{"id":78,"date":"2009-09-24T22:17:56","date_gmt":"2009-09-24T20:17:56","guid":{"rendered":"https:\/\/fauhh.markab.uberspace.de\/?p=78"},"modified":"2023-09-12T12:08:13","modified_gmt":"2023-09-12T10:08:13","slug":"leiharbeit-abschaffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hamburg.fau.org\/deutsch\/2009\/09\/24\/leiharbeit-abschaffen\/","title":{"rendered":"Leiharbeit abschaffen"},"content":{"rendered":"<p>Vor der &#8218;Agentur f\u00fcr Arbeit&#8216; im Nagelsweg im Hamburg fand heute vormittag eine Protestaktion der FAU (Freie ArbeiterInnen Union) statt. Die anarchosyndikalistische Basisgewerkschaft kritisiert &#8222;modernen Menschenhandel&#8220; und fordert die Abschaffung der Leiharbeit.<\/p>\n<p>Die Aktion war Teil einer bundesweiten Kampagne gegen Leiharbeit, die von<br \/>\nEinzelgewerkschaften des Dachverbands FAU initiiert wurde. Die FAU war zuletzt durch ihre Kampagne f\u00fcr Tarifverhandlungen im &#8222;alternativen&#8220; Kino Babylon in Berlin aufgefallen und ist manchen LeserInnen noch durch die &#8222;Strike Bike&#8220; Aktion bekannt.<\/p>\n<p>Hintergrund der auch von vielen anderen Organisationen getragenen Kampagne &#8222;Leiharbeit abschaffen&#8220; ist unter anderem ein Urteil des Berliner Arbeitsgerichts aus dem Fr\u00fchjahr des Jahres 2009. Das Berliner Arbeitsgericht hat der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften (CGZP) die Tariff\u00e4higkeit abgesprochen, weil diese keine personelle Basis<br \/>\nhabe und nicht im Sinne der LeiharbeiterInnen verhandele.<\/p>\n<p>&#8222;Damit ist einer der Dumping-Lohn Tarifvertr\u00e4ge vom Tisch, mit dem die Gleichbehandlung von LeiharbeiterInnen mit den Besch\u00e4ftigten in den Entleihbetrieben umgangen werden konnte. Unseres Erachtens gibt es f\u00fcr die Gewerkschaften des DGB jetzt keinen Anlass mehr, mit den Dachverb\u00e4nden der Leiharbeit \u00fcber Tarifvertr\u00e4ge zu verhandeln.&#8220; betont Torsten Bewernitz, Organisationssekret\u00e4r der FAU.<\/p>\n<p>Dass es die Tarifvertr\u00e4ge in der Leiharbeitsbranche \u00fcberhaupt gibt, liegt nach Auffassung der Organisatoren der Kampagne daran, dass die Leiharbeitsbranche diese ben\u00f6tigt, um den europ\u00e4ischen Gleichbehandlungsgrundsatz (&#8222;eqal pay &amp; equal treatment&#8220;) zu<br \/>\nunterwandern.<\/p>\n<p>&#8222;Die Tarifvertr\u00e4ge wurden auch deshalb notwendig, weil Kundenbetriebe infolge des Gleichbehandlungsgrundsatzes auf den Einsatz von ZeitarbeitnehmerInnen. verzichtet h\u00e4tten. Die Dienstleistung Zeitarbeit w\u00e4re zu teuer geworden [&#8230;]&#8220; betont etwa der Dachverband BZA (Bundesverband Zeitarbeit).<\/p>\n<p>&#8222;Das Ph\u00e4nomen Leiharbeit ist eskaliert. In den letzten f\u00fcnf Jahren ist die Zahl der LeihabeiterInnen von 300.000 auf 800.000 gestiegen. Jeder achte von ihnen erh\u00e4lt zus\u00e4tzlich Zahlungen nach Hartz IV&#8220; erl\u00e4utert Bewernitz.<\/p>\n<p>Auch die Agenturen f\u00fcr Arbeit sind in der Kritik der FAU: Sie w\u00fcrden, so die Organisatoren, durch den Zwang jede miserabel bezahlte Arbeit anzunehmen, &#8222;Dumping-L\u00f6hne&#8220; erm\u00f6glichen und unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Die Kampagne fordert daher die Nachzahlung der L\u00f6hne f\u00fcr LeiharbeiterInnen nach dem EU-Grundsatz des &#8222;equal pay &amp; equal treatment&#8220;, die \u00dcbernahme der LeiharbeiterInnen in Festbesch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse in den Entleihfirmen und damit konsequent die Abschaffung der Leiharbeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor der &#8218;Agentur f\u00fcr Arbeit&#8216; im Nagelsweg im Hamburg fand heute vormittag eine Protestaktion der FAU (Freie ArbeiterInnen Union) statt. 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