{"id":82,"date":"2010-01-29T22:30:28","date_gmt":"2010-01-29T21:30:28","guid":{"rendered":"https:\/\/fauhh.markab.uberspace.de\/?p=82"},"modified":"2023-09-12T12:08:13","modified_gmt":"2023-09-12T10:08:13","slug":"gewerkschafts-verbot-der-fau-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hamburg.fau.org\/english\/2010\/01\/29\/gewerkschafts-verbot-der-fau-berlin\/","title":{"rendered":"Gewerkschafts-Verbot der FAU Berlin"},"content":{"rendered":"<h1>\u201eUnterst\u00fctzt ver.di Gewerkschaftsverbote?\u201c<\/h1>\n<p>Unter dem Motto \u201eUnterst\u00fctzt ver.di Gewerkschaftsverbote?\u201c fand am Freitag fr\u00fch eine Kundgebung der Basisgewerkschaft &#8218;Freie ArbeiterInnen Union&#8216; (FAU) vor der Hamburger ver.di-Zentrale am Besenbinderhof statt.<\/p>\n<p>Hintergrund der Aktion ist ein Urteil des Berliner Landgerichts vom 5. Januar 2010, durch welches der FAU-Berlin die Tariff\u00e4higkeit und damit das Recht abgesprochen wird, Arbeitsk\u00e4mpfe zu f\u00fchren. Zugleich wird ihr untersagt, sich weiterhin &#8218;Gewerkschaft&#8216; oder &#8218;Basisgewerkschaft&#8216; zu nennen. Nach Ansicht der FAU ist dies ein \u201efaktisches Gewerkschaftsverbot\u201c.<\/p>\n<p>Das Urteil ist der vorl\u00e4ufige H\u00f6hepunkt eines Arbeitskampfes im Berliner Kino &#8218;Babylon&#8216;. Besch\u00e4ftigte dieses halb-kommunalen Kinos, das vom Berliner Senat j\u00e4hrlich mit \u00fcber 300.000 EUR gef\u00f6rdert wird, wollten gewerkschaftlich aktiv werden, dabei aber \u00fcber ihre Belange selbst entscheiden k\u00f6nnen \u2013 deshalb organisierten sie sich in der basisdemokratischen FAU. Die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung des Babylon Kinos weigerte sich jedoch, mit der FAU zu verhandeln. Statt dessen schloss sie &#8211; vermittelt durch die regierende Linkspartei &#8211; einen Tarifvertrag mit ver.di ab. \u201eOhne Verankerung im Betrieb war das Ergebnis der Verhandlungen von ver.di mit der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung ein Gef\u00e4lligkeitstarifvertrag, deutlich unter dem eigenen Fl\u00e4chentarif\u201c, so die Einsch\u00e4tzung der FAU-Berlin.<\/p>\n<p>Aber damit nicht genug: Inzwischen hat die Babylon-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung beantragt, gegen die FAU-Berlin ein Ordnungsgeld (bis zu 250.000 Euro) oder ersatzweise Haft f\u00fcr ihr Sekretariat (bis zu sechs Monaten) zu verh\u00e4ngen. Sie habe gegen das Verbot versto\u00dfen und sich weiterhin \u201esinngem\u00e4\u00df\u201c als Gewerkschaft pr\u00e4sentiert. Aktive der FAU-Berlin sehen sich aufgrund ihrer Arbeit akut von einer Gef\u00e4ngnisstrafe bedroht. \u201eJetzt geht es an die menschenrechtliche Substanz\u201c, so die FAU-Berlin.<\/p>\n<p>Mit ihrer Aktion will die FAU-Hamburg ver.di auffordern, zum Urteil des Berliner Landgerichts Stellung zu nehmen und sich klar gegen jede Art von Verbot gewerkschaftlicher T\u00e4tigkeit zu positionieren, wie es z.B. der AK Internationalismus der IG-Metall Berlin bereits getan hat (vgl. <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/igm-akint.berlin\/dokumente\/Soli-Erklaerung%20fuer%20FAU.pdf\">http:\/\/www.labournet.de\/igm-akint.berlin\/dokumente\/Soli-Erklaerung%20fuer%20FAU.pdf<\/a>).<\/p>\n<p>Weitere Infos, mehr Hintergrund: <a href=\"http:\/\/www.fau.org\/verbot\">www.fau.org\/verbot<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eUnterst\u00fctzt ver.di Gewerkschaftsverbote?\u201c Unter dem Motto \u201eUnterst\u00fctzt ver.di Gewerkschaftsverbote?\u201c fand am Freitag fr\u00fch eine Kundgebung der Basisgewerkschaft &#8218;Freie ArbeiterInnen Union&#8216; (FAU) vor der Hamburger ver.di-Zentrale am Besenbinderhof statt. 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