Stop Killing Workers!

Aufruf zur Gedenkkundgebung am 30.10.2026

17 Uhr Fährstraße 42-44 Wilhelmsburg

20 Uhr U4 Überseequartier am Grasbrookpark

Das Subunternehmer-System bringt Verderben und Tod!

Jetzt verschwinden die Körper der Toten auch noch. Anfang Juni 2026 starb Ahmed D. bei Abbrucharbeiten auf einer Baustelle in Wilhelmsburg. Er war aus Ägypten nach Deutschland gekommen und arbeitete für ein Subunternehmen. Um den Unfalltod zu vertuschen wurde sein Körper in einen Wald in Rissen verschleppt.

In Erinnerung an ihn halten wir am 30.10.26 eine Kundgebung vor der Baustelle ab. Als Ausdruck unserer Verachtung wie Baustellen und andere Produktionszweige organisiert sind, versammeln wir uns erst in Wilhelmsburg und fahren danach zum U-Bahnhof Überseequartier.

Hier starben am 30.10.2023 5 albanische Kollegen bei einem Unfall auf der Westfield-Baustelle. Die zweite Kundgebung dort in der Nähe der Luxus-Mall wird an sie und einen weiteren gestorbenen rumänischen Bauarbeiter erinnern.

Die Subunternehmerketten sind tödlich, weil das Risiko von großen Generalunternehmen ausgelagert wird an kleinere Firmen, die einem viel größeren Konkurrenzdruck ausgesetzt sind. Die Löhne sind hier niedriger, die Arbeitsbedingungen oft katastrophal. Gerade migrantische Arbeiter*innen zahlen hierfür mit schlechterem Lohn, ihrer Gesundheit oder mit ihrem Leben.

  • Sichere Arbeitsbedingungen auf dem Bau für alle!
  • Streiks bei schweren Unfällen!
  • Mehr Lohn, weniger Arbeitshetze!
  • Schluss mit den Subunternehmerketten!
  • Kontrolle von Firmen statt Illegalisierung von Arbeiter*innen!
  • Keine weiteren Toten!
  • Offene Grenzen anstelle von Abschiebung und Abschottung!

Bestätigte beteiligte Gruppen:

  • Sektion Bau und Handwerk der FAU Hamburg (Bau FAU)
  • Wilhelmsburg Solidarisch
Weiterlesen

Heraus zum 1.Mai!

Heute, am 1. Mai, war die FAU Hamburg zusammem mit knapp 10.000 Menschen bei bestem Wetter auf der Straße. 

Bei der Wer hat, der gibt Demo und der Schwarz-roten 1. Mai Demo wurden Konzepte von Umverteilung und einem Ende des Kapitalismus kommuniziert und lautstark eingefordert. 

Wir sind hier explizit dem Aufruf von GlobalMayDay gefolgt und haben uns mit der neu gegründeten Teearbeiter*innen Gewerkschaft Tea Workers Trade Union Center (TWTUC) in Bangladesch solidarisiert. Mehr über ihre Forderungen findet ihr hier: https://globalmayday.net/2026/04/26/tea-workers-gmd26/ 

Außerdem waren wir mit einer Fahne des von Anarchist*innen unterstützten, besetzten indonisischen Viertels Dago Elos vertreten. Was dort passiert könnt ihr auf Insta erfahren: https://www.instagram.com/dagomelawan 

Nicht zuletzt waren wir natürlich auch in eigener Sache unterwegs und sind viele unserer druckfrischen Flyer losgeworden. 

Danke an alle, die dabei waren oder im Hintergrund unterstützt haben!

Wiedereinstellung entlassener Gewerkschafter! – Solidaritätsaktion vor NH Hotels

Anfang Februar hatten wir bereits darüber berichtet wie NH Hotels 2 Genoss*innen aus Barcelona entlassen hatten, nachdem diese sich im Betrieb um bessere Arbeitsbedingungen bemüht hatten. Am Samstag 14. März haben wir nun in 3 Filialen der NH Hotels hier in Hamburg mit den Mitarbeiter*innen vor Ort gesprochen und haben ihnen davon erzählt wie ihre Kolleg*innen in Spanien behandelt werden. Die Mitarbeiter*innen zeigten sich betroffen davon und drückten ihre Solidarität aus. Wir wollten auch mit ihren Chef*innen sprechen, doch während die Mitarbeitenden auch am Samstag und Sonntag ackern müssen, sind die Bosse am Wochenende anscheinend nie da… Einen haben wir dann noch am Telefon erwischt. Er hat uns zwar kurz zugehört, wollte dann aber nicht, dass wir mit unseren Flyer die Gäste des Hotels über die Misstände in Barcelona informieren.

Wir schicken solidarische Grüße an unsere kämpferischen Genoss*innen in Spanien!

PM: Landarbeits-Gewerkschaft: Kein Spargel für die CDU!

Wir möchten an dieser Stelle eine Pressemitteilung1 der FAU Branchensektion Initiave Grüne Werke (IGG) teilen. Die IGG setzt sich für die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen in den Bereichen Landwirtschaft, Gartenbau, GaLa-Bau, Forst und Umweltberufe ein. In diesen Branchen kämpfen sie u.a. für Arbeits- und Gesundheitsschutz, wollen zusammen füreinander einstehen und sich gemeinsam für die Belange, Forderungen und Kämpfe jeder einzelnen Person einsetzen.

Weiterlesen

Wiedereinstellung entlassener Gewerkschafter! – Arbeitskonflikt CNT Spanien vs. NH Hotels

Mehr als ein Jahr nach der Entlassung zweier Mitglieder der Betriebsgruppe der CNT Spanien in NH Hotels Barcelona, darunter auch der Gewerkschaftsvertreter, bleibt die Betriebsgruppe im Unternehmen aktiv und hat Erfolge erzielt, wie die Installation einer Klimaanlage in der Küche eines Hotels oder auch dass mehrere befristete Arbeitsverträge in unbefristete umgewandelt wurden.

Jetzt naht die Gerichtsverhandlung über die Wiedereinstellung der entlassenen Kolleg:innen. Trotz der Drohung des Unternehmens, die Gewerkschaft könne ihre Aktionen nicht ein Jahr lang, bis zum Prozessbeginn, aufrechterhalten, wurden diese nicht nur beibehalten, sondern ausgeweitet – auch dank der Unterstützung vieler Syndikate der CNT Spanien und mehrerer IKA-Gewerkschaften (IKA= International Confederation of Labor, unsere internationale Föderation). Vor dem Gerichtstermin am 25. März 2026 ruft die CNT Spanien zu internationaler Solidarität auf, um den Druck auf NH Hotels zu erhöhen.

Weiterlesen

Arbeitsrecht & Arbeitskampf

Gestern haben wir uns intern weitergebildet über die Feinheiten des Arbeitsrechts und die verschiedenen Formen des Arbeitskampfs. Wir haben darüber diskutiert, wie wir am besten für unsere Rechte am Arbeitsplatz einstehen und wie wir uns neue Rechte erkämpfen!

Hast du Stress auf Arbeit? Gemeinsam können wir was daran ändern! Komm zu unserer offenen Beratung jeden zweiten Dienstag im Monat um 19:00 in der Fettstraße 23 oder schreibe uns eine Email an: fauhh-arbeitsrecht@fau.org

Einblicke in die strukturellen Arbeitsbedingungen von migrantischen Beschäftigten in der Baubranche

„Fabiu ist ein sperriger Typ mit kratziger Stimme und herausforderndem Blick. Er arbeitet als Maurer, lebt seit fast zehn Jahren in Deutschland. „Sklaverei“ ist das erste Wort, das ihm einfällt, spricht man ihn auf seine Arbeit hier an. „Scheiße“ das Zweite.“, (1, Absatz 5)

„Ich habe eine Frage: Wird diesen Dingen nicht ihr Lauf gelassen, weil Deutschland Arbeitskräfte braucht, die wenig oder gar nicht bezahlt werden? Und dann frage ich mich, ob das nicht eine maskierte und kontrollierte Sklaverei ist.“ Elvis Iancu, April 2015, Mall of Shame (2, S.27)

Einleitung

Der Anteil der Helfer*innen auf dem Bau ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Das passiert nicht, weil die Arbeit auf dem Bau so viel leichter oder automatisierter geworden ist und zu großen Teilen aus Helfertätigkeiten besteht (3)1. Nein, Facharbeiter*innen werden als Helfer*innen deklariert, um ihren Lohn zu drücken. Diese Praxis wird vor allem von Subunternehmen für migrantische Arbeitskräfte2 angewendet, die sich häufig schlechter im deutschen Rechtssystem orientieren können und teilweise keinen gesicherten Aufenthaltsstatus haben. Dadurch sind sie der Ausbeutung noch stärker ausgeliefert.

Weiterlesen

Streik bei Jeremias in Gniezno gewonnen!

Knapp sechs Wochen lang hat die Geschäftsführung den Kolleg*Innen im Jeremias Werk in Giezno Verhandlungen verweigert. Während am Firmensitz in Wassertrüdingen mit einem Familienfest eitel Sonnenschein vorgegeben wird, hat das Unternehmen sich nicht geschämt, Gefangene zum Streikbruch einzusetzen, eine amerikanische Anwaltskanzlei engagiert, die für ihre gewerkschaftsfeindlichen Praktiken bekannt ist, Gewerkschaftsmitglieder und Sozialinspektoren entlassen und die Forderungen der Gewerkschaft sowie den Streik für illegal erklärt. Sie ignorierte die dortigen Gerichtsentscheidungen, Arbeitsinspektionen und die Gutachten des polnischen Arbeitsministeriums.

Weiterlesen

Crowdfunding: Verteilung in den Fabriken gestartet!

In den vergangenen Monaten konnten wir 20.000 Euro sammeln, wobei ein großer Teil dieser Summe von der Internationalen Konföderation der Arbeiter*innen (ICL-CIT) übernommen wurde. Für 10.000 Euro hat die FGWM bereits Binden bestellt und mit der Verteilung begonnen: jeweils 5 Packungen gehen an insgesamt 5.000 Arbeiterinnen. Es war die FGWM, die mit dieser Idee an uns herangetreten ist und die FAU/ICL gebeten hat, ihre Aktion zu unterstützen.

Weiterlesen