Kontokündigungen gegen linke Organisationen: Angriff auf die Zivilgesellschaft

Auslöser für die Kündigung der Konten der linken Solidaritätsorganisation Rote Hilfe durch die GLS Bank und die Sparkasse Göttingen Mitte Dezember dürfte politischer Druck aus den USA gewesen sein. Hintergrund ist, dass die US-Regierung die Gruppe, die in Medien auch als „Antifa Ost“ bezeichnet wird, als Terrororganisation eingestuft und auf eine Sanktionsliste gesetzt hat. Die Rote Hilfe zeigt sich solidarisch mit Antifaschist*innen, die im Zusammenhang mit der sogenannten „Antifa Ost“ verfolgt und inhaftiert sind. Offenbar sahen die Banken darin ein Risiko und entschieden sich deshalb, die Geschäftsbeziehungen zu beenden, um mögliche Sanktionen aus den USA gegen sich selbst zu vermeiden.

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Winterflohmarkt

Die Schwarze Katze lädt ein!

In einer Zeit, in der Zusammenhalt und Solidarität wichtiger denn je ist, wollen wir uns mit heißen Getränken, Kakao, Keksen und veganen Waffeln stärken und uns gegenseitig unterstützen. Hier gibt es keine Profitinteressen, sondern Raum für gemeinsames Handeln und Denken.

Kommt vorbei, solange ihr wollt und lasst uns gemeinsam den Winter und die gesellschaftlichen Kälte überwinden. Alles auf Spendenbasis.

Zusammenhalten ist unsere Stärke – wir freuen uns auf euch!

Dritte Verteilaktion und Abschluss unseres Crowdfunding-Projekts in Myanmar

In den vergangenen Monaten konnten wir 20.000 Euro sammeln, wobei ein großer Teil dieser Summe von der Internationalen Konföderation der Arbeiter*innen (ICL-CIT) übernommen wurde.

Diese Aktion ist Teil einer umfassenderen Kampagne um bessere Sanitäranlagen, kostenlose Menstruationsprodukte in den Fabriken und das Recht, sich während der Periode bezahlt krankzumelden. Dabei werden Fabrikbesitzer und Kleidungsmarken gezielt konfrontiert, wobei wir auch schon erste Erfolge erzielt haben.

So konnten wir gemeinsam mit der FGWM in der Hang Kei Fabrik genug Druck auf das Fabrikmanagement und Hunkemöller aufbauen, um den Arbeiterinnen kostenlose Menstruationsprodukte zur Verfügung zu stellen.

Mehr zum Projekt finder ihr auch unter: fgwm-solidarity.org

Einblicke in die strukturellen Arbeitsbedingungen von migrantischen Beschäftigten in der Baubranche

„Fabiu ist ein sperriger Typ mit kratziger Stimme und herausforderndem Blick. Er arbeitet als Maurer, lebt seit fast zehn Jahren in Deutschland. „Sklaverei“ ist das erste Wort, das ihm einfällt, spricht man ihn auf seine Arbeit hier an. „Scheiße“ das Zweite.“, (1, Absatz 5)

„Ich habe eine Frage: Wird diesen Dingen nicht ihr Lauf gelassen, weil Deutschland Arbeitskräfte braucht, die wenig oder gar nicht bezahlt werden? Und dann frage ich mich, ob das nicht eine maskierte und kontrollierte Sklaverei ist.“ Elvis Iancu, April 2015, Mall of Shame (2, S.27)

Einleitung

Der Anteil der Helfer*innen auf dem Bau ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Das passiert nicht, weil die Arbeit auf dem Bau so viel leichter oder automatisierter geworden ist und zu großen Teilen aus Helfertätigkeiten besteht (3)1. Nein, Facharbeiter*innen werden als Helfer*innen deklariert, um ihren Lohn zu drücken. Diese Praxis wird vor allem von Subunternehmen für migrantische Arbeitskräfte2 angewendet, die sich häufig schlechter im deutschen Rechtssystem orientieren können und teilweise keinen gesicherten Aufenthaltsstatus haben. Dadurch sind sie der Ausbeutung noch stärker ausgeliefert.

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Streik bei Jeremias in Gniezno gewonnen!

Knapp sechs Wochen lang hat die Geschäftsführung den Kolleg*Innen im Jeremias Werk in Giezno Verhandlungen verweigert. Während am Firmensitz in Wassertrüdingen mit einem Familienfest eitel Sonnenschein vorgegeben wird, hat das Unternehmen sich nicht geschämt, Gefangene zum Streikbruch einzusetzen, eine amerikanische Anwaltskanzlei engagiert, die für ihre gewerkschaftsfeindlichen Praktiken bekannt ist, Gewerkschaftsmitglieder und Sozialinspektoren entlassen und die Forderungen der Gewerkschaft sowie den Streik für illegal erklärt. Sie ignorierte die dortigen Gerichtsentscheidungen, Arbeitsinspektionen und die Gutachten des polnischen Arbeitsministeriums.

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Crowdfunding: Verteilung in den Fabriken gestartet!

In den vergangenen Monaten konnten wir 20.000 Euro sammeln, wobei ein großer Teil dieser Summe von der Internationalen Konföderation der Arbeiter*innen (ICL-CIT) übernommen wurde. Für 10.000 Euro hat die FGWM bereits Binden bestellt und mit der Verteilung begonnen: jeweils 5 Packungen gehen an insgesamt 5.000 Arbeiterinnen. Es war die FGWM, die mit dieser Idee an uns herangetreten ist und die FAU/ICL gebeten hat, ihre Aktion zu unterstützen.

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Neugründung FAU Bremen

Die FAU Bremen ist seit dem 12. Juli 2025 als Stadtsektion der FAU Hannover aktiv und setzt sich für die Interessen von Arbeitenden in Bremen und Umgebung ein. Als unabhängige Basisgewerkschaft verfolgen sie eine solidarische und direkte Arbeitsweise. Sie sind Teil der bundesweiten Gewerkschaftsföderation FAU und kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen, mehr Mitbestimmung und gegen Ausbeutung.

Wenn du Lust hast, dich zu organisieren und aktiv zu werden, melde dich gerne bei ihnen unter fauhb-kontakt@fau.org.
Tretet bei, bringt euch ein und gestaltet die Veränderung mit!

Streik bei Chiquita – Bericht aus Panama


In Panama streiken seit über zwei Monaten verschiedene Gewerkschaften und Arbeiter*innen von Chiquita gegen eine geplante Rentenreform. Tausende Mitarbeiter*innen wurden daraufhin vom Konzern entlassen.

Die Regierung Panamas hat in der betroffenen Provinz Bocas del Toro wegen der anhaltenden Proteste der Arbeiter*innen den Ausnahmezustand verhängt, was empfindliche Einschränkungen der Versammlungs- und Bewegungsfreiheit zur Folge hat.

Hinrich Schultze wird das Land vorstellen und von den aktuellen Kämpfen am 25.07.25 einen Vortrag in der schwarzen Katze berichten.

Der Vortrag beginnt um 20:00 Uhr

Einlass ist ab 19:00 Uhr, es wird eine Küfa geben.

Eure FAU Hamburg

Solidarität mit dem Streik bei Jeremias in Polen!

Solidarität mit dem Streik der polnischen Kolleg* innen unserer Schwestergewerkschaft Inicjatywa Pracownicza (IP) in der Firma Jeremias in Gniezno! Seit dem 3. Juni streiken 80% der Produktionsarbeiter*innen in dem 300 Beschäftigten zählenden Werk. Sie kämpfen für 180 Euro monatliche Lohnerhöhung, längere bezahlte Pausen und dass die Überstunden nach einem Monat ausbezahlt werden, nicht erst nach einem Jahr.

Die deutsche Muttergesellschaft Jeremias Abgastechnik GmbH mit Sitz in Wassertrüdingen, Bayern hat ihren Umsatz zwischen 2015 und 2023 von 64 auf 210 Millionen Euro mehr als verdreifacht. Der fünfköpfige Vorstand der polnischen Tochterfirma zahlte sich selbst in 2024 über 1,8 Millionen Złoty (eine knappe halbe Million in Euro) aus. Gleichzeitig sollen die polnischen Arbeiter*innen mit Löhnen unter Branchendurchschnitt die Gewinne erwirtschaften. Das Unternehmen kassiert sogar staatliche Beihilfen für Gefangenenarbeit.

Der Arbeitskonflikt dauert bereits über acht Monate und mündete am 3.6. nach erfolgreicher Urabstimmung in den jetzigen Streik. Die Geschäftsführung hat zwei Gewerkschafter der IP entlassen und versucht die Streikenden in einem Lagerhaus ohne Wasserzugang zu isolieren. Sie droht mit Produktionsverlagerung und hat die US-Anwaltskanzlei Littler beauftragt, die Rechtmäßigkeit des Streiks anzufechten.

Die Kolleg_innen arbeiten unter schwierigen und gefährlichen Bedingungen mit schweren Metallteilen und schädlichen Chemikalien. Die schlechten Arbeitsbedingungen in Polen drücken auch die Standards in Deutschland. Deshalb rufen wir als FAU und IP besonders die deutschen Kolleg*innen im Stammwerk Wassertrüdingen auf: Lasst euch nicht als Streikbrecher missbrauchen! Der Streik in Gniezno ist auch im Interesse der Beschäftigten in Wassertrüdingen.

Unterstützt den Streik:

Solidarity Forever! Solidarność na zawsze!
FAU Hamburg