Reinstatement of dismissed trade unionists! – Dispute CNT Spain vs. NH Hotels

More than a year after the dismissal of two members of the CNT Spain works committee at NH Hotels Barcelona, including the union representative, the works committee remains active within the company and has achieved successes such as the installation of air conditioning in a hotel kitchen and the conversion of several fixed-term contracts into permanent ones.

The court hearing on the reinstatement of the dismissed colleagues is now approaching. Despite the company's threat that the union would not be able to maintain its actions for a year, until the trial began, these actions have not only been maintained but expanded—thanks in part to the support of many CNT Spain unions and several IKA unions (IKA = International Confederation of Labor, our international federation). Ahead of the court hearing on March 25, 2026, CNT Spain is calling for international solidarity to increase pressure on NH Hotels.

Weiterlesen

Labour law & labour disputes

Yesterday, we had an internal training session on the intricacies of labour law and the various forms of industrial action. We discussed how best to stand up for our rights in the workplace and how to fight for new rights!

Are you stressed at work? Together we can change that! Come to our open consultation every second Tuesday of the month at 7 p.m. at Fettstraße 23 or send us an email at: fauhh-arbeitsrecht@fau.org

Insights into the structural working conditions of migrant workers in the construction industry

"Fabiu is a sturdy guy with a raspy voice and a challenging look. He works as a mason and has been living in Germany for almost ten years. 'Slavery' is the first word that comes to mind when he’s asked about his work here. 'Shit' is the second.", (1, Paragraph 5)

"I have a question: Isn’t the course of these things being left unchecked because Germany needs workers who are paid little or not at all? And then I wonder if this isn’t a disguised and controlled form of slavery." Elvis Iancu, April 2015, Mall of Shame (2, p. 27)

Introduction

The proportion of helpers on construction sites has risen sharply in recent years. This is not happening because the work on construction sites has become much easier or more automated, and largely consists of helper tasks (3).1No, skilled workers are classified as helpers in order to reduce their wages. This practice is primarily used by subcontractors for migrant workers, who often have less knowledge of the German legal system and sometimes lack secure residency status. As a result, they are even more vulnerable to exploitation2 .

Weiterlesen

Strike won at Jeremias in Gniezno!

For almost six weeks, management refused to negotiate with its colleagues at the Jeremias plant in Giezno. While the Wassertrüdingen site was pretending to be all sunshine and roses with a family celebration, the company was not ashamed to use prisoners to break the strike, hired an American law firm known for its anti-union practices, fired union members and labour inspectors, and declared the union’s demands and the strike illegal. The company ignored local court rulings, labor inspections, and the opinions of the Polish Ministry of Labor.

Weiterlesen

Crowdfunding: Distribution inside the factories started!

For the past few months we managed to raise 20 000 Euros, a big share of this sum was covered by the International Confederation of Labour (ICL-CIT). For 10 000 Euros, the FGWM already ordered pads and started distributing inside factories them: 5 packages each to 5 000 workers in total. It was the FGWM who approached us with this idea in the first place and asked the FAU/ICL to support their actions.

Weiterlesen

Solidarität mit dem Streik bei Jeremias in Polen!

Solidarität mit dem Streik der polnischen Kolleg* innen unserer Schwestergewerkschaft Inicjatywa Pracownicza (IP) in der Firma Jeremias in Gniezno! Seit dem 3. Juni streiken 80% der Produktionsarbeiter*innen in dem 300 Beschäftigten zählenden Werk. Sie kämpfen für 180 Euro monatliche Lohnerhöhung, längere bezahlte Pausen und dass die Überstunden nach einem Monat ausbezahlt werden, nicht erst nach einem Jahr.

Die deutsche Muttergesellschaft Jeremias Abgastechnik GmbH mit Sitz in Wassertrüdingen, Bayern hat ihren Umsatz zwischen 2015 und 2023 von 64 auf 210 Millionen Euro mehr als verdreifacht. Der fünfköpfige Vorstand der polnischen Tochterfirma zahlte sich selbst in 2024 über 1,8 Millionen Złoty (eine knappe halbe Million in Euro) aus. Gleichzeitig sollen die polnischen Arbeiter*innen mit Löhnen unter Branchendurchschnitt die Gewinne erwirtschaften. Das Unternehmen kassiert sogar staatliche Beihilfen für Gefangenenarbeit.

Der Arbeitskonflikt dauert bereits über acht Monate und mündete am 3.6. nach erfolgreicher Urabstimmung in den jetzigen Streik. Die Geschäftsführung hat zwei Gewerkschafter der IP entlassen und versucht die Streikenden in einem Lagerhaus ohne Wasserzugang zu isolieren. Sie droht mit Produktionsverlagerung und hat die US-Anwaltskanzlei Littler beauftragt, die Rechtmäßigkeit des Streiks anzufechten.

Die Kolleg_innen arbeiten unter schwierigen und gefährlichen Bedingungen mit schweren Metallteilen und schädlichen Chemikalien. Die schlechten Arbeitsbedingungen in Polen drücken auch die Standards in Deutschland. Deshalb rufen wir als FAU und IP besonders die deutschen Kolleg*innen im Stammwerk Wassertrüdingen auf: Lasst euch nicht als Streikbrecher missbrauchen! Der Streik in Gniezno ist auch im Interesse der Beschäftigten in Wassertrüdingen.

Unterstützt den Streik:

Solidarity Forever! Solidarność na zawsze!
FAU Hamburg

Hamburg goes Lübeck: 1. Mai Bericht

Am diesjährigen 1. Mai haben wir uns als FAU Hamburg gefreut, gemeinsam mit anderen antiautoritären Gruppen die revolutionäre 1. Mai-Demonstration in Lübeck zu unterstützen. Unter dem Motto „Selbstorganisiert und antiautoritär – gegen Kapitalismus und jede Herrschaft!“ zog die Demo durch die Straßen der Lübecker Innenstadt, getragen von einer starken Solidarität zwischen den teilnehmenden Gruppen und einer klaren antikapitalistischen Botschaft.

Zudem sah sich die Demo inhaltlich auch als Teil der „Global Mayday“-Kampagne, verwendete deren Logo in Banner und Flyern und mit Hinweis auf die Webseite globalmayday.net. Außerdem unterstützen wir die Solidaritätskampagne für die FGWM – fgwm-solidarity.org

Die Organisation dieser kämpferischen Demonstration wurde durch die lokale FAU Lübeck, die Jugendgruppe La Rage, das Hausprojekt Marlene, reso.media/antikapitalistische Agentur, Food not Bombs Lübeck sowie die FAU Hamburg getragen. Besonders beeindruckend war die Vielzahl der solidarischen Redebeiträge und kreativen Aktionen. Die erste Reihe der Demo war von FLINTA*-Personen gebildet, was die antiautoritäre und feministische Ausrichtung der Veranstaltung verdeutlichte.

Ein Highlight war die Zwischenkundgebung auf dem Marktplatz, bei er es einen Redebeitrag von Aktiven der Arbeitsgruppe Asien unserer Gewerkschaftsinternationalen IKA (Internationale Konföderation der Arbeiter*innen) zu der Situation in den Textilfabriken in Myanmar und der Solidaritätsarbeit und der Crowdfundingkampagne für Menstruationsproduke in den Fabriken und einen Redebeitrag von kurdischen Genoss*innen zu der Situation in Rojava und der Frage, warum die kurdische Freiheitsbewegung Teil des Kampfes am 1.Mai ist.
Ein besonderer Moment war die Performance des Antifa-Chors, der mit eindrucksvollen Liedern und musikalischer Begleitung die Demo bereicherte und einen unvergesslichen Eindruck hinterließ.

Die zweite Zwischenkundgebung fand am Klingenberg statt, wo die FAU Hamburg mit einem Redebeitrag zur Geschichte des 1. Mai und dem Kampf für den 8-Stunden-Tag beitrug, dabei die Forderung nach einer radikalen Arbeitszeitverkürzung in den Vordergrund stellte. La Rage sprach über die Situation der Jugend im Kapitalismus und warum auch für junge Menschen der Kapitalismus überwunden werden muss.

Die Abschlusskundgebung vor der Musik- und Kongresshalle bot ebenfalls wichtige Redebeiträge: Das Hausprojekt Marlene sprach über Wohnen im Kapitalismus und das Mietshäusersyndikat als Modell für selbstverwaltetes, nichtkapitalistisches Wohnen. Die FAU Lübeck thematisierte die Auswirkungen von KI im Kapitalismus, die Klimakatastrophe sowie den Widerstand gegen Rüstung und Krieg. Abschließend wurde ein Gedicht von Erich Mühsam vorgelesen, und einige kurdische Genoss*innen sowie andere Demo-Teilnehmende tanzten zu kurdischer Musik.

Auch wenn das Wetter unbeständig war, blieb die Stimmung der Demonstration kämpferisch und entschlossen. Die FAU Hamburg konnte nicht nur inhaltlich, sondern auch praktisch zum Erfolg der Demo beitragen und so das solidarische Miteinander der verschiedenen antikapitalistischen Gruppen weiter stärken.

Nach der Demo beteiligte sich die FAU Hamburg auch am Maifest des Solizentrums Walli, wo ein Infotisch aufgebaut war. Dort konnten viele Exemplare der „Direkten Aktion“ verteilt und zahlreiche Gespräche mit Interessierten geführt werden. Es war eine wunderbare Gelegenheit, unsere Ideen und unsere Solidarität mit den Menschen in Lübeck zu teilen.

Wir danken allen, die diese Demo unterstützt haben, und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit den Genoss*innen von der FAU Lübeck und den vielen anderen Gruppen, die dieses Event zu einem Erfolg gemacht haben. Die FAU Hamburg wird auch weiterhin einen klaren antiautoritären, antikapitalistischen und revolutionären 1. Mai mitgestalten und unsere Stimme gegen die bestehenden Ausbeutungs- und Herrschaftsverhältnisse erheben.

Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr – auf eine noch stärkere Demo und eine noch größere Solidarität in Lübeck!

Eure FAU Hamburg

Hamburg goes Lübeck: Auf zum revolutionären 1. Mai!

Der 1. Mai rückt näher und die FAU Hamburg ist natürlich auch wieder mit dabei – dieses Jahr geht es gemeinsam nach Lübeck, um unsere Genoss*innen der FAU Lübeck bei ihrem Maifest und der Maidemo zu unterstützen! Unter dem Motto „Selbstorganisiert und antiautoritär“ kämpfen wir zusammen für ein besseres Leben und setzen ein klares Zeichen gegen den Rechtsruck, Unterdrückung und gesellschaftliche Spaltung. https://luebeck.fau.org/revolutionaere-1-mai-demo-2025/

Wann und Wo?
Treffpunkt: Hamburg Hauptbahnhof, Gleis 6a-c
Uhrzeit: 8:45 Uhr (wir nehmen den Zug um 09:06 Uhr)
In Lübeck nehmen wir gemeinsam an der revolutionären Demo teil und feiern anschließend auf dem Maifest im Solizentrum.

Wir möchten in einer möglichst großen Gruppe nach Lübeck fahren und die Ortssektion tatkräftig unterstützen. Bringt gerne eure Freund*innen, Familie oder Bekannte mit – je mehr, desto stärker!

Lasst uns zusammen den 1. Mai zu einem unvergesslichen, kämpferischen Tag machen!

We look forward to seeing you!

Eure FAU Hamburg

Rede der Sektion Bau bei der Westfield-Eröffnung am 8.4.

Herzlich Willkommen! Wir sind die Freie Arbeiter*innen Union Hamburg. Wir sind eine Basisgewerkschaft. Das bedeutet, dass wir alle Arbeiter*innen vertreten. Außerdem verlassen wir uns nicht auf die sogenannte „Sozialpartnerschaft“. Warum wir nicht daran glauben? Genau deswegen sind wir hier.

Vor 10 Jahren kamen 8 Arbeiter in das Lokal unseres Berliner Syndikats. Sie hatten ihren Lohn nicht erhalten. Die Männer mussten in einem Container bei Minusgraden schlafen. Sie waren Wanderarbeiter der Mall-of-Shame. Elvis Iancu sagte darüber: „Warum werden wir mit Gleichgültigkeit und Verachtung behandelt? Braucht Deutschland nicht Arbeitskräfte, die wenig oder gar nicht bezahlt werden? Ist das nicht eine maskierte Sklaverei?“ [1]

Es ging um etwa 3000€ pro Person, überlebenswichtig für die Arbeiter und ihre Familien. Die FAU klagte erfolgreich gegen ihre Unternehmen – diese meldeten Insolvenz an. Die FAU klagte erfolgreich gegen den Hauptunternehmer – dieser meldete Insolvenz an. Die FAU klagte gegen den Investor – den Berliner Millionär Harald Huth – bis zum Arbeitsgericht in Thüringen. Es gab ihnen Unrecht. [2] What the fuck?

Deswegen glauben wir nicht an die Sozialpartnerschaft. Deswegen kämpfen wir für uns. Deswegen verlassen wir uns nicht auf rein juristische Kämpfe. Deswegen müssen wir uns selbst organisieren und keine Stellvertretergewerkschaft für uns kämpfen lassen. Weil wir das häufig nicht alleine können, kämpfen wir zusammen für unsere Rechte.

Am 30. Oktober 2023 fast 10 Jahre nach den tapferen Kämpfen in Berlin – stürtzten fünf albanische Bauarbeiter 8 Stockwerke in die Tiefe. Der Eisenflechter Astrit Xheka, Vater von zwei Kindern und drei weitere Albaner waren sofort tot. Alfred Visha – Vater von drei Kindern – der sein Haus in Albanien noch decken wollte, starb wenige Tage später im Krankenhaus. [3] Drei Tage später war der Schacht geräumt, gestrichen und es ging weiter als wäre nichts gewesen. Einem Mitarbeiter der Berufsgenossenschaft Bau, der den Tatort untersuchen musste, merkt man 2024 bei einem Interview noch seine Betroffenheit über den Vorfall an. Er war da, hat die vier Leichensäcke gesehen und die darauf abgelegten Handys gehört, die fortwährend klingelten. [4]

Die fünf albanischen Bauarbeiter waren aus ähnlichen Motiven hier wie Elvis Iancu, Bogdan & Gioni Droma und die anderen Berliner Arbeiter. Allerdings kamen sie aus Albanien mit gefälschten italienischen Pässen. Sie kamen, weil der Lohn hier höher ist als in Albanien. Sie kamen, weil sie dachten, die Arbeit sei sicher. In Deutschland, dem Land der Regeln, dem größten Land der EU, dem Land dem Arbeiter*innen egal sind, wenn sie nicht Matthias, Dirk oder Katharina, sondern Bogdan, Mohammed oder Pavel heißen. Dem Land, in dem Investor*innen geschützt werden, während Arbeiter*innen sich verschleißen, während alleinerziehende Mütter jeden Euro umdrehen müssen, in dem Menschen aus Städten verdrängt werden, während Geflüchtete bangen müssen, abgeschoben zu werden.

Während der Lohnraub in Berlin eine Schande war, ist der Tod von Alfred und Astrit eine Tragödie. Während der Prozess in Berlin und Erfurt beschämend für das sogenannte „deutsche Rechtssystem“ ist, haben bei Westfield alle Systeme versagt. Hier in Hamburg haben vor anderthalb Jahren alle versagt. Karen Pein – die Bausenatorin hat versagt. Der Senat hatte bereits versagt, als sie Unibail-Rodamco beauftragten, die Bürgerschaft versagte immer wieder, die Baustelle und die mangelnde Arbeitssicherheit auf die politische Agenda zu setzen. Sämtliche Behörden und Ämter für Arbeitsschutz sowie die oberste Bauaufsicht haben versagt. Die BG Bau hat versagt, die Baustelle rechtzeitig – vor diesem Unfall – dicht zu machen. 

Und auch: Die Sozialpartnerschaft hat versagt, die sich auch die IG BAU wünscht, die Alfred, Astrit und all die anderen Toten und Verwundeten nicht geschützt hat.

Nur Westfield hat nicht versagt, Dirk Hühnerbein und Jean-Marie Tritant, von Unibail-Rodamco-Westfield. Sie feiern heute – und dafür hassen wir sie! Wir wollen sie nicht hassen. Wir hassen sie auch nicht als Menschen. Wir hassen sie für die Entscheidungen, die sie in den letzten Jahren getroffen haben. Für Profit über Menschen, für die Entscheidung für fahrlässige Generalunternehmer, für den Lohndruck, die mangelnden Sicherheitsvorkehrungen, für die Inkaufnahme von Verletzungen und – wie im schlimmsten Fall – dem Tod.

Mit ihnen feiern heute der Bürgermeister Peter Tschentscher, der Senat und weitere sogenannte Hamburger „Würdenträger*innen“. What the fucking fuck?

Dagegen halten heute wir, die FAU Hamburg, die junge BAU mit dem Motto „Eure Mall, unser Grab.“ und weitere Anwohner*innen und Netzwerke, die dem Aufruf gefolgt sind, wie demorave und die Linke.

Lohnraub und mangelnde Sicherheit sind nur zwei von zahlreichen Problemen auf dem Bau. Wir können uns dagegen nur selbst wehren. Auch auf dem Bau müssen wir stärker aufeinander achten. Die Solidarität untereinander ist wichtiger als die Erfüllung des Auftrags. Es wird schwer, sehr schwer. Wir müssen Sprachbarrieren überwinden. Wir müssen mafiöse Strukturen bekämpfen. Wir müssen die arrogante Ignoranz des Senats anprangern. Aber vor allem müssen wir unsere Spaltung überwinden.

Wir müssen erkennen, dass der Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus, das Patriarchat, und rechte Ideologie Schattierungen unseres Kampfes für ein gutes Leben sind.

Wir müssen gemeinsam Profitgier bekämpfen!

Keine Party auf Kosten der toten Arbeiter!

Boykottieren wir Westfields Mall of Death!

Lasst uns solidarischen Widerstand aufbauen!

Es wird schwer, aber wir haben ein Leben zu verlieren und eine Welt zu gewinnen!

Sources

[1] Iancu, E. (2015). Rede von Elvis Iancu am April 2015 vor der Mall of Shame in Berlin. Übersetzung aus dem Rumänischen. In: Lackus, H. & Schell, O. (Hg., 2020) Mall of Shame. Kampf um Würde und Lohn. Rückblicke, Hintergründe und Ausblicke. Berlin: Die Buchmacherei.

[2] FAU Berlin (2020). Chronologie der Ereignisse. Juli 2014 – Oktober 2019. In: Lackus, H. & Schell, O. (Hg., 2020) Mall of Shame. Kampf um Würde und Lohn. Rückblicke, Hintergründe und Ausblicke. Berlin: Die Buchmacherei.

[3] https://www.spiegel.de/panorama/hamburg-tote-albanische-schwarzarbeiter-in-der-hafen-city-das-kurze-leben-des-alfred-visha-a-e5d46265-bd7b-4bce-83cf-e69939126d8d

[4] https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Unfall-auf-Baustelle-in-Hamburg-Viertes-Todesopfer-geborgen,arbeitsunfall168.html

Bericht zur Kundgebung & Demo am 08.März

Die schlechten Bedingungen für sanitäre Einrichtungen und der Mangel an Menstruationsprodukten stellen Fabrikarbeiterinnen weltweit vor große Probleme. Die Federation of General Workers Myanmar (FGWM) hat zusammen mit der Arbeitsgruppe Asien des Internationalen Gewerkschaftsbundes (ICL) einen internationalen Aufruf gestartet, um am 8. März den feministischen Kampftag zu begehen und auf Veränderungen in den Fabriken zu drängen.

Am 8. März werden die Fabrikarbeiterinnen versuchen, die Geschäftsführung und die Eigentümer über ihre Forderungen zu informieren. Alle Genossinnen und Genossen weltweit können dazu beitragen, den Druck zu erhöhen, indem sie sich an die beteiligten Einzelhändler und Marken wenden und zum Beispiel die von den Fabrikgewerkschaften vor Ort aufgestellten Forderungen an die Geschäftsleitung weitergeben.

Dem Aufruf sind Genoss*innen der FAU aus verschiedenen deutschen Städten gefolgt. Unter anderem in Berlin, Dortmund, Freiburg, Göttingen, Kassel, Lübeck, Magdeburg, Rostock und Hamburg.

Kundgebung & Demo in Hamburg
Am 8. März nahmen etwa 20 Personen an einer Mini-Kundgebung in der Hamburger Innenstadt teil. Ziel der Kundgebung war es, verschiedene Geschäfte, nämlich H&M, New Yorker, ZARA und RESERVED mit den Forderungen der FGWM zu konfrontieren.

Briefe mit den Forderungen wurden auch an die Geschäftsleitungen von Hunkemöller, ONLY und Vero Moda im Einkaufszentrum Europa Passage übergeben. An jeder Station wurden Reden gehalten. Viele Flugblätter, die über den Kampf und das damit verbundene Crowdfunding informierten, wurden an Kund*innen und Passant*innen verteilt.

Alle, außer H&M, nahmen den Brief entgegen und bestätigten, ihn an ihre Zentrale weiterzuleiten. Da die H&M Deutschland-Zentrale in Hamburg sitzt, besuchten wir sie am 14. März erneut. Es gelang uns, ihnen einen Brief mit dem Forderungskatalog sowie Bilder von den Kundgebungen vor H&M-Filialen in anderen Städten zu übergeben.

Nach der erfolgreichen Kundgebung, die von Genoss*innen der FAU Hamburg und der IWW Hamburg organisiert wurde, schlossen sich einige von ihnen noch der Hauptkundgebung der 8M mit tausenden von Menschen an. Bei dieser Gelegenheit wurde auch das FGWM-Solidaritätsbanner gezeigt.

Außerdem wurde die unten stehende Rede – gehalten von Genossinnen und Genossen in Freiburg und Hamburg – zu Beginn der Großkundgebung vor einigen tausend Menschen gespielt: