Du bekommst nicht, was dir zusteht? Du wirst auf der Arbeit unfair behandelt?
Gemeinsam können wir daran etwas ändern!
Die FAU bietet eine kostenlose gewerkschaftlichen Erstberatung an.
Die Beratung findet jeden zweiten Dienstag im Monat von 18-19 Uhr in der „Schwarzen Katze“ (Fettstraße 23, 20357 Hamburg) statt. Wir beraten zu jeglichen Problem, die du auf der Arbeit hast. Unser Ansatz ist der der Selbstorganisation. Das heisst, das wir nicht einfach eine Dienstleistung für Geld anbieten sondern uns mit den Lohnabhängigen – also dir – zusammensetzen und schauen was sich unter den konkreten Bedingungen tun lässt, um die Situation zu verbessern und setzen das dann gemeinsam um. Dadurch wollen wir die Lohnabhängigen dazu ermächtigen selber für ihre Belange einzustehen.
Für individuelle Terminabsprachen kontaktiert uns unter fauhh-arbeitsrecht@fau.org oder via Twitter / Facebook.
Mehr als ein Jahr nach der Entlassung zweier Mitglieder der Betriebsgruppe der CNT Spanien in NH Hotels Barcelona, darunter auch der Gewerkschaftsvertreter, bleibt die Betriebsgruppe im Unternehmen aktiv und hat Erfolge erzielt, wie die Installation einer Klimaanlage in der Küche eines Hotels oder auch dass mehrere befristete Arbeitsverträge in unbefristete umgewandelt wurden.
Jetzt naht die Gerichtsverhandlung über die Wiedereinstellung der entlassenen Kolleg:innen. Trotz der Drohung des Unternehmens, die Gewerkschaft könne ihre Aktionen nicht ein Jahr lang, bis zum Prozessbeginn, aufrechterhalten, wurden diese nicht nur beibehalten, sondern ausgeweitet – auch dank der Unterstützung vieler Syndikate der CNT Spanien und mehrerer IKA-Gewerkschaften (IKA= International Confederation of Labor, unsere internationale Föderation). Vor dem Gerichtstermin am 25. März 2026 ruft die CNT Spanien zu internationaler Solidarität auf, um den Druck auf NH Hotels zu erhöhen.
Gestern haben wir uns intern weitergebildet über die Feinheiten des Arbeitsrechts und die verschiedenen Formen des Arbeitskampfs. Wir haben darüber diskutiert, wie wir am besten für unsere Rechte am Arbeitsplatz einstehen und wie wir uns neue Rechte erkämpfen!
Hast du Stress auf Arbeit? Gemeinsam können wir was daran ändern! Komm zu unserer offenen Beratung jeden zweiten Dienstag im Monat um 19:00 in der Fettstraße 23 oder schreibe uns eine Email an: fauhh-arbeitsrecht@fau.org
Knapp sechs Wochen lang hat die Geschäftsführung den Kolleg*Innen im Jeremias Werk in Giezno Verhandlungen verweigert. Während am Firmensitz in Wassertrüdingen mit einem Familienfest eitel Sonnenschein vorgegeben wird, hat das Unternehmen sich nicht geschämt, Gefangene zum Streikbruch einzusetzen, eine amerikanische Anwaltskanzlei engagiert, die für ihre gewerkschaftsfeindlichen Praktiken bekannt ist, Gewerkschaftsmitglieder und Sozialinspektoren entlassen und die Forderungen der Gewerkschaft sowie den Streik für illegal erklärt. Sie ignorierte die dortigen Gerichtsentscheidungen, Arbeitsinspektionen und die Gutachten des polnischen Arbeitsministeriums.
In den vergangenen Monaten konnten wir 20.000 Euro sammeln, wobei ein großer Teil dieser Summe von der Internationalen Konföderation der Arbeiter*innen (ICL-CIT) übernommen wurde. Für 10.000 Euro hat die FGWM bereits Binden bestellt und mit der Verteilung begonnen: jeweils 5 Packungen gehen an insgesamt 5.000 Arbeiterinnen. Es war die FGWM, die mit dieser Idee an uns herangetreten ist und die FAU/ICL gebeten hat, ihre Aktion zu unterstützen.
Solidarität mit dem Streik der polnischen Kolleg* innen unserer Schwestergewerkschaft Inicjatywa Pracownicza (IP) in der Firma Jeremias in Gniezno! Seit dem 3. Juni streiken 80% der Produktionsarbeiter*innen in dem 300 Beschäftigten zählenden Werk. Sie kämpfen für 180 Euro monatliche Lohnerhöhung, längere bezahlte Pausen und dass die Überstunden nach einem Monat ausbezahlt werden, nicht erst nach einem Jahr.
Die deutsche Muttergesellschaft Jeremias Abgastechnik GmbH mit Sitz in Wassertrüdingen, Bayern hat ihren Umsatz zwischen 2015 und 2023 von 64 auf 210 Millionen Euro mehr als verdreifacht. Der fünfköpfige Vorstand der polnischen Tochterfirma zahlte sich selbst in 2024 über 1,8 Millionen Złoty (eine knappe halbe Million in Euro) aus. Gleichzeitig sollen die polnischen Arbeiter*innen mit Löhnen unter Branchendurchschnitt die Gewinne erwirtschaften. Das Unternehmen kassiert sogar staatliche Beihilfen für Gefangenenarbeit.
Der Arbeitskonflikt dauert bereits über acht Monate und mündete am 3.6. nach erfolgreicher Urabstimmung in den jetzigen Streik. Die Geschäftsführung hat zwei Gewerkschafter der IP entlassen und versucht die Streikenden in einem Lagerhaus ohne Wasserzugang zu isolieren. Sie droht mit Produktionsverlagerung und hat die US-Anwaltskanzlei Littler beauftragt, die Rechtmäßigkeit des Streiks anzufechten.
Die Kolleg_innen arbeiten unter schwierigen und gefährlichen Bedingungen mit schweren Metallteilen und schädlichen Chemikalien. Die schlechten Arbeitsbedingungen in Polen drücken auch die Standards in Deutschland. Deshalb rufen wir als FAU und IP besonders die deutschen Kolleg*innen im Stammwerk Wassertrüdingen auf: Lasst euch nicht als Streikbrecher missbrauchen! Der Streik in Gniezno ist auch im Interesse der Beschäftigten in Wassertrüdingen.
Die schlechten Bedingungen für sanitäre Einrichtungen und der Mangel an Menstruationsprodukten stellen Fabrikarbeiterinnen weltweit vor große Probleme. Die Federation of General Workers Myanmar (FGWM) hat zusammen mit der Arbeitsgruppe Asien des Internationalen Gewerkschaftsbundes (ICL) einen internationalen Aufruf gestartet, um am 8. März den feministischen Kampftag zu begehen und auf Veränderungen in den Fabriken zu drängen.
Am 8. März werden die Fabrikarbeiterinnen versuchen, die Geschäftsführung und die Eigentümer über ihre Forderungen zu informieren. Alle Genossinnen und Genossen weltweit können dazu beitragen, den Druck zu erhöhen, indem sie sich an die beteiligten Einzelhändler und Marken wenden und zum Beispiel die von den Fabrikgewerkschaften vor Ort aufgestellten Forderungen an die Geschäftsleitung weitergeben.
Dem Aufruf sind Genoss*innen der FAU aus verschiedenen deutschen Städten gefolgt. Unter anderem in Berlin, Dortmund, Freiburg, Göttingen, Kassel, Lübeck, Magdeburg, Rostock und Hamburg.
Kundgebung & Demo in Hamburg Am 8. März nahmen etwa 20 Personen an einer Mini-Kundgebung in der Hamburger Innenstadt teil. Ziel der Kundgebung war es, verschiedene Geschäfte, nämlich H&M, New Yorker, ZARA und RESERVED mit den Forderungen der FGWM zu konfrontieren.
Briefe mit den Forderungen wurden auch an die Geschäftsleitungen von Hunkemöller, ONLY und Vero Moda im Einkaufszentrum Europa Passage übergeben. An jeder Station wurden Reden gehalten. Viele Flugblätter, die über den Kampf und das damit verbundene Crowdfunding informierten, wurden an Kund*innen und Passant*innen verteilt.
Alle, außer H&M, nahmen den Brief entgegen und bestätigten, ihn an ihre Zentrale weiterzuleiten. Da die H&M Deutschland-Zentrale in Hamburg sitzt, besuchten wir sie am 14. März erneut. Es gelang uns, ihnen einen Brief mit dem Forderungskatalog sowie Bilder von den Kundgebungen vor H&M-Filialen in anderen Städten zu übergeben.
Nach der erfolgreichen Kundgebung, die von Genoss*innen der FAU Hamburg und der IWW Hamburg organisiert wurde, schlossen sich einige von ihnen noch der Hauptkundgebung der 8M mit tausenden von Menschen an. Bei dieser Gelegenheit wurde auch das FGWM-Solidaritätsbanner gezeigt.
Außerdem wurde die unten stehende Rede – gehalten von Genossinnen und Genossen in Freiburg und Hamburg – zu Beginn der Großkundgebung vor einigen tausend Menschen gespielt:
Am 22. März wird die FAU Hamburg an einem Workshop mit dem Titel „Understanding Sex Work: Realities, Histories, and Rights“ in Zusammenarbeit mit dem Community-Kollektiv 706 Hamburger teilnehmen. Ernestine Pastorello, eine leidenschaftliche Aktivistin und Historikerin, wird von ihrer eigenen Arbeit erzählen und über Sexarbeit in Deutschland und speziell in Hamburg berichten.
Der Workshop wird verschiedene Themen behandeln, darunter:
Die Grundlagen der Sexarbeit: Wer macht sie, wo, wann und wie, sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und aktuellen Modelle in Deutschland.
Historischer Hintergrund der Sexarbeit in Deutschland, einschließlich der Erfahrungen von Sexarbeiter*innen während der Covid-19-Pandemie.
Kurze Überlegungen zur Kommerzialisierung von Sex: Ist sie gut oder schlecht?
Spezifische Details zur Sexarbeit in Hamburg.
Der Zusammenhang zwischen Sexarbeit und Migration.
Die aktuelle Landschaft: Wie sieht das Leben von Sexarbeiter*innen in Deutschland heute aus? Was sind ihre Sorgen, Träume und gemeinsamen Anstrengungen?
Die rechtlichen und sozialen Gegebenheiten der Sexarbeit in Deutschland, einschließlich der besonderen Situation in Hamburg.
Die Überschneidung von Sexarbeit und Arbeitsrechten, Migration und gewerkschaftlichen Bemühungen.
Der Workshop findet von 13:30-15:30 Uhr (Einlass ab 13 Uhr) an der Universität Hamburg statt. Der genaue Ort wird nach der Anmeldung über den QR-Code oder den Link bekannt gegeben.
Lasst uns gemeinsam lernen, Erfahrungen austauschen und organisieren!
On March 22nd, FAU will participate in a workshop titled „Understanding Sex Work: Realities, Histories, and Rights” in collaboration with the community collective 706 Hamburger and Ernestine Pastorello, a passionate activist and historian.
The workshop will cover various topics, including:
The basics of sex work: Who does it, where, when, and how, as well as the legal frameworks and current models in Germany.
Historical background of sex work in Germany, including the experiences of sex workers during the Covid-19 pandemic.
Brief thoughts around the commercialization of sex: Is it good or bad?
Specific details about sex work in Hamburg.
The relationship between sex work and migration.
The current landscape: What is life like for sex workers in Germany today? What are their concerns, dreams, and collective efforts?
The legal and social realities of sex work in Germany, including Hamburg’s unique context.
The intersection of sex work and labor rights, migration, and unionization efforts.
The workshop will take place from 13:30-15:30 (doors open at 13) at university Hamburg. The exact location will be disclosed after registration via the QR code or link.
Let’s learn together, share experiences and organize!
In Myanmar herrscht seit über 4 Jahren eine Militärdiktatur. Die Arbeitsbedingungen in den Fabriken, die unsere Klamotten herstellen, sind extrem schlecht und besonders Hygienestandards werden nicht eingehalten. Da die Arbeiter*innen größtenteils Frauen sind, die quasi an ihrem Arbeitsplatz leben, ist es wichtig, dass sie während ihrer Periode vernünftige Toiletten zur Verfügung haben, mit starken Schmerzen keine unmenschlichen Produktionsquoten erfüllen müssen, die Fabrik verlassen dürfen und Menstruationsprodukte gestellt bekommen.
Wir geben die Forderungen der Näher*innen an die Konzerne wie H&M, New Yorker und ZARA und bringen ihren Kampf nach Hamburg.
Kommt mit auf unseren kleinen Spaziergang durch die Hamburger Innenstadt: Beginn: 08.03. 11:30 Uhr (ca. 1 Stunde) Ort: vor dem H&M in der Spitalerstraße 12 Mehr Infos zu der Koordination: https://fgwm-solidarity.org
Solidarity against Patriarchy – worldwide! FAU Hamburg
UPDATE: Nach 97 Tagen wurde der Streik am 31.07.2024 für beendet erklärt. Es wurde eine Lohnerhöhung von knapp 10% sowie ein zusätzlicher Urlaubstag ab 2025 erkämpft.
Alle kennen H&M, aber nur Wenige reden über die Arbeitsbedingungen in dem Konzern. Diesmal geht es nicht um die Näher*innen in den Fabriken Asiens oder Afrikas, sondern um das H&M Kundenzentrum in Barcelona. Bereits seit dem 25. April 2024, also mehr als 90 Tagen, befindet sich dort etwa die Hälfte der 200 Lohnabhängigen in einem unbefristeten Streik. Ein Großteil der Belegschaft ist in der anarchosyndikalistischen Confederación General del Trabajo (CGT) organisiert, somit läuft auch der Streik über die CGT. Hauptauslöser des Arbeitskampfes ist die aggressive Digitalisierungspolitik des Konzerns, worunter die Lohnabhängigen zunehmend leiden, während H&M Rekordgewinne einstreicht. Allein in den letzten 12 Monaten wurde die Belegschaft von 270 auf 200 Personen reduziert. Der computergestützte Algorithmus erhöht den Leistungsdruck und macht die Betroffenen zunehmend krank. Aber lest selbst, was die CGT dazu schreibt in ihrem Flyer.
Um den Druck im Zusammenhang mit dem Streik zu erhöhen, machten sich fünf betroffene Genoss*innen der CGT auf die Reise. Zunächst für eine Kundgebung vor dem H&M Geschäft in der Spitalerstraße am 23.07.2024. Warum ausgerechnet dort? In der Spitalerstraße befindet sich die landesweite Geschäftszentrale. Außerdem stellt Deutschland für H&M den größen Absatzmarkt dar. Spontan schlossen sich mehrere Mitglieder der FAU Hamburg, FAU Lüneburg und FAU Lübeck der Kundgebung vor dem Geschäft in der Spitalerstraße an und trotzten gemeinsam mit dem Besuch aus Barcelona dem hamburger Schietwetter während die kaufwütige Öffentlichkeit mit Flyern und Banner über den Arbeitskampf informiert wurde.
Zwei Tage später geht es für die Fünf mit einer Kundgebung in Stockholm vor dem Hauptsitz des Konzerns weiter.
Inspiriert von ihrer kämpferischen Haltung wünschen wir den Genoss*innen viel Erfolg bei der andauernden Auseinandersetzung und sind gerne wieder bereit auch in Zukunft solidarisch zur Seite zu stehen.
Du bekommst nicht, was dir zusteht? Du wirst auf der Arbeit unfair behandelt? Gemeinsam können wir daran etwas ändern!
Die kämpferische Gewerkschaft
Die FAU Hamburg ist eine unabhängige Basisgewerkschaft. Sie ist bundesweit in der Gewerkschaftsföderation FAU organisiert. Tretet bei, bringt euch ein, werdet aktiv.