{"id":4576,"date":"2026-10-30T13:15:34","date_gmt":"2026-10-30T12:15:34","guid":{"rendered":"https:\/\/hamburg.fau.org\/?p=4576"},"modified":"2026-10-30T15:49:22","modified_gmt":"2026-10-30T14:49:22","slug":"das-subunternehmer-system-bringt-verderben-und-tod-rede-der-bau-fau-zur-gedenkkundgebung-am-30-10-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hamburg.fau.org\/deutsch\/2026\/10\/30\/das-subunternehmer-system-bringt-verderben-und-tod-rede-der-bau-fau-zur-gedenkkundgebung-am-30-10-2026\/","title":{"rendered":"Das Subunternehmer-System bringt Verderben und Tod &#8211; Rede der Bau FAU zur Gedenkkundgebung am 30.10.2026"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Teil I<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir kommen heute zusammen, weil in den letzten Jahren eine Reihe von illegalisierten Bauarbeitern bei Unf\u00e4llen ums Leben kamen. Zum einen handelt es sich um einen Kollegen aus \u00c4gypten, der bei Abbrucharbeiten hier in der F\u00e4hrstra\u00dfe in Wilhelmsburg in diesem Sommer zu Tode kam und zum anderen um den Zusammenbruch eines Bauger\u00fcstes auf der Baustelle f\u00fcr die Luxusmall im \u00dcberseequartier vor 3 Jahren am 30.10.2023. Hier wurden gleich 5 Arbeiter aus Albanien in die Tiefe gerissen. Schon zwei Jahre zuvor hatte dort ein Arbeiter aus Rum\u00e4nien sein Leben verloren.<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie kann es dazu kommen, dass f\u00fcr die neue Hamburger Glitzermeile an der Elbe von der Elbphilharmonie bis zum \u00dcberseequartier 7 Arbeiter starben, aber keiner davon aus Hamburg oder Westdeutschland stammte? Bei der Elbphilharmonie handelte es sich um einen Toten, der aus Brandenburg kam und hier auf Montage arbeitete. Aber auf der Westfield-Baustelle starben gleich 6 Arbeiter aus Osteuropa . Und es trifft in hohem Grade vor allem illegalisierte Arbeiter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um die Ursachen hierf\u00fcr zu verstehen, m\u00fcssen wir uns die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland \u00fcber die letzten Jahrzehnte vor Augen f\u00fchren. Und der Blick ist noch weit \u00fcber die Grenzen hinaus zu richten, weil es einen Weltmarkt f\u00fcr Arbeitskr\u00e4fte gibt und die Lebens- und Arbeitsbedingungen sich global stark unterscheiden.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die wirtschaftliche Entwicklung in Westdeutschland ist seit den 1950er Jahren durch fallende Wachstumsraten der Produktion, im offizi\u00f6sen Sprachgebrauch des Bruttoinlandsproduktes, gekennzeichnet gewesen. Die Boomphase in den 1950er Jahren mit durchschnittlich 8% an Wachstum hielt nicht lange an \u2013 und von Jahrzehnt zu Jahrzehnt ging danach die Dynamik zur\u00fcck. In den 1990er Jahren, jetzt in Deutschland insgesamt, ging es nur noch um eine Zunahme von durchschnittlich ca. 1%. Um den Niedergang des kapitalistischen Systems aufzuhalten bedurfte es grundlegender Ver\u00e4nderungen. Ein gro\u00dfer Einschnitt waren die Hartz-4 Ma\u00dfnahmen des verst\u00e4rkten Drucks auf Arbeitslose, die m\u00f6glichst zur Annahme jeder Arbeit gezwungen werden sollten. Seit dieser Zeit gibt es einen gro\u00dfen Niedriglohnsektor in Deutschland. Aber dies reichte keineswegs f\u00fcr einen neuen Aufstieg der Produktion und der Akkumulation aus. Parallel dazu wurde die Tarifbindung in immer gr\u00f6\u00dferem Umfang aufgehoben. Mitte der 1990er erhielten noch rund 80% der abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigten in Deutschland einen Tariflohn, in den 2020ern sind es nur ca. 50%. Diejenigen, die au\u00dferhalb des Tarifsystems arbeiten sind von l\u00e4ngeren Arbeitszeiten und niedrigeren L\u00f6hnen betroffen. Ein wachsender Teil der ArbeiterInnen leidet somit unter versch\u00e4rften Ausbeutungsverh\u00e4ltnissen. Und in den letzten Jahren sind die Einbr\u00fcche der Realeinkommen aufgrund der Preissteigerungen w\u00e4hrend der Corona-Jahre selbst f\u00fcr die Tarifbesch\u00e4ftigten nur gerade so ausgeglichen worden. Ein Anstieg der Reall\u00f6hne hat also seit vielen Jahren im Durchschnitt nicht mehr stattgefunden. Dies sind Beispiele f\u00fcr versch\u00e4rfte Klassengegens\u00e4tze, die alle abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigten betreffen, aber bestimmte Gruppen von ArbeiterInnen in viel h\u00f6herem Ma\u00dfe als andere. Zu einem Gegensatz geh\u00f6ren immer zwei. Die Profiteure dieser Entwicklungen gibt es selbstredend auch. Die Zahl der Million\u00e4re und Milliard\u00e4re in Deutschland nimmt immer mehr zu und ihre Verm\u00f6gen wachsen in einem Ausma\u00df, das seinesgleichen sucht. Eine gro\u00dfe Wachstumsphase konnte durch diese Angriffe auf die Lebensbedingungen der ArbeiterInnen also nicht initiiert werden \u2013 die Zunahme der Produktion liegt seit den 1990er Jahren konstant im Durchschnitt der Jahrzehnte bei rund einem Prozent. Aber der Reichtum der wenigen wird immer pomp\u00f6ser. Das gesellschaftliche Klima wird folglich zunehmend giftiger. Es wird immer deutlicher, wem diese Ver\u00e4nderungen n\u00fctzen und wem sie schaden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Baugewerbe haben die allgemeinen Prozesse ebenfalls stattgefunden. Aber hier \u2013 und in einigen anderen Branchen \u2013 gib es eine zus\u00e4tzliche Besonderheit. Die Organisation der Arbeit wurde St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck in eine bestimmten Richtung umgekrempelt. Und diese Richtung hei\u00dft Subunternehmersystem. Sogenannte Fremdleistungen sind insgesamt immer wichtiger geworden und sie sind bei den Gro\u00dfkonzernen am st\u00e4rksten ausgepr\u00e4gt. Gro\u00dfbaustellen k\u00f6nnen nur von solchen Riesenunternehmen als Gesamtauftrag \u00fcbernommen werden. Einen wachsenden Anteil der Auftr\u00e4ge vergeben die Generalunternehmer an kleinere Subunternehmen zu schlechteren Konditionen und diese wiederum an noch kleinere Subunternehmen \u2013 wiederum zu schlechteren Bedingungen. Hochbaufirmen mit \u00fcber 1.000 Besch\u00e4ftigten haben einen Anteil von ca. 2\/3 am Bruttoproduktionswert f\u00fcr solche Fremdleistungen im Jahr 2020 gehabt. Rund 2\/3 des Auftragsvolumens wird also an andere Firmen weitergereicht. Die Kosten f\u00fcr das eigene Personal machten nur noch knapp 13% aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es werden hierbei zus\u00e4tzliche Profite erzielt, weil der Konkurrenzdruck von Stufe zu Stufe zunimmt. Die Gro\u00dfkonzerne k\u00f6nnen auf diese Weise h\u00f6chste Gewinne erzielen und das Risiko von Kriseneinbr\u00fcchen nach unten auslagern. Aber dieses Organisationsmodell betrifft nicht nur die gr\u00f6\u00dften Baustellen, wie z.B. Westfield mit dem verheerenden Unfall im Jahr 2023 \u2013 zeitweilig arbeiteten hier 1.400 ArbeiterInnen gleichzeitig -, sondern die ganze Palette von gr\u00f6\u00dferen Auftr\u00e4gen, also auch die hiesige Baustelle in der F\u00e4hrstra\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einsparpotential gibt es bei den Subunternehmen vor allem dadurch, dass niedrigere L\u00f6hne bezahlt, die Arbeitszeit ausgeweitet und die Arbeitssicherheit reduziert wird. Dies nimmt zum Teil solche Dimensionen an, dass Maschinenarbeit wieder durch Menschenarbeit ersetzt wird. Oder wie soll die offizielle Statistik der Arbeitproduktivit\u00e4t im Baugewerbe sonst interpretiert werden? Die Maschinerie ist von Seiten der Baumaschinenhersteller immer weiter erneuert worden und hat an Vielfalt stark zugenommen. Es gibt zum Beispiel auch die ersten Gro\u00dfger\u00e4te wie Bagger mit reinem Elektromotor und Akku usw. Zugleich ist jedoch seit 1991 die Arbeitsproduktivit\u00e4t pro Arbeitsstunde in Deutschland nach offiziellen Daten gesunken. Wie kann das sein? Nun, eine M\u00f6glichkeit der Erkl\u00e4rung besteht tats\u00e4chlich darin, dass Menschenarbeit partiell Maschinenarbeit ersetzt, was die Arbeitsproduktivit\u00e4t senkt, weil zum Beispiel pro umbauten Raum im Hochbau eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl an Stunden gearbeitet wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie extrem die Diskrepanz zwischen den Firmen-Gr\u00f6\u00dfenklassen ist, zeigen die sogenannten Arbeitnehmerverdienste des Statistischen Bundesamtes. Ein Vergleich ist leider nur f\u00fcr das Produzierende Gewerbe, also Bergbau, Industrie und Bau zusammen, m\u00f6glich und auch nur f\u00fcr die kleineren und mittleren Betriebe bis 49 abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigten zusammen gegen\u00fcber Betrieben ab 1.000 abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigten. Bei den M\u00e4nnern sind die Bruttoverdienste bei Fachkr\u00e4ften, Angelernten und Ungelernten in den Riesenbetrieben \u00fcber 40 bzw. \u00fcber 50% h\u00f6her. Bei den Frauen ist die Differenz noch gr\u00f6\u00dfer gewesen. Hier lag sie bei \u00fcber 60 bzw. \u00fcber 70% . Ausgangspunkt sind hier die Betriebe mit bis zu 49 abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigten. L\u00e4gen solche Angaben auch f\u00fcr Kleinbetriebe vor, so w\u00e4re die Kluft noch gr\u00f6\u00dfer. Und selbstverst\u00e4ndlich sind nur die legalen Besch\u00e4ftigten ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum ist das so? Die Kampfkraft ist in den Orten der dichtesten Zusammenballung von ArbeiterInnen viel gr\u00f6\u00dfer als in den kleineren Orten der Produktion. Dort wird viel eher nach Tarif oder vereinzelt dar\u00fcber hinaus gezahlt. Es ist sofort nachvollziehbar, warum die Generalunternehmen ein solches Interesse an der Auslagerung von gro\u00dfen Teilen der erhaltenen Gesamtauftr\u00e4ge besitzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Unsere Forderungen lauten daher:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleicher Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mehr Lohn und weniger Arbeitshetze!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Generalunternehmerhaftung jetzt!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lasst uns solidarischen Widerstand aufbauen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Teil II<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was hat dies mit der Migration zu tun? Bei Wachstumsraten des Bruttoinlandsproduktes von rund 8% in den 1950er Jahren war der Arbeitsmarkt in k\u00fcrzester Zeit leergefegt. Die Arbeitslosenquote fiel von 11% im Jahr 1950 auf ca. 6% in 1955 und rund 1% in 1960. Schon ab Mitte der 1950er Jahre sollten die ersten Anwerbeabkommen mit Italien und anderen L\u00e4ndern Abhilfe schaffen. Sie wurden in den 1960er Jahren trotz fallender Wachstumsraten der Produktion mit einer zunehmenden Anzahl von L\u00e4ndern abgeschlossen, da die Arbeitslosenquote noch immer \u2013 im Vergleich zu heute \u2013 sehr niedrig war. Mit der Krise von 1973 wurden sie jedoch schlagartig storniert. Seitdem gibt es in Deutschland eine Massenerwerbslosigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine wichtige Folge der Erwerbslosigkeit ist die Unsicherheit \u00fcber die zuk\u00fcnftigen Lebensbedingungen, da f\u00fcr viele unklar ist, ob \u00fcberhaupt ein Job gefunden werden kann und welcher Lohn im Falle der Arbeitsaufnahme tats\u00e4chlich gezahlt wird. Eine solche Unsicherheit findet ihren Niederschlag in einer wichtigen gesellschaftlichen Gr\u00f6\u00dfe, der Geburtenrate pro Frau.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Ostdeutschland nach 1989, wo die Plattmachung nahezu aller Produktionsst\u00e4tten zu einer riesigen Arbeitslosigkeit und einer Abwanderung nach Westdeutschland in gro\u00dfem Umfang f\u00fchrte, brach diese Geburtenrate in extremster Form ein. Sie sank auf weit unter eine Geburt pro Frau in 1993, wobei zwei Geburten pro Frau die Bev\u00f6lkerungsgr\u00f6\u00dfe erhalten w\u00fcrden. Die Geburtenrate ist in Deutschland und \u00e4hnlichen Staaten insofern ein sehr deutlicher Indikator der Unsicherheit \u00fcber die zuk\u00fcnftigen Lebensverh\u00e4ltnisse. Und seit der schweren Krise von 1973 mit der Folge einer kontinuierlichen Massenarbeitslosigkeit lag diese Geburtenrate pro Frau in Westdeutschland bei ca. 1,4 \u2013 1,5 Kindern \u2013 bis heute mit nur wenigen Schwankungen in begrenztem Umfang. In Ostdeutschland stieg sie nach 1993 langsam bis auf das Westniveau in 2005 an und unterschied sich danach nicht mehr wesentlich von jener in Westdeutschland.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das h\u00e4tte, im Falle eines abgeschotteten Landes, zu einem starken R\u00fcckgang der Bev\u00f6lkerung, der Erwerbst\u00e4tigen und der Produktion gef\u00fchrt. Aber ist dies geschehen? Keineswegs. Im fr\u00fcheren Bundesgebiet nahm die Bev\u00f6lkerung von 1973 bis 1991 um rund 2 Millionen Menschen zu, in Gesamtdeutschland von 1991 bis 2024 um fast 5 Millionen. Mehr noch gilt dies f\u00fcr die Erwerbst\u00e4tigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nur durch Einwanderungsprozesse konnte ein R\u00fcckgang der Bev\u00f6lkerung verhindert werden. Zwar wurden die Anwerbeabkommen 1973 au\u00dfer Kraft gesetzt, aber es gab danach andere Wege der legalen und illegalen Einwanderung (bei letzterer vielfach mit sp\u00e4terer Legalisierung). Bis 1990 spielten hierbei der Familiennachzug und das Asylverfahren bei den legalen Wanderungsprozessen eine wichtige Rolle. Nach 1990 sorgte die Freiz\u00fcgigkeit innerhalb der sich immer weiter ausdehnenden Europ\u00e4ischen Union f\u00fcr den Gro\u00dfteil der Zuwanderung. Und es gab in den letzten Jahren einen weiteren gravierenden Umbruch: die M\u00f6glichkeiten einen Asylantrag zu stellen und ihn bewilligt zu bekommen, wurden f\u00fcr die meisten Gefl\u00fcchteten fast unm\u00f6glich gemacht, w\u00e4hrend zugleich die Grenzkontrollen ausgeweitet und Abschiebungen drastisch erh\u00f6ht wurden. Die \u201epolitisch falschen\u201c Einwanderungen \u2013 z.B. von Pal\u00e4stinenserInnen \u00fcber Wei\u00dfrussland oder von Kriegsdiestverweigerern aus der Ukraine \u2013 sollen ebenso rabiat unterbunden werden wie die \u201esozial falschen\u201c Einwanderungen. Dies betrifft vor allem die Qualifikation. Die Arbeitslosenquote lag bei Ungelernten in den Jahrzehnten 1993 \u2013 2013 fast ohne ein Ausnahmejahr bei 20 \u2013 25% und 2015 &#8211; 25 schwankte sie zwischen 17 und 21%. Hier ist also der Tisch \u00fcppig gedeckt f\u00fcr die Nachfrage nach Arbeitskr\u00e4ften. Anders sieht die Arbeitslosenquote bei FacharbeiterInnen und AkademikerInnen aus. In den zwei Jahrzehnten nach 1992 erreichte sie bei AbsolventInnen einer Lehre oder Fachschule das Niveau von 5 bis 10% und sank dann auf 3 \u2013 4% in 2015 bis 25. AkademikerInnen hatten 1993 bis 2013 eine Quote zwischen ca. 2,4 und 4% und im Zeitraum 2015 bis 25 betrug die Arbeitslosigkeit 2,1 \u2013 3,3%. Die Diskrepanz zu den Ungelernten mit der Gr\u00f6\u00dfenordnung von 20% ist \u00fcberdeutlich. Bei den Qualifizierten gibt es zudem partiell sogenannte Mangelberufe, d.h. die Nachfrage \u00fcbersteigt das Angebot in einigen Berufen. Was machen also die Planungsinstitutionen des Arbeitsmarktes? Neben speziellen L\u00e4nderabkommen f\u00fcr kleinere Kontingente pr\u00e4zis bestimmter Arbeitskr\u00e4fte wird das Asylrecht ausgehebelt und stattdessen ein Einwanderungsgesetz beschlossen, das sich am kanadischen Modell eines wei\u00dfen Siedlerstaates orientiert. Hierdurch soll gew\u00e4hrleistet werden, dass vor allem Fachkr\u00e4fte nach Deutschland gelangen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">M\u00f6glich ist die Wanderungsbewegung der ArbeiterInnen nur aufgrund eines extremen internationalen Lohngef\u00e4lles in der Folge der Herausbildung des Kapitalismus erst in Teilen des westlichen Europas (vor allem Gro\u00dfbritanniens und Frankreichs), dann in Teilen Zentraleuropas (vor allem Deutschlands) und Teilen der wei\u00dfen Siedlerstaaten (vor allem der USA). Die Kolonisierung der Welt und die anschlie\u00dfenden Formen der imperialistischen Beherrschung ohne formelle Kolonisierung blockierten lange Zeit die Industrialisierung in einem Gro\u00dfteil der Welt und verhinderten zugleich sozialrevolution\u00e4re Umw\u00e4lzungen soweit dies m\u00f6glich war. Abgesehen von Formen der Sklaverei hatte diese Politik einen enormen Verelendungsprozess f\u00fcr die Lohnabh\u00e4ngigen zur Folge. Reallohnerh\u00f6hungen und Arbeitszeitverk\u00fcrzungen wie sie \u00fcber 150 Jahre in den kapitalistischen Metropolen erk\u00e4mpft werden konnten, waren hier lange Zeit v\u00f6llig ausgeschlossen. In vielen Regionen der Welt gilt dies bis heute. Diese Kaskade der globalen Ausbeutungsverh\u00e4ltnisse ist die Voraussetzung f\u00fcr die Wanderungsbewegungen innerhalb des Weltarbeitsmarktes. Um den extremen Formen der Auspressung der Arbeitskraft zu entfliehen, wanderten und wandern heute ArbeiterInnen in die Metropolen \u2013 ob mit einem legalen oder illegalen Status. Aufgrund der gro\u00dfen internationalen Kluft zwischen den Arbeitsbedingungen sind viele von ihnen bereit, auch nur zu ein wenig besseren Verh\u00e4ltnissen in den Einwanderungsl\u00e4ndern zu arbeiten. Dabei wird die Hoffnung auf bessere Lebensumst\u00e4nde oft genug bitter entt\u00e4uscht. In der Landwirtschaft S\u00fcditaliens herrschen vielfach sklaven\u00e4hnliche Verh\u00e4ltnisse bei schwarzen MigrantInnen und die t\u00f6dlichen Unf\u00e4lle von illegalisierten Arbeitern auf den Hamburger Baustellen in den letzten Jahren zeigen, dass f\u00fcr manche von ihnen der Traum einer verbesserten Existenz j\u00e4h zerschmettert wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kapitalseite braucht ArbeiterInnen, die besonders extremen Ausbeutungsverh\u00e4ltnissen ausgesetzt sind \u2013 sonst w\u00fcrde das System der Subunternehmerketten auf dem Bau nicht funktionieren k\u00f6nnen. Und hiervon sind nicht nur, aber vor allem migrantische ArbeiterInnen betroffen. Sind sie zudem noch illegalisiert, so ist der Widerstand hiergegen nochmals schwieriger zu organisieren. Daher kommt es also, dass die neue Hamburger Glitzermeile an der Elbe keine Toten gefordert hat, die in Hamburg oder Westdeutschland geboren worden sind, sondern einen aus Ostdeutschland, einen aus Rum\u00e4nien und f\u00fcnf aus Albanien, w\u00e4hrend in diesem Jahr nochmals ein illegalisierter Arbeiter aus \u00c4gypten auf der hiesigen Baustelle verstarb.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und die Unfallstatistik in Deutschland zeigt, dass die ausl\u00e4ndischen Staatsangeh\u00f6rigen von 6,6% der meldepflichtigen Arbeitsunf\u00e4lle im Jahr 2023 betroffen waren, aber von 8,5% der sehr schweren Unf\u00e4lle mit Invalidit\u00e4tsfolgen und von 17,5% der t\u00f6dlichen Arbeitsunf\u00e4lle. F\u00fcr \u00d6sterreich hat ein Autor in einer offiziellen Zeitschrift f\u00fcr Arbeitssicherheit die Unf\u00e4lle nach Nationalit\u00e4ten auf die Anzahl der jeweiligen abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigten bezogen. Die h\u00f6chsten Unfallquoten wiesen dort im Jahr 2018 ArbeiterInnen aus dem Kosovo, Syrien, Irak und Afghanistan auf. Sie lagen weit mehr als doppelt so hoch wie die Quote bei den \u00f6sterreichischen ArbeiterInnen. Es sind also am st\u00e4rksten Gefl\u00fcchtete aus muslimischen Staaten und ArbeiterInnen aus der osteurop\u00e4ischen Region au\u00dferhalb der EU von Unf\u00e4llen betroffen. Damit sind wir wiederum bei Ahmed in Wilhelmsburg sowie Alfred und Astrit mitsamt ihren Kollegen in der Hafencity gelandet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn obendrein noch schwer verletzte ArbeiterInnen nicht mehr im Krankenhaus behandelt, sondern mit einem Transporter ins Ausland gefahren oder die Toten nicht mehr gemeldet, sondern versteckt und begraben werden, dann sind die Kosten dieser Organisation der Arbeit vollends vor den Augen der \u00d6ffentlichkeit verborgen. Auch deshalb ist es wichtig, hier vor Ort zu intervenieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Subunternehmerketten bringen Verderben und Tod \u2013 f\u00fcr die einen dicke Dividenden, schicke H\u00fctten, Glitzermeilen, Schopping-Malls und Vergn\u00fcgungszentren &#8211; f\u00fcr die anderen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So funktioniert dieses System und deshalb werden wir es st\u00fcrzen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sichere Arbeitsbedingungen auf dem Bau f\u00fcr alle!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kontrolle von Firmen statt Illegalisierung von ArbeiterInnen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Offene Grenzen statt Abschiebung und Abschottung!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quellen (alle im Internet)<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei den langfristigen Datenreihen vom Statistischen Bundesamt und der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit und deren Forschungsinstitut (Institut f\u00fcr Arbeitsmarkt und Berufsforschung, IAB) wird generell das fr\u00fchere Bundestgebiet (Westdeutschland) bis 1991 ausgewiesen sowie ab 1991 Deutschland insgesamt.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Statistisches Bundesamt: Statistischer Bericht. Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, 4. Vierteljahr 2024,<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Tabelle 81000 \u2013 117 Wachstumsraten des Bruttoinlandsproduktes seit 1950,<\/li>\n\n\n\n<li>Tabelle 81000 \u2013 125 Bev\u00f6lkerung im fr\u00fcheren Bundesgebiet seit 1970 (1973 62 Millionen und 1991 64 Millionen Personen, in Deutschland insgesamt 1991 80 und 1924 84,7 Millionen Personen); weiterhin Erwerbspersonen und Erwerbst\u00e4tige seit 1970,<\/li>\n\n\n\n<li>Tabelle 81000 \u2013 128 Arbeitsproduktivit\u00e4t im Baugewerbe pro Erwerbst\u00e4tigen seit 1970 (Index),<\/li>\n\n\n\n<li>Tabelle 81000 \u2013 129 Arbeitsproduktivit\u00e4t im Baugewerbe pro Erwerbst\u00e4tigenstunde seit 1970 (Index),<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Statistisches Bundesamt: Arbeitnehmerverdienste 2020, Fachserie 16, Reihe 2.3, Tabelle 4.3.1. Deutschland insgesamt (Verdienste von \u201eLeistungsgruppen\u201c nach Betriebsgr\u00f6\u00dfenklassen &#8211; \u201eA.n.\u201c = \u201eArbeitnehmer\u201c) LG1: in leitender Stellung, LG2: herausgehobene Fachkr\u00e4fte, LG3: Fachkr\u00e4fte, LG4: angelernte Arbeitnehmer, LG5: ungelernte Arbeitnehmer; Bruttomonatsverdienste inklusive Sonderzahlungen in Euro von vollzeitbesch\u00e4ftigten \u201eArbeitnehmern\u201c in 2020<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><br><\/td><td>Betriebe<\/td><td>Betriebe<\/td><td>Differenz<\/td><td>Differenz<\/td><td><br><\/td><td>Differenz<\/td><\/tr><tr><td><br><\/td><td>Bis 49 A.n.<\/td><td>Ab 1.000 A.n.<\/td><td>In Euro<\/td><td>In %<\/td><td><br><\/td><td>In %<\/td><\/tr><tr><td>M\u00e4nner<\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><\/tr><tr><td>LG1<\/td><td>7822<\/td><td>9358<\/td><td>1536<\/td><td>19,64<\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><\/tr><tr><td>LG2<\/td><td>4279<\/td><td>6314<\/td><td>2035<\/td><td>47,56<\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><\/tr><tr><td>LG3<\/td><td>3104<\/td><td>4873<\/td><td>1769<\/td><td>56,99<\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><\/tr><tr><td>LG4<\/td><td>2673<\/td><td>4132<\/td><td>1459<\/td><td>54,58<\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><\/tr><tr><td>LG5<\/td><td>2412<\/td><td>3497<\/td><td>1085<\/td><td>44,98<\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><\/tr><tr><td><br><\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><\/tr><tr><td>Frauen<\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><\/tr><tr><td>LG1<\/td><td>5992<\/td><td>8628<\/td><td>2636<\/td><td>43,99<\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><\/tr><tr><td>LG2<\/td><td>3742<\/td><td>5929<\/td><td>2187<\/td><td>58,44<\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><\/tr><tr><td>LG3<\/td><td>2718<\/td><td>4494<\/td><td>1776<\/td><td>65,34<\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><\/tr><tr><td>LG4<\/td><td>2161<\/td><td>3730<\/td><td>1569<\/td><td>72,61<\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><\/tr><tr><td>LG5<\/td><td>2018<\/td><td>3290<\/td><td>1272<\/td><td>63,03<\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><\/tr><tr><td><br><\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><td><br><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Demografieportal: Geburtenrate (<a href=\"http:\/\/www.demografieportal.de\/DE\/Fakten\/geburtenrate.html\"><u>www.demografieportal.de\/DE\/Fakten\/geburtenrate.html<\/u><\/a>) (f\u00fcr West- und Ostdeutschland ab 1950)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Bundesagentur f\u00fcr Arbeit: Arbeitsmarkt in Zahlen. Arbeitsmarkt im Zeitverlauf, Erstellungsdatum: 23.12.2024 Arbeitslosenzahl und Arbeitslosenquote ab 1950<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Bundesagentur f\u00fcr Arbeit: Tabellen, Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten (Jahreszahlen), (2015 \u2013 2025)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Brigitte Weber, Enzo Weber: Bildung ist der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit, IAB-Kurzbericht, N. 4 \/ 2013, S. 2 Abbildung 1 Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten 1975 bis 2011; S. 5 dito in Tabellenform<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Karl Heinz Hausner, Doris S\u00f6hnlein, Brigitte Weber, Enzo Weber: Bessere Chancen mit mehr Bildung, IAB-Kurzbericht, Nr. 11 \/ 2015, S. 2, Abbildung 1 Verl\u00e4ngerung des Diagramms von Nr. 4 \/ 2013 bis ins Jahr 2013<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV): Statistik Arbeitsunfallgeschehen 2023, Berlin 2024, S. 45, Tabelle 23 (Unf\u00e4lle nach Staatsangeh\u00f6rigkeit 2023)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Karl K\u00f6rpert: Arbeitssicherheit bei Migrantinnen und Migranten, Sichere Arbeit, Internationales Fachmagazin f\u00fcr Pr\u00e4vention in der Arbeitswelt (herausgegeben von der \u00f6sterreichischen \u201eAllgemeinen Unfallversicherungsanstalt\u201c), 08.04.2021 (Unfallquoten einzelner Nationalit\u00e4ten im Jahr 2018 in \u00d6sterreich)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Frederic H\u00fcttenhoff: Harte Arbeit, PECO-Institut, Berlin 2023, S. 9 Fremdleistungen bei Hochbauunternehmen mit \u00fcber 1.000 Besch\u00e4ftigten (viele weitere Daten auch zur Entwicklung der Fremdleistungen)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Teil I Wir kommen heute zusammen, weil in den letzten Jahren eine Reihe von illegalisierten Bauarbeitern bei Unf\u00e4llen ums Leben kamen. Zum einen handelt es sich um einen Kollegen aus \u00c4gypten, der bei Abbrucharbeiten hier in der F\u00e4hrstra\u00dfe in Wilhelmsburg in diesem Sommer zu Tode kam und zum anderen um&#8230; <a class=\"continue-reading-link\" href=\"https:\/\/hamburg.fau.org\/deutsch\/2026\/10\/30\/das-subunternehmer-system-bringt-verderben-und-tod-rede-der-bau-fau-zur-gedenkkundgebung-am-30-10-2026\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,136],"tags":[],"class_list":["post-4576","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-bau"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hamburg.fau.org\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4576","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hamburg.fau.org\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hamburg.fau.org\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hamburg.fau.org\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hamburg.fau.org\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4576"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/hamburg.fau.org\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4576\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4581,"href":"https:\/\/hamburg.fau.org\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4576\/revisions\/4581"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hamburg.fau.org\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4576"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hamburg.fau.org\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4576"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hamburg.fau.org\/deutsch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4576"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}