Kontokündigungen gegen linke Organisationen: Angriff auf die Zivilgesellschaft

Auslöser für die Kündigung der Konten der linken Solidaritätsorganisation Rote Hilfe durch die GLS Bank und die Sparkasse Göttingen Mitte Dezember dürfte politischer Druck aus den USA gewesen sein. Hintergrund ist, dass die US-Regierung die Gruppe, die in Medien auch als „Antifa Ost“ bezeichnet wird, als Terrororganisation eingestuft und auf eine Sanktionsliste gesetzt hat. Die Rote Hilfe zeigt sich solidarisch mit Antifaschist*innen, die im Zusammenhang mit der sogenannten „Antifa Ost“ verfolgt und inhaftiert sind. Offenbar sahen die Banken darin ein Risiko und entschieden sich deshalb, die Geschäftsbeziehungen zu beenden, um mögliche Sanktionen aus den USA gegen sich selbst zu vermeiden.

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Solidaritätserklärung zum Bildungsstreik gegen Wehrdienst

Gegenwärtig erleben wir in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens einen Rechtsruck und damit verbunden eine Rolle rückwärts in die vermeintlich „gute alte Zeit“. Dies beginnt bei der Migrations- und Asylpolitik, rechten Debatten um „Stadtbilder“ und Zugehörigkeit, Genderthemen, der Debatte um Abtreibung und der Frage wie eine Familie aussehen soll und findet ihren vorläufigen Höhepunkt nun in der neuen Debatte um Wehrpflicht.

Aktuell spricht die Regierung zwar „nur“ von der Bedarfswehrspflicht für den Fall, dass sich nicht genügend (vor allem männlich gelesenen) Soldat/*_Innen freiwillig melden, aber auch diese zieht bereits einiges an Konsequenzen nach sich.

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Winterflohmarkt

Die Schwarze Katze lädt ein!

In einer Zeit, in der Zusammenhalt und Solidarität wichtiger denn je ist, wollen wir uns mit heißen Getränken, Kakao, Keksen und veganen Waffeln stärken und uns gegenseitig unterstützen. Hier gibt es keine Profitinteressen, sondern Raum für gemeinsames Handeln und Denken.

Kommt vorbei, solange ihr wollt und lasst uns gemeinsam den Winter und die gesellschaftlichen Kälte überwinden. Alles auf Spendenbasis.

Zusammenhalten ist unsere Stärke – wir freuen uns auf euch!

Dritte Verteilaktion und Abschluss unseres Crowdfunding-Projekts in Myanmar

In den vergangenen Monaten konnten wir 20.000 Euro sammeln, wobei ein großer Teil dieser Summe von der Internationalen Konföderation der Arbeiter*innen (ICL-CIT) übernommen wurde.

Diese Aktion ist Teil einer umfassenderen Kampagne um bessere Sanitäranlagen, kostenlose Menstruationsprodukte in den Fabriken und das Recht, sich während der Periode bezahlt krankzumelden. Dabei werden Fabrikbesitzer und Kleidungsmarken gezielt konfrontiert, wobei wir auch schon erste Erfolge erzielt haben.

So konnten wir gemeinsam mit der FGWM in der Hang Kei Fabrik genug Druck auf das Fabrikmanagement und Hunkemöller aufbauen, um den Arbeiterinnen kostenlose Menstruationsprodukte zur Verfügung zu stellen.

Mehr zum Projekt finder ihr auch unter: fgwm-solidarity.org

Einblicke in die strukturellen Arbeitsbedingungen von migrantischen Beschäftigten in der Baubranche

„Fabiu ist ein sperriger Typ mit kratziger Stimme und herausforderndem Blick. Er arbeitet als Maurer, lebt seit fast zehn Jahren in Deutschland. „Sklaverei“ ist das erste Wort, das ihm einfällt, spricht man ihn auf seine Arbeit hier an. „Scheiße“ das Zweite.“, (1, Absatz 5)

„Ich habe eine Frage: Wird diesen Dingen nicht ihr Lauf gelassen, weil Deutschland Arbeitskräfte braucht, die wenig oder gar nicht bezahlt werden? Und dann frage ich mich, ob das nicht eine maskierte und kontrollierte Sklaverei ist.“ Elvis Iancu, April 2015, Mall of Shame (2, S.27)

Einleitung

Der Anteil der Helfer*innen auf dem Bau ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Das passiert nicht, weil die Arbeit auf dem Bau so viel leichter oder automatisierter geworden ist und zu großen Teilen aus Helfertätigkeiten besteht (3)1. Nein, Facharbeiter*innen werden als Helfer*innen deklariert, um ihren Lohn zu drücken. Diese Praxis wird vor allem von Subunternehmen für migrantische Arbeitskräfte2 angewendet, die sich häufig schlechter im deutschen Rechtssystem orientieren können und teilweise keinen gesicherten Aufenthaltsstatus haben. Dadurch sind sie der Ausbeutung noch stärker ausgeliefert.

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Welle der Rebellion in Indonesien – Schafft das Parlament ab!(Statement von Perhimpunan Merdeka)

Wir teilen hier einen Beitrag der Arbeitsgruppe Asien der ICL. Die ICL ist eine Internationale Gewerkschaftsföderation in der auch die FAU organisiert ist. Der folgende Inhalt wurde in mehreren Sprachen auch auf globalmayday.net veröffentlicht. Als Reaktion auf die jüngste Welle militanter Proteste in ganz Indonesien veröffentlichte die anarchistische Organisation Perhimpunan Merdeka (auf Engl.: Freedom Association) die folgende Erklärung.

Wer mehr über die aktuellen politischen Entwicklungen in Indonesien erfahren möchten, kann sich diese gut gemachte Einführung zu dem Thema von Warfronts ansehen.

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Crowdfunding: Verteilung in den Fabriken gestartet!

In den vergangenen Monaten konnten wir 20.000 Euro sammeln, wobei ein großer Teil dieser Summe von der Internationalen Konföderation der Arbeiter*innen (ICL-CIT) übernommen wurde. Für 10.000 Euro hat die FGWM bereits Binden bestellt und mit der Verteilung begonnen: jeweils 5 Packungen gehen an insgesamt 5.000 Arbeiterinnen. Es war die FGWM, die mit dieser Idee an uns herangetreten ist und die FAU/ICL gebeten hat, ihre Aktion zu unterstützen.

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Neugründung FAU Bremen

Die FAU Bremen ist seit dem 12. Juli 2025 als Stadtsektion der FAU Hannover aktiv und setzt sich für die Interessen von Arbeitenden in Bremen und Umgebung ein. Als unabhängige Basisgewerkschaft verfolgen sie eine solidarische und direkte Arbeitsweise. Sie sind Teil der bundesweiten Gewerkschaftsföderation FAU und kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen, mehr Mitbestimmung und gegen Ausbeutung.

Wenn du Lust hast, dich zu organisieren und aktiv zu werden, melde dich gerne bei ihnen unter fauhb-kontakt@fau.org.
Tretet bei, bringt euch ein und gestaltet die Veränderung mit!

Streik bei Chiquita – Bericht aus Panama


In Panama streiken seit über zwei Monaten verschiedene Gewerkschaften und Arbeiter*innen von Chiquita gegen eine geplante Rentenreform. Tausende Mitarbeiter*innen wurden daraufhin vom Konzern entlassen.

Die Regierung Panamas hat in der betroffenen Provinz Bocas del Toro wegen der anhaltenden Proteste der Arbeiter*innen den Ausnahmezustand verhängt, was empfindliche Einschränkungen der Versammlungs- und Bewegungsfreiheit zur Folge hat.

Hinrich Schultze wird das Land vorstellen und von den aktuellen Kämpfen am 25.07.25 einen Vortrag in der schwarzen Katze berichten.

Der Vortrag beginnt um 20:00 Uhr

Einlass ist ab 19:00 Uhr, es wird eine Küfa geben.

Eure FAU Hamburg

Solidarität mit Jeremias – FAU Hamburg unterstützt Kolleg*innen in Gniezno, Polen bei ihrem Streik

Die FAU Hamburg und die FAU Lübeck sind solidarisch mit dem Streik der polnischen Kolleg*innen unserer Schwestergewerkschaft Inicjatywa Pracownicza (IP) in der Firma Jeremias in Gniezno! Seit dem 3. Juni streiken 80% der Produktionsarbeiter*innen in dem 300 Beschäftigten zählenden Werk. Sie kämpfen für 180 Euro monatliche Lohnerhöhung, längere bezahlte Pausen und dass die Überstunden nach einem Monat ausbezahlt werden, nicht erst nach einem Jahr.

Wir sehen es als unsere Aufgabe, über den Streik und die schlimmen Arbeitsbedingungen zu informieren und eine Gegenöffentlichket über die deutsche Muttergesellschaft Jeremias Abgastechnik GmbH mit Sitz in Wassertrüdingen, Bayern, zu schaffen. Die Jeremias-Geschäftsführer Stefan Engelhardt, Wolfgang Geiser und Christoph Wißmüller müssen den Forderungen der streikenden Arbeiter*innen in Gniezno umgehend zustimmen, die zwei entlassenen Mitglieder der IP wieder einstellen und die US-Anwaltskanzlei Littler zurückpfeifen.

Wir teilen die Forderungen unserer polnischen Kolleg*innen in Gänze und rufen alle Syndikate und Sektionen der FAU auf, sich anzuschließen.

Als Zeichen unserer Solidarität werden wir 500 Euro in den Streikfonds der Kolleg*innen einzahlen.

Haltet durch, wir stehen solidarisch an Eurer Seite! Solidarność na zawsze!

FAU Hamburg und FAU Lübeck

Solidarity and support for our Polish colleagues and their strike

The FAU Hamburg and the FAU Lübeck are in solidarity with the strike of the Polish colleagues of our sister union Inicjatywa Pracownicza (IP) at the Jeremias company in Gniezno! Since June 3, 80% of the production workers at the plant, which employs 300 people, have been on strike. They are fighting for a 180 euro monthly wage increase, longer paid breaks and for overtime to be paid out after one month, not after one year.

We see it as our task to inform about the strike and the terrible working conditions and to create a counter-publicity about the German parent company Jeremias Abgastechnik GmbH, based in Wassertrüdingen, Bavaria. The Jeremias managing directors Stefan Engelhardt, Wolfgang Geiser and Christoph Wißmüller must immediately agree to the demands of the striking workers in Gniezno, reinstate the two dismissed members of the IP and call off the US law firm Littler.

We fully share the demands of our Polish colleagues and call on all syndicates and sections of the FAU to join in solidarity.

As a sign of our solidarity, we will pay 500 euros into the colleagues‘ strike fund.

Hang in there, we stand by your side in solidarity! Solidarność na zawsze!

FAU Hamburg and FAU Lübeck

Solidaridad y apoyo a nuestros compañeros polacos y a su huelga

¡La FAU de Hamburgo y la FAU de Lübeck se solidarizan con la huelga de los compañeros polacos de nuestro sindicato hermano Inicjatywa Pracownicza (IP) en la empresa Jeremias de Gniezno! Desde el 3 de junio, el 80% de los trabajadores de producción de la planta, que emplea a 300 personas, están en huelga. Luchan por un aumento salarial mensual de 180 euros, pausas pagadas más largas y que las horas extraordinarias se paguen al cabo de un mes, no de un año.

Consideramos que nuestra tarea es informar sobre la huelga y las terribles condiciones de trabajo y crear una contrapublicidad sobre la empresa matriz alemana Jeremias Abgastechnik GmbH, con sede en Wassertrüdingen (Baviera). Los directores generales de Jeremias, Stefan Engelhardt, Wolfgang Geiser y Christoph Wißmüller, deben acceder inmediatamente a las demandas de los trabajadores en huelga de Gniezno, readmitir a los dos miembros despedidos del PI y desistir del bufete de abogados estadounidense Littler.

Compartimos plenamente las reivindicaciones de nuestros compañeros polacos y hacemos un llamamiento a todos los sindicatos y secciones de la FAU para que se unan en solidaridad.

Como muestra de nuestra solidaridad, ingresaremos 500 euros en el fondo de huelga de los compañeros

Aguantad, ¡estamos a vuestro lado en solidaridad! ¡Solidarność na zawsze!

FAU Hamburgo y FAU Lübeck

Solidarność i wsparcie dla naszych polskich kolegów i ich strajku

FAU Hamburg i FAU Lubeka solidaryzują się ze strajkiem polskich kolegów z naszego siostrzanego związku Inicjatywa Pracownicza (IP) w firmie Jeremias w Gnieźnie! Od 3 czerwca strajkuje 80% pracowników produkcyjnych w zakładzie zatrudniającym 300 osób. Walczą oni o podwyżkę wynagrodzeń o 180 euro miesięcznie, dłuższe płatne przerwy oraz o to, by nadgodziny były wypłacane po miesiącu, a nie po roku.

Uważamy, że naszym zadaniem jest informowanie o strajku i strasznych warunkach pracy oraz tworzenie kontrreklamy na temat niemieckiej spółki macierzystej Jeremias Abgastechnik GmbH z siedzibą w Wassertrüdingen w Bawarii. Dyrektorzy zarządzający Jeremias, Stefan Engelhardt, Wolfgang Geiser i Christoph Wißmüller, muszą natychmiast zgodzić się na żądania strajkujących pracowników w Gnieźnie, przywrócić do pracy dwóch zwolnionych członków IP i odwołać amerykańską kancelarię prawną Littler.

W pełni podzielamy żądania naszych polskich kolegów i wzywamy wszystkie syndykaty i sekcje FAU do solidarności.

Na znak naszej solidarności wpłacimy 500 euro na fundusz strajkowy kolegów.

Trzymajcie się, stoimy solidarnie po waszej stronie! Solidarność na zawsze!

FAU Hamburg i FAU Lubeka