitik, unter illegalisierten Arbeitsverhältnissen, Arbeitsverboten oder Arbeitszwang leiden. Vor allem tätig in der Gastro-, Reinigungs- und Baubranche, mit niedrigem Organisationsgrad oder ohne gewerkschaftliche Organisierung, haben sie kaum Möglichkeiten, gegen die zunehmende Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse zu kämpfen. Die etablierten sozialpartnerschaftlichen Gewerkschaften wiederum zeigen nur begrenztes Interesse, (illegalisierte) MigrantInnen zu organisieren oder sie im Kampf um Bleiberecht und gegen rechtliche Hindernisse zu unterstützen. Vielmehr vertieft deren Fokus auf Stammbelegschaften und nationalökonomische Standortlogik die sozialen Spaltungen.

Es gilt, diesen Missständen Solidarität und Selbstorganisation entgegenzusetzen – wie im Fall unserer Kollegen aus Rumänien, die auf der Baustelle des Einkaufszentrums Mall of Berlin unter skandalösen Arbeits- und Lebensbedingungen ausgebeutet, um Lohn betrogen und bedroht wurden: Die Organisierung in der FAU und der gemeinsame Arbeitskampf führten dazu, dass das Berliner Einkaufszentrum „Mall of Shame“ getauft und zum Symbol der migrantischen Ausbeutung in Deutschland wurde. So konnten wir das gesellschaftliche Klima der Hetze insbesondere gegen ArbeitsmigrantInnen aus Südosteuropa mit einem Beispiel von erfolgreichem Widerstand beantworten. Auch in den gegenwärtigen Bestrebungen, geflüchtete Menschen für unterbezahlte Arbeit zu verpflichten, sehen wir ein Zusammengehen von Ausgrenzung und Absenkung arbeitsrechtlicher Standards, das in der Konsequenz alle ArbeiterInnen negativ betrifft. Wir sollten hier als ArbeiterInnenklasse solidarisch Widerstand leisten und nicht nur für Bewegungsfreiheit aller Menschen, sondern auch gegen rassistisch legitimierte Ausbeutung kämpfen. Der Arbeitskampf kennt keine Grenzen!

In der Tradition des 1. Mai rufen wir zur Solidarität mit migrantischen ArbeiterInnen auf, um gemeinsam gegen die prekären Arbeitsbedingungen, gegen kapitalistische Ausbeutung, gegen das rassistische Grenzregime zu protestieren. Egal, welche Form diese Proteste annehmen – Streik, Kundgebung, Infoaktion, Veranstaltung, Performance; egal, ob lokal oder überregional; egal, ob ArbeiterIn, ArbeitsloseR, StudentIn, RentnerIn, MigrantIn oder GeflüchteteR, wichtig ist, dass es für alle die Möglichkeit der Organisierung gegen Ausbeutung gibt. Nur mit internationaler Solidarität und mit einer grenzüberschreitenden Gewerkschaftspraxis können wir uns gegen den Kapitalismus wehren. Schließt Euch uns an, um unter dem Slogan „Der Arbeitskampf kennt keine Grenzen!“ einen gemeinsamen Aktionstag für den 1. Mai durchzuführen. Zusammen werden wir Brücken bauen, wo andere Mauern errichten möchten.

Das Internationale Komitee der FAU

Solidarität mit den gefangenen Genoss*innen in Weißrussland!

Soli-Kneipe!
Am 07.04.2017, 19 Uhr.
Ort: Schwarze Katze, Fettsraße 23, 20357 Hamburg

Weißrussland erlebt zurzeit eine Welle von Groß-Demonstrationen. Sie richten sich wesentlich gegen die Einführung einer Steuer, welche von Menschen verlangt wird, die länger als sechs Monate arbeitslos sind. Diese Steuer soll die als „Sozialschmarotzer“ verunglimpften Arbeitslosen zwingen Arbeit aufzunehmen. Dies vor dem Hintergrund, dass sich Weißrussland in einer schweren Wirtschaftskrise befindet. Durch diesen Angriff auf die Armen soll von dem Scheitern des Regimes abgelenkt werden. Und deshalb spiegelt sich in den Protesten auch die verbreitete Unzufriedenheit mit dem brutalen Regime von Aljaksandar Lukaschenka, welcher seit fast 23 Jahren sich mit aller Gewalt an der Macht hält.
Die seit Wochen anhaltenden Proteste konnten bisher nicht unterdrückt werden, jedoch sind Hunderte verhaftet worden. Darunter befinden sich auch dutzende Anarchist*Innen. Sechs von ihnen sind in einen Hungerstreik getreten. Deshalb ruft ABC (Anarchist Black Cross) Belarus zu spenden auf, um die gefangen Genoss*Innen zu unterstützen. Daher richten wir am 07.04.2017 eine Soli-Kneipe aus, um Geld für die inhaftierten Genoss*Innen zu sammeln.

Freiheit für alle Gefangenen! – Nieder mit dem Lukaschenka-Regime!

>>Weitere Informationen

Kundgebung für Gewerkschaftsfreiheit bei Ford in Spanien

Heute, am Samstag dem 25. März 2017, hat die Freie Arbeiter_innen Union (FAU) Hamburg zusammen mit den Industrial Workers of the World (IWW) und unterstützt von der Grupo de acción sindical (GAS) eine Solidaritätskundgebung vor einem Ford-Autohaus abgehalten und die Wiedereinstellung eines Gewerkschaftsvertreters der Confederación Nacional del Trabajo (CNT) in Valencia gefordert.

Mit 20 Leuten, ausgestattet mit Fahnen und Transparenten, wurden Flyer an Passant_innen und Kund_innen verteilt. Ein Gespräch mit Mitarbeiter_innen des Betriebes oder der Geschäftsführung wurde nicht gestattet, es wurde vom Hausrecht gebrauch gemacht und Mitglieder der FAU wurden umgehend des Grundstücks verwiesen.

Es wurde nicht nur die Wiedereinstellung des Genossen gefordert, auch die Zustände bei Ford wurden thematisiert. Ausdruck dieser Zustände sind Repression und Schikane gegen Gewerkschafter_innen, aber auch Unregelmäßigkeiten bei Tarif- und Arbeitsverträgen sind Gegenstand der Arbeitskämpfe bei Ford und seinen Zulieferern.

Zu beidem schweigt Ford bis heute.

Die Solidarität gilt nicht nur dem betroffenen Genossen. Sie gilt auch allen anderen die sich bewusst oder unbewusst an den Arbeitskämpfen bei Ford beteiligen. Aus diesem Grund trugen die Unterstützer_innen der Kundgebung den Konflikt um bessere Arbeits- und Lebensbedingungen direkt zum Endverbraucher.

Ford? Fiesta!
Gewerkschaftsfreiheit verteidigen – überall!
Transkontinentale Solidarität gegen Ausbeutung und Nationalismus.

>>Flyer