Heraus zum 1.Mai!

Heute, am 1. Mai, war die FAU Hamburg zusammem mit knapp 10.000 Menschen bei bestem Wetter auf der Straße. 

Bei der Wer hat, der gibt Demo und der Schwarz-roten 1. Mai Demo wurden Konzepte von Umverteilung und einem Ende des Kapitalismus kommuniziert und lautstark eingefordert. 

Wir sind hier explizit dem Aufruf von GlobalMayDay gefolgt und haben uns mit der neu gegründeten Teearbeiter*innen Gewerkschaft Tea Workers Trade Union Center (TWTUC) in Bangladesch solidarisiert. Mehr über ihre Forderungen findet ihr hier: https://globalmayday.net/2026/04/26/tea-workers-gmd26/ 

Außerdem waren wir mit einer Fahne des von Anarchist*innen unterstützten, besetzten indonisischen Viertels Dago Elos vertreten. Was dort passiert könnt ihr auf Insta erfahren: https://www.instagram.com/dagomelawan 

Nicht zuletzt waren wir natürlich auch in eigener Sache unterwegs und sind viele unserer druckfrischen Flyer losgeworden. 

Danke an alle, die dabei waren oder im Hintergrund unterstützt haben!

Wiedereinstellung entlassener Gewerkschafter! – Solidaritätsaktion vor NH Hotels

Anfang Februar hatten wir bereits darüber berichtet wie NH Hotels 2 Genoss*innen aus Barcelona entlassen hatten, nachdem diese sich im Betrieb um bessere Arbeitsbedingungen bemüht hatten. Am Samstag 14. März haben wir nun in 3 Filialen der NH Hotels hier in Hamburg mit den Mitarbeiter*innen vor Ort gesprochen und haben ihnen davon erzählt wie ihre Kolleg*innen in Spanien behandelt werden. Die Mitarbeiter*innen zeigten sich betroffen davon und drückten ihre Solidarität aus. Wir wollten auch mit ihren Chef*innen sprechen, doch während die Mitarbeitenden auch am Samstag und Sonntag ackern müssen, sind die Bosse am Wochenende anscheinend nie da… Einen haben wir dann noch am Telefon erwischt. Er hat uns zwar kurz zugehört, wollte dann aber nicht, dass wir mit unseren Flyer die Gäste des Hotels über die Misstände in Barcelona informieren.

Wir schicken solidarische Grüße an unsere kämpferischen Genoss*innen in Spanien!

PM: Landarbeits-Gewerkschaft: Kein Spargel für die CDU!

Wir möchten an dieser Stelle eine Pressemitteilung1 der FAU Branchensektion Initiave Grüne Werke (IGG) teilen. Die IGG setzt sich für die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen in den Bereichen Landwirtschaft, Gartenbau, GaLa-Bau, Forst und Umweltberufe ein. In diesen Branchen kämpfen sie u.a. für Arbeits- und Gesundheitsschutz, wollen zusammen füreinander einstehen und sich gemeinsam für die Belange, Forderungen und Kämpfe jeder einzelnen Person einsetzen.

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Wiedereinstellung entlassener Gewerkschafter! – Arbeitskonflikt CNT Spanien vs. NH Hotels

Mehr als ein Jahr nach der Entlassung zweier Mitglieder der Betriebsgruppe der CNT Spanien in NH Hotels Barcelona, darunter auch der Gewerkschaftsvertreter, bleibt die Betriebsgruppe im Unternehmen aktiv und hat Erfolge erzielt, wie die Installation einer Klimaanlage in der Küche eines Hotels oder auch dass mehrere befristete Arbeitsverträge in unbefristete umgewandelt wurden.

Jetzt naht die Gerichtsverhandlung über die Wiedereinstellung der entlassenen Kolleg:innen. Trotz der Drohung des Unternehmens, die Gewerkschaft könne ihre Aktionen nicht ein Jahr lang, bis zum Prozessbeginn, aufrechterhalten, wurden diese nicht nur beibehalten, sondern ausgeweitet – auch dank der Unterstützung vieler Syndikate der CNT Spanien und mehrerer IKA-Gewerkschaften (IKA= International Confederation of Labor, unsere internationale Föderation). Vor dem Gerichtstermin am 25. März 2026 ruft die CNT Spanien zu internationaler Solidarität auf, um den Druck auf NH Hotels zu erhöhen.

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Arbeitsrecht & Arbeitskampf

Gestern haben wir uns intern weitergebildet über die Feinheiten des Arbeitsrechts und die verschiedenen Formen des Arbeitskampfs. Wir haben darüber diskutiert, wie wir am besten für unsere Rechte am Arbeitsplatz einstehen und wie wir uns neue Rechte erkämpfen!

Hast du Stress auf Arbeit? Gemeinsam können wir was daran ändern! Komm zu unserer offenen Beratung jeden zweiten Dienstag im Monat um 19:00 in der Fettstraße 23 oder schreibe uns eine Email an: fauhh-arbeitsrecht@fau.org

Einblicke in die strukturellen Arbeitsbedingungen von migrantischen Beschäftigten in der Baubranche

„Fabiu ist ein sperriger Typ mit kratziger Stimme und herausforderndem Blick. Er arbeitet als Maurer, lebt seit fast zehn Jahren in Deutschland. „Sklaverei“ ist das erste Wort, das ihm einfällt, spricht man ihn auf seine Arbeit hier an. „Scheiße“ das Zweite.“, (1, Absatz 5)

„Ich habe eine Frage: Wird diesen Dingen nicht ihr Lauf gelassen, weil Deutschland Arbeitskräfte braucht, die wenig oder gar nicht bezahlt werden? Und dann frage ich mich, ob das nicht eine maskierte und kontrollierte Sklaverei ist.“ Elvis Iancu, April 2015, Mall of Shame (2, S.27)

Einleitung

Der Anteil der Helfer*innen auf dem Bau ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Das passiert nicht, weil die Arbeit auf dem Bau so viel leichter oder automatisierter geworden ist und zu großen Teilen aus Helfertätigkeiten besteht (3)1. Nein, Facharbeiter*innen werden als Helfer*innen deklariert, um ihren Lohn zu drücken. Diese Praxis wird vor allem von Subunternehmen für migrantische Arbeitskräfte2 angewendet, die sich häufig schlechter im deutschen Rechtssystem orientieren können und teilweise keinen gesicherten Aufenthaltsstatus haben. Dadurch sind sie der Ausbeutung noch stärker ausgeliefert.

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Streik bei Jeremias in Gniezno gewonnen!

Knapp sechs Wochen lang hat die Geschäftsführung den Kolleg*Innen im Jeremias Werk in Giezno Verhandlungen verweigert. Während am Firmensitz in Wassertrüdingen mit einem Familienfest eitel Sonnenschein vorgegeben wird, hat das Unternehmen sich nicht geschämt, Gefangene zum Streikbruch einzusetzen, eine amerikanische Anwaltskanzlei engagiert, die für ihre gewerkschaftsfeindlichen Praktiken bekannt ist, Gewerkschaftsmitglieder und Sozialinspektoren entlassen und die Forderungen der Gewerkschaft sowie den Streik für illegal erklärt. Sie ignorierte die dortigen Gerichtsentscheidungen, Arbeitsinspektionen und die Gutachten des polnischen Arbeitsministeriums.

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Crowdfunding: Verteilung in den Fabriken gestartet!

In den vergangenen Monaten konnten wir 20.000 Euro sammeln, wobei ein großer Teil dieser Summe von der Internationalen Konföderation der Arbeiter*innen (ICL-CIT) übernommen wurde. Für 10.000 Euro hat die FGWM bereits Binden bestellt und mit der Verteilung begonnen: jeweils 5 Packungen gehen an insgesamt 5.000 Arbeiterinnen. Es war die FGWM, die mit dieser Idee an uns herangetreten ist und die FAU/ICL gebeten hat, ihre Aktion zu unterstützen.

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Solidarität mit dem Streik bei Jeremias in Polen!

Solidarität mit dem Streik der polnischen Kolleg* innen unserer Schwestergewerkschaft Inicjatywa Pracownicza (IP) in der Firma Jeremias in Gniezno! Seit dem 3. Juni streiken 80% der Produktionsarbeiter*innen in dem 300 Beschäftigten zählenden Werk. Sie kämpfen für 180 Euro monatliche Lohnerhöhung, längere bezahlte Pausen und dass die Überstunden nach einem Monat ausbezahlt werden, nicht erst nach einem Jahr.

Die deutsche Muttergesellschaft Jeremias Abgastechnik GmbH mit Sitz in Wassertrüdingen, Bayern hat ihren Umsatz zwischen 2015 und 2023 von 64 auf 210 Millionen Euro mehr als verdreifacht. Der fünfköpfige Vorstand der polnischen Tochterfirma zahlte sich selbst in 2024 über 1,8 Millionen Złoty (eine knappe halbe Million in Euro) aus. Gleichzeitig sollen die polnischen Arbeiter*innen mit Löhnen unter Branchendurchschnitt die Gewinne erwirtschaften. Das Unternehmen kassiert sogar staatliche Beihilfen für Gefangenenarbeit.

Der Arbeitskonflikt dauert bereits über acht Monate und mündete am 3.6. nach erfolgreicher Urabstimmung in den jetzigen Streik. Die Geschäftsführung hat zwei Gewerkschafter der IP entlassen und versucht die Streikenden in einem Lagerhaus ohne Wasserzugang zu isolieren. Sie droht mit Produktionsverlagerung und hat die US-Anwaltskanzlei Littler beauftragt, die Rechtmäßigkeit des Streiks anzufechten.

Die Kolleg_innen arbeiten unter schwierigen und gefährlichen Bedingungen mit schweren Metallteilen und schädlichen Chemikalien. Die schlechten Arbeitsbedingungen in Polen drücken auch die Standards in Deutschland. Deshalb rufen wir als FAU und IP besonders die deutschen Kolleg*innen im Stammwerk Wassertrüdingen auf: Lasst euch nicht als Streikbrecher missbrauchen! Der Streik in Gniezno ist auch im Interesse der Beschäftigten in Wassertrüdingen.

Unterstützt den Streik:

Solidarity Forever! Solidarność na zawsze!
FAU Hamburg