{"id":762,"date":"2018-08-20T12:30:29","date_gmt":"2018-08-20T10:30:29","guid":{"rendered":"https:\/\/hamburg.fau.org\/?p=762"},"modified":"2023-09-12T12:07:42","modified_gmt":"2023-09-12T10:07:42","slug":"die-rechte-kundgebung-verhindern-keine-gnade-fuer-antisemitinnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hamburg.fau.org\/deutsch\/2018\/08\/20\/die-rechte-kundgebung-verhindern-keine-gnade-fuer-antisemitinnen\/","title":{"rendered":"\u201eDie Rechte\u201c-Kundgebung verhindern! &#8211; Keine Gnade f\u00fcr Antisemit*innen."},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-763 size-medium\" src=\"https:\/\/hamburg.fau.org\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/haverbeck-300x108.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"108\" srcset=\"https:\/\/hamburg.fau.org\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/haverbeck-300x108.jpg 300w, https:\/\/hamburg.fau.org\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/haverbeck-150x54.jpg 150w, https:\/\/hamburg.fau.org\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/haverbeck-768x277.jpg 768w, https:\/\/hamburg.fau.org\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/haverbeck-1024x369.jpg 1024w, https:\/\/hamburg.fau.org\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/haverbeck.jpg 1772w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>F\u00fcr den 12.09.2018 rufen Dortmunder Neonazis in Hamburg zu einer Solidarit\u00e4ts-Kundgebung mit Ursula Haverbeck auf. Haverbeck hat morgens eine Verhandlung vorm Gericht am Sievekingsplatz.<!--more--><\/p>\n<p>Die Unterst\u00fctzung der Neonazis beruht dabei auf den geteilten ideologischen Inhalten, denn Haverbeck stand mehrfach wegen der Leugnung der Shoah (hebr\u00e4isch f\u00fcr Holocaust) vor Gericht und wurde zuletzt auch verurteilt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Neonazis ist Haverbeck eine politische Gefangene und der Umgang mit ihr ein Beispiel f\u00fcr eine Einschr\u00e4nkung der Meinungsfreiheit.<\/p>\n<p><strong>Doch welche Freiheit meinen sie damit?<\/strong><br \/>\nDie Freiheit zum Zur\u00fcckdrehen der wenigen \u00dcberbleibsel der Entnazifierung, die M\u00f6glichkeit offenen (und letztlich auf Vernichtung abzielenden) Antisemitismus wieder ungestraft \u00e4u\u00dfern zu d\u00fcrfen!<\/p>\n<p>Durch die Verharmlosung und Leugnung der massenhaften Vernichtung von Menschen in deutschen Konzentrationslagern \u00f6ffnet sich f\u00fcr Neonazis, v\u00f6lkische Nationalist*innen und deutsche Patriot*innen die M\u00f6glichkeit, die deutsche und explizit nationalsozialistische Volksgemeinschaft von ihrer Schuld zu befreien.<br \/>\nDer derzeitige Diskurs rechter Geschichtspolitik, sei es AfD oder post-nationalsozialistische Parteien, zielt darauf ab, die Shoah aus dem kollektiven Ged\u00e4chtnis deutscher Geschichtsschreibung zu verbannen.<\/p>\n<p><strong>Was w\u00fcrde das bedeuten?<\/strong><br \/>\nIst die Shoah aus der Geschichte verschwunden, l\u00e4sst sich die unvollendete Entnazifizierung und aufgezwungene Demokratisierung zum Fremden politischen Rahmen stilisieren. Die heutige Gesellschaft w\u00fcrde einer Geschichtsschreibung gegen\u00fcberstehen, in der die Volksgemeinschaft nur durch fremde M\u00e4chte und nicht etwa aufgrund der barbarischen gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse delegitimiert wurde.<br \/>\nSie k\u00f6nnte ab diesem Punkt wieder als eine von vielen gesellschaftlichen Alternativen auftreten.<\/p>\n<p><strong>Dies gilt es zu verhindern!<\/strong><br \/>\nDie nationalsozialistische Volksgemeinschaft war eine unmittelbare und ungez\u00fcgelte Gewaltherrschaft, in der die Deutschen sich als Kollektiv zusammentaten, um die Vernichtung der J\u00fcdinnen und Juden, Sinti und Roma, als \u201easozial\u201c geltenden Menschen, Behinderte, Homosexuelle und Vertreter*innen der Arbeiterbewegung voranzutreiben.<\/p>\n<p>Die v\u00f6lkische Ideologie, die dem Nationalsozialismus innewohnt, ist keine Neuerfindung der Nationalsozialisten und wurde den Deutschen nicht (wie so oft dargestellt) eingeimpft. Die Idee von Blut und Boden und andere nationalistische Vorstellungen waren schon lange vorher ein bedeutender Teil des deutschen und europ\u00e4ischen Gedankenguts.<\/p>\n<p>Uns als Anarchosyndikalist*innen ist es wichtig auf die Besonderheit des Nationalsozialismus hinzuweisen, denn es handelte sich nicht um eine Diktatur von Wenigen \u00fcber Viele, sondern um eine gemeinschaftlich getragene Entscheidung, Adolf Hitler zur Macht zu verhelfen und dementsprechend war die Shoah eine gemeinschaftliche Tat.<\/p>\n<ul>\n<li><em>12.09.2018 (Morgens, genaue Uhrzeit folgt)<\/em><br \/>\n<em>Gericht am Sievekingsplatz<\/em><br \/>\n<em>\u201eDie Rechte\u201c Kundgebung verhindern, st\u00f6ren und sabotieren<\/em><\/li>\n<li><em>Am Tag der Kundgebung vorbereitet sein:<br \/>\n<\/em>Rechte Schl\u00e4ger k\u00f6nnten unterwegs sein.<br \/>\nIn Hamburg wird viel im \u00f6ffentlichen Raum gefilmt.<br \/>\nLasst eure eigenen Handys zu Hause.<br \/>\nBildet Bezugsgruppen. Vermummung sch\u00fctzt vor Repression.<\/li>\n<li>Weitere Infos: antifainfopool.blogsport.eu<br \/>\nAuf Twitter mit dem Hashtag: #nonazishh oder #HH1209<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ein Teil antifaschistischer Arbeit ist der Aufbau k\u00e4mpferischer und antikapitalistischer Gewerkschaften: Die Freie Arbeiter*innen-Union ist eine davon. Werde Mitglied und werde Teil einer Arbeitsgruppe oder Gr\u00fcnde eine.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr den 12.09.2018 rufen Dortmunder Neonazis in Hamburg zu einer Solidarit\u00e4ts-Kundgebung mit Ursula Haverbeck auf. 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