Gemeinsam gegen Internierungslager für Geflüchtete // United against refugee detention centers

[in English below]

Unsere Schwestergewerkschaft in Griechenland, ESE (Libertarian Syndicalist Union), hat sich entschlossen gemeinsam mit anderen autonomen, selbstorganisierten Kollektiven zu einen internationalen Aktionstag gegen Auffang- bzw. Abschiebelager aufzurufen. Den Aufruf gibt’s es auf Englisch, Spanisch und Griechisch zum Nachlesen hier.

Mitglieder der FAU Hamburg sind dem Aufruf gefolgt und haben sich bei einer Erstaufnahmestelle für Asylsuchende in Hamburg-Harburg versammelt. Dort haben sich einige Bewohner:innen der Unterkunft der Gruppe angeschlossen. Gemeinsam positionierten sie sich vor dem Containerbereich des Camps and zeigten sich mit allen solidarisch, die innerhalb sowie außerhalb von Internierungslagern für Geflüchtete gegen die Unterbringung in Lagern kämpfen – weltweit.


Our sister union ESE (Libertarian Syndicalist Union) in Greece decided „to coordinate with autonomous, self-organised collectives that stand in solidarity with immigrants to organise an international day of action against detention centers.“ Check out the full call here.

In reaction some members of the Free Workers‘ Union (FAU) Hamburg rallied in front of a refugee camp in Hamburg-Harburg and were joined by some residents of the camp. Together they stood in front of the container area of the camp and expressed their solidarity with those struggling inside as well as outside refugee detention centers around the world.

Feminists united – Bericht zum 08. März 2022

Bei den Aktivitäten rund um den Feministischen Kampftag, haben wir eigene inhaltliche Akzente gesetzt und den Schwerpunkt auf die Widerstandsbewegung gegen die Militärjunta in Myanmar (bzw. Burma) gelegt.

Highlight war unsere Kundgebung vor dem Adidas-Store in der Mönckebergstraße. Über 20 Genoss:innen, bestehend aus Aktiven der FAU, IWW und Menschen, die ursprünglich aus Myanmar kamen und nun in Hamburg leben, versammelten sich vor dem Geschäft. Es gab gute Mucke, einen Redebeitrag einer Feministin in Myanmar, einige Gespräche mit Passant:innen und etwas Pyro-light.

Zum Nachhören, der Redebeitrag der Genossin der Women League of Burma:

Warum Adidas? Weil der Konzern weiterhin laut eigenen Angaben aus sechs Fabriken in dem Land Klamotten bezieht. Viele Gewerkschaften – so auch unsere Freund:innen bei der Federation of General Workers Myanmar – fordern umfassende Wirtschaftssanktionen und den Rückzug aller internationalen Unternehmen, in der Hoffnung so die Militärjunta zu schwächen. Jegliche Steuern und Abgaben fließen schließlich in ihre Taschen und finanzieren auch ihren Unterdrückungsapparat.

Mehr Hintergrundinformationen sind aus dem Flyer zu entnehmen, von dem mehrere hundert Exemplare verteilt wurden:

Vor der Kundgebung beteiligten wir uns auch an der vom 8M Streik Bündnis Demo auf der Reeperbahn. Viele tausend Menschen waren an dem Tag mit uns auf den Straßen in Hamburg, um ein Zeichen gegen das Patriarchat zu setzen.

Wir möchten wärmstens das folgende Video empfehlen. Es ist ein Aufruf von Feministinnen diverser Gruppen in Myanmar, welcher mit uns gemeinsam koordiniert wurde. Dort wird auch erklärt, warum wir einen Sarong mit auf der Kundgebung hatten:

Wir möchten nicht verschweigen, dass auch bereits im Rahmen des monatlichen Kollektivfreitags in der AG Kollektivbetriebe der FAU der feministische Kampf Thema war:


Außerdem sind wir froh verkünden zu können, dass die SpendenAktion in Solidarität mit den Genoss:innen der Federation of General Workers Myanmar (FGWM) erfolgreich am 08. März beendet wurde. Insgesamt kamen 14.285 € zusammen!! 🥳
Vielen Dank an alle, die dabei geholfen haben, dass wir das erfolgreich zu Ende bringen konnten!
Das Geld wird zeitnah vollständig der FGWM übergeben.

Herein zum 04.März – Heraus zum 08.März!

Im Rahmen des Feministischen Kampftages am 08. März organisieren wir dieses Jahr Zweierlei und rufen zu reger Beteiligung auf!

Am 08. März geht’s gegen das Patriarchat auf die Straße!

Um 17 Uhr schließen wir uns der wütenden Demo gegen das Patriarchat auf der Reeperbahn an!

Um 18:30 Uhr wird’s eine kurze Kundgebung vor dem Adidas-Store in der Mönckebergstraße geben. Das Ganze in Solidarität mit den weiterhin gegen die Militärjunta kämpfenden Arbeiter:innen in Myanmar. Wir stehen u.a. in direktem Kontakt mit Genoss:innen der Federation of General Workers of Myanmar (FGWM) und möchten sie auch so unterstützen. Adidas bezieht weiterhin aus sechs Fabriken in Myanmar Klamotten – auch unter der Militärdiktatur seit dem Putsch am 01. Februar 2021!
FGWM und viele andere Gewerkschaften rufen zu umfassenden Wirtschaftssanktionen auf und fordern von Konzernen wie Adidas, dass sie sich aus dem Land zurückziehen. Jegliche Geschäfte und Investitionen unterstützen die Junta, z.B. über zu zahlende Steuern.

Kommt also 18:30 – 19:00 Uhr dazu und schließt euch der solidarischen Aktion an!

#UnitedAgainstTheJunta

Weiter lesen „Herein zum 04.März – Heraus zum 08.März!“

Widerstandsbewegung in Myanmar unterstützen! #UnitedAgainstTheJunta

Aktuell läuft eine Spendenaktion initiiert von der Internationalen Konföderation der Arbeiter:innen (IKA) gemeinsam mit der Federation of General Workers Myanmar (FGWM). Viele Genoss:innen der FGWM befinden sich aktuell im Untergrund und benötigen Unterstützung im Kampf gegen die Militärjunta – z.B. für die Finanzierung von Safe Houses, Lebensmitteln oder Protestmaterialien.

Die Spendenaktion läuft über firefund.net. Wir rufen dazu auf dabei zu helfen sie zu streuen und nach Möglichkeit einen Betrag beizusteuern. Das geht entweder mit einer Kreditkarte direkt über die Plattform oder mit einer Überweisung auf das Konto der IKA:

Name: Unione Sindacale Italiana – CIT
Bank: Banca Popolare Etica
IBAN: IT54I0501802400000016796849
BIC/SWIFT: CCRTIT2T84A

Als Verwendungszweck bitte „Myanmar Fundraising“ angeben.

Die FAU Hamburg steht mit Genoss:innen in Myanmar direkt in Kontakt und unterstützt die Spendenaktion mit 300 Euro.
Weitere Hintergrundinformationen findet ihr auf der Seite von firefund sowie in dem unten eingefügtem Video, welches gemeinsam mit Genoss:innen der IWW Hamburg erstellt wurde und in dem unter anderen Arbeiter:innen in Myanmar zu Wort kommen. Das Video gibt es auch auf Englisch.

Für einen grenzenlosen Antifaschismus!

#UnitedAgainstTheJunta

Buchlesung: „Spuren der Arbeit“

Am Freitag, den 10.12.2021, veranstalten wir gemeinsam mit der IWW Hamburg die Buchlesung mit den Herausgeber*innen „Spuren der Arbeit – Geschichten von Jobs und Widerstand“.

Einlass: ab 18:00 Uhr
Beginn: 19:00 Uhr
Location: Schwarze Katze (Fettstr. 23)
Zugangsregel: 2G

Veranstaltung auf facebook

Beschreibung zur Lesetour:

Die Hälfte unserer Wachzeit verbringen wir bei der Arbeit. Unsere Lebensjahre sind mit Geschichten über die Arbeit verwoben, die am Esstisch, im Pausenraum und in Bars erzählt werden. Doch diese Geschichten werden selten gedruckt, untersucht oder so gesehen, wie sie es sein sollten: als Teil dessen, was Arbeiter*innen tun, um ihre Stellung im Kapitalismus zu verstehen und zu verändern.

Spuren der Arbeit bietet einen seltenen Blick auf das Leben und die sozialen Beziehungen im Büro, an der Kasse, im Krankenhaus, der Fabrik und in anderen Arbeitsbereichen. Die Texte sind überwiegend Recomposition entnommen, einem Online-Projekt radikaler Arbeiter*innen, und wurden von Organizer*innen aus einer Handvoll Länder verfasst. Darin teilen sie ihre Erfahrungen rund um die Probleme bei der Arbeit und wie sie mit ihnen umgingen. Diese wurden ergänzt um Geschichten aus dem deutschsprachigen Raum und einem Interview über die Entwicklung des Projektes und seinen Einfluss auf die Industrial Workers of the World (IWW) und die Arbeiter*innen-bewegung.

Die Autor*innen sind keine professionellen Schriftsteller*innen oder Aktivist*innen, sondern Arbeiter*innen, die über ihre Erfahrungen und Hoffnungen nachdenken sowie darüber, wie sich unsere Situation verbessern lässt. Mit dem Erzählen ihrer Geschichten zeigen sie Lehren aus der Misere am Arbeitsplatz auf und eröffnen neue Wege und Perspektiven für gesellschaftliche Veränderung und eine neue Welt.

Quelle: diebuchmacherei.de

In diesem Buch bringen wir erstmalig Debatten und Arbeitsplatzgeschichten aus Nordamerika, Großbritannien und dem deutschsprachigen Raum zusammen. Das Buch „Spuren der Arbeit. Geschichten von Jobs und Widerstand“ ist gerade im Verlag Die Buchmacherei erschienen. Wir veranstalten dazu eine Lesetour mit den Herausgeber*innen, die durch Deutschland, Österreich und die Schweiz gehen wird.

Tourplan sowie Rezenssionen: wobblies.org/spuren

#BloodMoneyMyanmar bei Chevron am Jungfernstieg

Bis zu 20 Personen beteiligten sich an der gemeinsamen Kundgebung der Basisgewerkschaften FAU und IWW Hamburg vor dem Europabüro des Eröl- und Gaskonzerns Chevron letzten Freitag.

Auf dem Markt in Deutschland ist Chevron überwiegend mit der Marke Texaco vertreten und vertreibt Schmier- und Betriebsstoffe für Diesel- und Gasmotoren. Zum Texaco- (also Chevron) Sortiment gehören Produktreihen unter den Namen Havoline, Delo, HDAX sowie Techron.

Im Jahr 2020 erwirtschaftete der Konzern einen Gewinn von 4,7 Milliarden Euro – teilweise auch mit Geschäften in Myanmar. Das hat sich seit dem Militärputsch nicht geändert.
Einzelheiten zu den Hintergründen und der Rolle von Erdöl- und Gaskonzernen wie Chevron und TotalEnergies gibt’s in dem unten eingefügten und von Aktiven in Myanmar erstelltem Video und können in unserem Flyer sowie auf globalmayday.net nachgelesen werden.

Chevron bekommt von uns noch eine Email. Schließlich sollen auch dort Verantwortliche von unserer Aktion erfahren. Eventuell gibt’s eine Stellungnahme ihrerseits?

Wir stehen in regelmäßigem Kontakt mit den Initator*innen der Blood Money Campaign und bleiben dran!

Übersicht der bisherigen Aktionen weltweit: globalmayday.net.

In Solidarität mit unseren Freund*innen und Genoss*innen in Myanmar im Kampf gegen die Militärdiktatur!

#BloodMoneyMyanmar
#FreezePaymentsToJunta

#BloodMoneyMyanmar – Kundgebung bei Chevron

Wir bleiben dran und rufen gemeinsam mit der IWW Hamburg zu einer Kundgebung vor der Europazentrale von Chevron am Jungfernstieg 49 auf! Das Ganze findet am 29.10.2021 um 15:30 Uhr statt.

Die Aktion wird mit den Aktiven der Blood Money Campaign – in der auch die Basisföderation Federation of General Workers Myanmar (FGWM) aktiv ist – koordiniert und findet im Rahmen einer Aktionswoche statt.

Ziel ist es die Öl- und Gasindustrie unter Druck zu setzen ihre Zahlungen an die Militärjunta einzustellen, da mit diesem Geld die Repression und der Machterhalt der Diktatur finanziert wird. Grundrecht der Lohnabhängigen werden seit dem Coup mit Füßen getreten.

Mehr Informationen können in unserem Flyer oder auf englisch unter globalmayday.net nachgelesen werden.

Gemeinsam solidarisch mit unseren Freund*innen und Genoss*innen in Myanmar!

#BloodMoneyMyanmar
#UnitedAgainstTheJunta
#FreezePaymentsToJunta

#BloodMoneyMyanmar vor der Adidas-Filiale

Bereits seit letztem Jahr stehen wir in intensiven Kontakt mit Genoss*innen in Myanmar, insbesondere der Basisgewerkschaft Federation of General Workers Myanmar (FGWM). Die Lebenssituation der allermeisten Menschen hat sich seit dem gewaltvollen Coup des Militärs dramatisch verschlechtert.

Um der Militärjunta die Finanzquellen abzuschnüren, haben Akteur*innen der Zivilgesellschaft sowie die FGWM die Blood Money Campaign initiiert. Mit dieser sollen Unternehmen, die weiterhin in dem Land Geschäfte betreiben und somit auf direkte oder indirekte Weise das Militär finanziell unterstützen, unter Druck gesetzt werden, ihre Investitionen abzuziehen. Neben Firmen wie der Deutsche Post DHL Group, Primark, H&M und Volkswagen, gehört auch Adidas dazu.

Deshalb veranstalteten wir zusammen mit der Ortgruppe der IWW eine mehrstündige Kundgebung vor dem Adidas-Geschäft in der Mönckebergstraße letzten Sonnabend. Mehr als 300 Flyer wurden unter Leute gebracht und eine Audio-Botschaft von Genoss*innen in Myanmar mehrmals abgespielt. Flyer und Botschaft findet ihr auch weiter unten. Die Filialleitung fand das Ganze gar nicht witzig, versuchte uns einzuschüchtern und war recht ungehalten. Nach Rücksprache mit der Adidas-Zentrale nahm die zuständige Person aber doch den Flyer mit den Kontaktdaten von den Initiator*innen der Blood Money Campaign und uns an.

Wir erwarten von Adidas eine öffentliche Stellungnahme! Das Unternehmen bezieht weiterhin Klamotten aus sechs Fabriken in Myanmar und betreibt Läden in dem Land. So lange die Militärdiktatur herrscht, ist das nicht akzeptabel.

Es soll monatlich international koordinierte Aktionen geben, bis die scheiß Militärjunta verschwindet!
Das war also erst der Anfang. Wir bleiben dran!

Botschaft von Initiator*innen der Blood Money Campaign (auf Englisch)
Weiter lesen „#BloodMoneyMyanmar vor der Adidas-Filiale“