Buchlesung: „Spuren der Arbeit“

Am Freitag, den 10.12.2021, veranstalten wir gemeinsam mit der IWW Hamburg die Buchlesung mit den Herausgeber*innen „Spuren der Arbeit – Geschichten von Jobs und Widerstand“.

Einlass: ab 18:00 Uhr
Beginn: 19:00 Uhr
Location: Schwarze Katze (Fettstr. 23)
Zugangsregel: 2G

Veranstaltung auf facebook

Beschreibung zur Lesetour:

Die Hälfte unserer Wachzeit verbringen wir bei der Arbeit. Unsere Lebensjahre sind mit Geschichten über die Arbeit verwoben, die am Esstisch, im Pausenraum und in Bars erzählt werden. Doch diese Geschichten werden selten gedruckt, untersucht oder so gesehen, wie sie es sein sollten: als Teil dessen, was Arbeiter*innen tun, um ihre Stellung im Kapitalismus zu verstehen und zu verändern.

Spuren der Arbeit bietet einen seltenen Blick auf das Leben und die sozialen Beziehungen im Büro, an der Kasse, im Krankenhaus, der Fabrik und in anderen Arbeitsbereichen. Die Texte sind überwiegend Recomposition entnommen, einem Online-Projekt radikaler Arbeiter*innen, und wurden von Organizer*innen aus einer Handvoll Länder verfasst. Darin teilen sie ihre Erfahrungen rund um die Probleme bei der Arbeit und wie sie mit ihnen umgingen. Diese wurden ergänzt um Geschichten aus dem deutschsprachigen Raum und einem Interview über die Entwicklung des Projektes und seinen Einfluss auf die Industrial Workers of the World (IWW) und die Arbeiter*innen-bewegung.

Die Autor*innen sind keine professionellen Schriftsteller*innen oder Aktivist*innen, sondern Arbeiter*innen, die über ihre Erfahrungen und Hoffnungen nachdenken sowie darüber, wie sich unsere Situation verbessern lässt. Mit dem Erzählen ihrer Geschichten zeigen sie Lehren aus der Misere am Arbeitsplatz auf und eröffnen neue Wege und Perspektiven für gesellschaftliche Veränderung und eine neue Welt.

Quelle: diebuchmacherei.de

In diesem Buch bringen wir erstmalig Debatten und Arbeitsplatzgeschichten aus Nordamerika, Großbritannien und dem deutschsprachigen Raum zusammen. Das Buch „Spuren der Arbeit. Geschichten von Jobs und Widerstand“ ist gerade im Verlag Die Buchmacherei erschienen. Wir veranstalten dazu eine Lesetour mit den Herausgeber*innen, die durch Deutschland, Österreich und die Schweiz gehen wird.

Tourplan sowie Rezenssionen: wobblies.org/spuren

#BloodMoneyMyanmar bei Chevron am Jungfernstieg

Bis zu 20 Personen beteiligten sich an der gemeinsamen Kundgebung der Basisgewerkschaften FAU und IWW Hamburg vor dem Europabüro des Eröl- und Gaskonzerns Chevron letzten Freitag.

Auf dem Markt in Deutschland ist Chevron überwiegend mit der Marke Texaco vertreten und vertreibt Schmier- und Betriebsstoffe für Diesel- und Gasmotoren. Zum Texaco- (also Chevron) Sortiment gehören Produktreihen unter den Namen Havoline, Delo, HDAX sowie Techron.

Im Jahr 2020 erwirtschaftete der Konzern einen Gewinn von 4,7 Milliarden Euro – teilweise auch mit Geschäften in Myanmar. Das hat sich seit dem Militärputsch nicht geändert.
Einzelheiten zu den Hintergründen und der Rolle von Erdöl- und Gaskonzernen wie Chevron und TotalEnergies gibt’s in dem unten eingefügten und von Aktiven in Myanmar erstelltem Video und können in unserem Flyer sowie auf globalmayday.net nachgelesen werden.

Chevron bekommt von uns noch eine Email. Schließlich sollen auch dort Verantwortliche von unserer Aktion erfahren. Eventuell gibt’s eine Stellungnahme ihrerseits?

Wir stehen in regelmäßigem Kontakt mit den Initator*innen der Blood Money Campaign und bleiben dran!

Übersicht der bisherigen Aktionen weltweit: globalmayday.net.

In Solidarität mit unseren Freund*innen und Genoss*innen in Myanmar im Kampf gegen die Militärdiktatur!

#BloodMoneyMyanmar
#FreezePaymentsToJunta

#BloodMoneyMyanmar – Kundgebung bei Chevron

Wir bleiben dran und rufen gemeinsam mit der IWW Hamburg zu einer Kundgebung vor der Europazentrale von Chevron am Jungfernstieg 49 auf! Das Ganze findet am 29.10.2021 um 15:30 Uhr statt.

Die Aktion wird mit den Aktiven der Blood Money Campaign – in der auch die Basisföderation Federation of General Workers Myanmar (FGWM) aktiv ist – koordiniert und findet im Rahmen einer Aktionswoche statt.

Ziel ist es die Öl- und Gasindustrie unter Druck zu setzen ihre Zahlungen an die Militärjunta einzustellen, da mit diesem Geld die Repression und der Machterhalt der Diktatur finanziert wird. Grundrecht der Lohnabhängigen werden seit dem Coup mit Füßen getreten.

Mehr Informationen können in unserem Flyer oder auf englisch unter globalmayday.net nachgelesen werden.

Gemeinsam solidarisch mit unseren Freund*innen und Genoss*innen in Myanmar!

#BloodMoneyMyanmar
#UnitedAgainstTheJunta
#FreezePaymentsToJunta

#BloodMoneyMyanmar vor der Adidas-Filiale

Bereits seit letztem Jahr stehen wir in intensiven Kontakt mit Genoss*innen in Myanmar, insbesondere der Basisgewerkschaft Federation of General Workers Myanmar (FGWM). Die Lebenssituation der allermeisten Menschen hat sich seit dem gewaltvollen Coup des Militärs dramatisch verschlechtert.

Um der Militärjunta die Finanzquellen abzuschnüren, haben Akteur*innen der Zivilgesellschaft sowie die FGWM die Blood Money Campaign initiiert. Mit dieser sollen Unternehmen, die weiterhin in dem Land Geschäfte betreiben und somit auf direkte oder indirekte Weise das Militär finanziell unterstützen, unter Druck gesetzt werden, ihre Investitionen abzuziehen. Neben Firmen wie der Deutsche Post DHL Group, Primark, H&M und Volkswagen, gehört auch Adidas dazu.

Deshalb veranstalteten wir zusammen mit der Ortgruppe der IWW eine mehrstündige Kundgebung vor dem Adidas-Geschäft in der Mönckebergstraße letzten Sonnabend. Mehr als 300 Flyer wurden unter Leute gebracht und eine Audio-Botschaft von Genoss*innen in Myanmar mehrmals abgespielt. Flyer und Botschaft findet ihr auch weiter unten. Die Filialleitung fand das Ganze gar nicht witzig, versuchte uns einzuschüchtern und war recht ungehalten. Nach Rücksprache mit der Adidas-Zentrale nahm die zuständige Person aber doch den Flyer mit den Kontaktdaten von den Initiator*innen der Blood Money Campaign und uns an.

Wir erwarten von Adidas eine öffentliche Stellungnahme! Das Unternehmen bezieht weiterhin Klamotten aus sechs Fabriken in Myanmar und betreibt Läden in dem Land. So lange die Militärdiktatur herrscht, ist das nicht akzeptabel.

Es soll monatlich international koordinierte Aktionen geben, bis die scheiß Militärjunta verschwindet!
Das war also erst der Anfang. Wir bleiben dran!

Botschaft von Initiator*innen der Blood Money Campaign (auf Englisch)
Weiter lesen „#BloodMoneyMyanmar vor der Adidas-Filiale“

Riders United Hamburg – Open Meeting: Sept. 8th!

You are a rider in Hamburg?!

As grassroot unions FAU Hamburg and IWW Hamburg we offer a platform for riders to exchange experiences and get organized. All riders are welcome to join the open meeting:

👉 September 8th (Wedneday) – 5 pm – Schwarze Katze (Fettstr. 23/ Eimsbüttel) 👈

Join the open channel on Telegram to stay informed: https://t.me/RidersUnitedHH

One rally with riders was organized in Hamburg in August.

#Friday13: Riders United Fahrrad-Demo

Knapp 30 Rider und solidarische Einzelpersonen beteiligten sich heute an der Fahrrad-Demo: Riders United Hamburg! Gemeinsam mit einzelnen Ridern sowie der lokalen IWW haben wir diese auf die Beine gestellt.
Ziel war es einerseits sich mit den kämpfenden Ridern bei Gorillas in Berlin zu solidarisieren und andererseits auch den Arbeitskampf nach Hamburg zu tragen.
Das Ganze war Teil eines bundesweiten Aktionstages der Aktion gegen Arbeitsunrecht.

An drei Lagern von Gorillas – Schanze, Hohe Luft, Whood – wurde Halt gemacht, Reden gehalten und Flyer verteilt. Zwei Lager wurden vorübergehend dicht gemacht. Rider wurden scheinbar nicht rausgelassen.

Mit guter Musik und netten Leuten waren wir unterwegs. Und ein bisschen gestört haben wir auch. 😉

Die taz berichtete im Vorfeld und ansonsten gibt’s weitere Einzelheiten auch unter globalmayday.net.

Wie weiter?
Offenes Treffen für alle Rider in Hamburg:
18. August17 UhrSchwarze Katze (Fettstraße 23/ Eimsbüttel)

Domino’s Pizza – Schnell und einfach ausgebeutet!

Bei der FAU-Leipzig führt die Betriebsgruppe Dominoeffekt einen Arbeitskampf mit einer Filiale von Domino’s Pizza, weil dort u.a. ein Mitarbeiter gekündigt wurde, weil dieser sich für Gesundheitsschutz in Zeiten von Corona eingesetzt hat und auch ansonsten läuft einiges schief.

Weil das nicht angehen kann, haben wir die Geschäftsstelle von Domino’s Pizza Deutschland GmbH besucht, welche sich in Hamburg befindet. Was wir dort erlebt haben hat uns veranlasst einen offenen Brief an die Geschäftsstelle zu schreiben. Aber lest selbst:

Sehr geehrte Damen und Herren,

von unseren Genoss*innen der Freien Arbeiter*Innen Union (FAU) in Leipzig haben wir erfahren, dass ein Kollege gekündigt wurde, weil er sich für Corona-Schnelltests für die Mitarbeiter*innen in einer Filiale (Effekt GmbH) eingesetzt hat. Offizielle Begründung: Betriebsbedingt.
Da direkt im Anschluss eine neue Stelle ausgeschrieben wurde und bekanntermaßen Lieferdienste in Pandemiezeiten eher bessere Umsätze gemacht haben als schlechtere, ist dies offenkundig ein Vorwand gewesen. Am 12.07.2021 sind Genoss*innen aus Hamburg zur Geschäftsstelle in die HafenCity gegangen, um im Namen der Betriebsgruppe „Dominoeffekt“ der FAU Leipzig den offenen Brief mit den Forderungen rund um den aktuellen Arbeitskampf persönlich bei den Verantwortlichen bei Domino‘s Pizza Deutschland GmbH abzugeben. Leider konnten wir nicht mit den Verantwortlichen ins Gespräch kommen, da die Mitarbeiter*Innen der Geschäftsstelle, wie uns am Empfang  mitgeteilt wurde, derzeit alle pandemiebedingt aus dem Homeoffice  arbeiten.
Wir  wurden aufgefordert, telefonisch Kontakt aufzunehmen und wurden auf die Hotline von Domino‘s Pizza Deutschland GmbH hingewiesen. Leider konnten wir auch auf diesem Weg niemanden erreichen.

Wir als FAU Hamburg sind empört, dass in Leipzig engagierte Mitarbeiter*Innen, nach dem Einsatz für Gesundheitsschutz in Form von Corona-Schnelltests, mit fadenscheinigen Begründungen gekündigt werden, während die Mitarbeiter*Innen in der Geschäftsstelle in Hamburg pandemiebedingt im Homeoffice arbeiten. Scheinbar ist Domino‘s Pizza Deutschland GmbH der Gesundheitsschutz der Mitarbeiter*Innen, die unmittelbar und direkt in Kontakt mit Kund*Innen sind, nicht wichtig.
Wir sehen die Domino‘s Pizza Deutschland GmbH in der Verantwortung den Gesundheitsschutz nicht nur bei sich in der Geschäftsstelle in Hamburg umzusetzen, sondern als Franchisegeber*In auch in der Verantwortung diesen bei ihren Franchisenehmer*Innen zu garantieren. Der nicht ausreichende Gesundheitsschutz und die anderen Mängel und erst recht die unhaltbare Kündigung der Mitmitarbeiter*In in Leipzig passieren unter dem Namen „Domino‘s Pizza“. Ob Franchise oder nicht, für die Kund*Innen macht es keinen Unterschied. Mit diesem Verhalten werden die Mitarbeiter*Innen auf das Höchste missachtet.

Wir als FAU sehen die Verantwortung bei Domino‘s Pizza Deutschland GmbH.  Wir fordern, die Rücknahme der Kündigung und umgehend flächendeckenden, unablässigen Gesundheitsschutz, gerade jetzt und sowieso immer!
Da  wir mit der Ausrede des Gesundheitsschutzes keinen Verantwortlichen in der Geschäftsstelle antreffen konnten, erwarten wir von Domino‘s Pizza Deutschland GmbH eine schriftliche Positionierung zu diesen unglaublichen Vorgängen.

Sollten wir bis zum 16.07.2021 keine Positionierung von Domino‘s Pizza Deutschland GmbH erhalten, so werden wir unsere Empörung auch vor die Filialen tragen.

verschickt am 14.07.2021

Time to organize!
Bist du bei Domino‘s Pizza beschäftigt und findest die Zustände auch beschissen? Dann komm zur Freien Arbeiter*Innen Union und lass uns für besseren Gesundheitsschutz, bessere Arbeitsbedingungen und gute Löhne kämpfen!

Globaler Aktionstag – auch in Hamburg – in Solidarität mit CDM in Myanmar

Gemeinsam mit Aktiven der IWW Hamburg hat sich auch die FAU Hamburg an der heutigen Kundgebung in Solidarität mit dem Civil Disobedience Movement (CDM) in Myanmar auf dem Rathausmarkt beteiligt. Mehr als 60 Menschen nahmen an der Versammlung teil. Und hunderte Passant*innen nahmen von der Aktion Notiz. So konnte der andauernde Kampf in Myanmar erfolgreich in die Öffentlichkeit getragen werden. Zwei Stunden lang gab es ein abwechslungsreiches Programm bestehend aus Musikvorführungen und Redebeiträgen.

Die rote Fahne, die wir dabei hatten, ist von dem Federation of Garment Workers Myanmar (FGWM), welches nun Federation of General Workers Myanmar heißt und mit denen wir gut vernetzt sind.

In mehreren Regionen der Welt, wie Hawaii, Sydney, Wien, Berlin, Toronto, Heidelberg, Washington DC und Bratislava gab es ähnliche Aktionen. Um sich zu vernetzen und auf dem Laufenden zu bleiben, kann der Offenen Vernetzungsgruppe – German Solidarity with Myanmar Democracy auf Facebook beigetreten werden.

Unsere Beteiligung an dem Aktionstag verstehen wir auch im Kontext des #Call4InternationalCDMsolidarity!

Manche fragen sich vielleicht, warum wir als Gewerkschaft hier mitmachen. Das ergibt sich aus unserem Redebeitrag, der hier nachzulesen ist:

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